Österreichisch-Israelische Gesellschaft



Öffentliche Meinung in Europa

Umfrage zeigt Veränderung in der öffentlichen Meinung in Europa

Über Jahre hinweg gingen die Meinungen über das Thema Israel in der Welt weit auseinander: Bekanntlich zeigten US-Amerikaner eher Verständnis und Unterstützung für Israel, während sich Europäer tendenziell misstrauisch oder feindlich über den jüdischen Staat äußerten. Umfragen, die in den vergangenen Wochen im Auftrag des Außenministeriums durchgeführt wurden, weisen auf eine Veränderung in der öffentlichen Meinung in Europa hin.


Meinungsforscher führten in den drei einflussreichsten EU-Mitgliedstaaten (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) kürzlich eine Umfrage durch und kamen zu dem Ergebnis, dass die Europäer nicht mehr der Meinung sind, dass der Ursprung aller Probleme im Nahen Osten im arabisch-israelischen Konflikt liegt, sondern im Konflikt zwischen radikalislamischen und moderaten Staaten in der Region.

Die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Außenministerium stellte nun die Ergebnisse der Umfragen vor. Die Studien wurden von unabhängigen Forschungsinstituten durchgeführt. Ziel war, herauszufinden, inwiefern der zweite Libanonkrieg die öffentliche Meinung in Europa beeinflusste. Das Ergebnis war auffallend: Mindestens 45 Prozent der Teilnehmer sagten, das zentrale Problem im Nahen Osten sei ihrer Meinung nach der Kampf der radikalen Bündnispartner (Iran, Syrien, Hisbollah und die Hamas) gegen die moderaten Staaten wie Ägypten und Jordanien. Nur 30 Prozent nannten den arabisch-israelischen Konflikt als Hauptursache für die Spannung im Nahen Osten, eine Meinung die vor dem Krieg noch eine Mehrheit der Europäer vertreten hatte.

Die Ergebnisse der Meinungsumfragen werden in der kommenden Woche bei einer Konferenz in Anwesenheit aller israelischen Botschafter in europäischen Ländern vorgestellt. (Maariv, 20.12.06)

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