Bauskandal in Jerusalem aufgedeckt

Wie die israelische Tageszeitung Haaretz unter Berufung auf die Geowissenschafter Dr. Simon Emmanuel und Yael Levenson von der Hebräischen Universität in Jerusalem berichtet, wurde Herodes der Große beim Bau des Zweiten jüdischen Tempels ab 21/20 v.Chr. von seinen Baumeistern kräftig übers Ohr gehauen. 
Eine Analyse der Steinquader an der Western Wall ergab einen verschieden starken Erosionsgrad an den einzelnen Blöcken. Ursache dafür dürfte sein, dass immmer wieder Steine minderer Qualität aus anderen (günstigeren) Steinbrüchen angeliefert wurden.
Dass der Betrug erst jetzt aufflog ist allein der Tatsache zu verdanken, dass damals eine genaue Analyse der Molekularstruktur noch nicht möglich war und es fast 2000 Jahre dauerte, bis die Erosionsschäden an dem minderwertigen Baumaterial zutage traten.
Demzufolge ist ein Regressanspruch an die Baustofflieferanten, die mutmasslich mit den verantwortlichen Baumeistern unter einer Decke steckten, verjährt.
Nach Auskunft des Chefrabbiners der Western Wall ist nach Rücksprache mit den Wissenschaftlern die Statik der Klagemauer und somit des Tempelberges nicht betroffen.
Es sieht halt nicht so schön aus, wenn einzelne Quader an der Oberfläche schneller verwittern und die Ritzen dazwischen etwas größer sind. Andererseits scherzen manche, bleibt nun mehr Platz Zettelchen mit Wünschen in die Spalten zu stecken. Beste Wünsche kann Israel in der derzeitigen Situation ohnehin gebrauchen….
(tem)

Comments are closed.