Österreichisch-Israelische Gesellschaft


Hohe Anwaltsdichte in Israel

JERUSALEM (inn) - Einer von 157 Israelis ist heute Rechtsanwalt - damit wurde ein neuer Rekord im Zahlenverhältnis zwischen Anwälten und Einwohnern aufgestellt. Die 1.102 neuen Mitglieder der Anwaltskammer haben teilweise Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden.

Matan Arnavi ist das 60.000. Mitglied in der Geschichte der israelischen Anwaltskammer. Er wurde von der Kanzlei in Tel Aviv übernommen, in der er sein Referendariat gemacht hat. 48.000 Mitglieder sind noch aktiv. In Israel ist die Anwaltsquote ungewöhnlich hoch: Hat im jüdischen Staat einer von 157 Einwohnern den Beruf erlernt, ist es in den USA einer von 270. In Großbritannien kommen 400 Bürger auf einen Rechtsanwalt, in Deutschland 600 und in China 8.000.

Arnavi plädiert gegenüber der Tageszeitung “Ma´ariv” für strengere Aufnahmekriterien bei der Einschreibung für das Jurastudium. Eine schwierige Abschlussprüfung sei hingegen nicht der richtige Weg. Dabei habe er an sich kein Problem mit der großen Anzahl. “Was mich stört, ist, dass die Quantität größer geworden ist und die Qualität abnimmt.” Viele Anwälte begriffen nicht, was es heiße, einen anderen Menschen zu vertreten. Zudem habe der Beruf an Wertschätzung verloren. “Heute kann jeder, der ein Abiturzeugnis hat, mit Studieren beginnen. Das führt zu einem Rückgang der Qualität. Das ist ein grundlegendes Problem, und man muss sich damit befassen.”


Chanukkah-Bilanz: 24 Millionen Krapfen und 10,8 Milliarden Kalorien

Roladin donuts

Etwa 24 Millionen gefüllte Krapfen (sufganiyot in Hebr.) werden jährlich zum Chanukkah-Fest in Israel verkauft. Finanziell gesehen ergibt das einen Umsatz von ca. US$ 13 Mio.  - für die schlanke Linie jedoch eine Aufnahme von 10.8 Mrd. Kalorien  - durchschnittlich 450 Kalorien pro Krapfen.



Coffee Chat im Café Restaurant Sargfabrik

Ab sofort findet der Coffee Chat der Botschaft des Staates Israel bis Ende Februar im Café Restaurant Sargfabrik statt.
Die Öffnungszeiten des Lokals sind Montag bis Samstag von 10 bis 22 Uhr. Zu den Feiertagen ist das Café vom 23. Dezember bis 9. Jänner geschlossen.

In Tel Aviv ist der Coffee Chat weiterhin im Café Bookworm zu Gast. Die Öffnungszeiten sind wie folgt (Lokalzeit Israel):
Sonntag bis Donnerstag: 8.30 – 22.00 Uhr
Freitag: 9.00 – 17.00 Uhr
Samstag: 9.30 – 17.00 Uhr

(Botschaft des Staates Israel Wien, 16.12.11)


50 Jahre Eichmann-Urteil

Die Knesset hat in einer Sondersitzung den 50. Jahrestag der Urteilsverkündung im Prozess gegen den deutschen NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann begangen. Eichmann war am 15. Dezember 1961 zum Tode verurteilt worden.

An der Sitzung nahmen auch verschiedene Persönlichkeiten teil, die an der Entführung Eichmanns und dem Prozess gegen ihn in Jerusalem beteiligt waren. So waren Gabriel Bach, der stellvertretende Ankläger im Prozess, Rafi Eitan, der die Mossad-Operation zu seiner Festnahme geleitet hatte und Tami Raveh, die Tochter Gideon Hausners, des Chefanklägers im Prozess, anwesend.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu nahm in seiner Rede zunächst Stellung zu den jüngsten Vorkommnissen im Westjordanland. Er erklärte: “Heute gibt es unter den vielen Menschen in Judäa und Samaria und überall in Israel, die Eretz Israel treu sind, einige, die denken, man könne die Staatsmacht und das Gesetz außer Kraft setzen, randalieren und zuschlagen. Dies ist eine Gefahr für unsere Demokratie, es ist eine Gefahr für unseren Staat.”

In weiteren Verlauf seiner Rede stellte Netanyahu vor allem den Paradigmenwechsel heraus, den der Eichmann-Prozess in Israel zur Haltung gegenüber der Shoah bewirkt habe. Zu seiner Schulzeit habe man hinter dem Rücken anderer Mitschüler darüber getuschelt, dass sie Kinder von Holocaustüberlebenden seien, als sei es ein dunkles Geheimnis. Mit dem Eichmann-Prozess habe sich das geändert.

“Als er nach Jerusalem gebracht wurde und der Prozess gegen ihn begann, haben wir all die Zeugenaussagen und die Anklage gehört, und dies hat eine echte Revolution ausgelöst”
, so der Ministerpräsident. “Zunächst darin, wie wir den Holocaustüberlebenden unter uns begegnet sind, im Verständnis der Shoah überhaupt, und ich würde sagen, wir waren auch stolz auf den Staat Israel, der gehandelt hat, um diesen schrecklichen Menschen vor Gericht zu bringen.”


Technion baut Forschungscampus in New York

Das Technion Haifa wurde gemeinsam mit der New Yorker Cornell University ausgewählt, auf “Roosevelt Island” in New York City einen Campus für angewandte Wissenschaften aufzubauen. Dies erklärten der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, der Präsident des Technion Peretz Lavie und der Präsident der Cornell University David Skorton.

Der Campus soll, nach einer Akkreditierung des Technion für US-Abschlüsse, duale Master-Abschlüsse des Technion und der Cornell-Universität anbieten. Geplant sind außerdem Residency-Programme für Unternehmensgründer, Wettbewerbe zwischen Unternehmen, rechtliche Unterstützung für Startups, Forschungspartnerschaften mit Unternehmen und vieles mehr.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu gratulierte der stellvertretenden Präsidentin des Technion, Avital Stein, zu dem Erfolg bei der öffentlichen Ausschreibung. Netanyahu erklärte: “Weniger als zehn Tage nach dem Nobelpreis für Technion-Professor Dan Shechtman ist dies ein weiterer wichtiger Erfolg für das Technion. Es handelt sich um einen weiteren Beweis für die Erfolge der Technologie in Israel und erfüllt uns mit Stolz auf die universitäre Bildung und ganz Israel.”

(Außenministerium des Staates Israel, 20.12.11)


Jugendliche reinigen Moschee

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Religiöse und säkulare jüdische Jugendliche aus Ma´ale Adumim haben am 19. Dezember die Jerusalemer Moschee gereinigt, die vergangene Woche bei einer sogenannten “Preisschild-Aktion” mit Hassparolen beschmiert worden war.
Einer der Jugendlichen erklärte: “Juden haben niemals Gebetshäuser verschandelt, und wir werden das auch jetzt nicht zulassen”.
Ein Rabbiner, der die Gruppe begleitete, fügte hinzu: “Wir haben nicht die Absicht, mit irgendjemandem aneinanderzugeraten, doch wir erheben unsere Stimme gegen die Radikalisierung in der israelischen Gesellschaft.”    (Ynet, 19.12.11)


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