Die deutsche Sprache und österreichische Kultur in Israel- wo stehen wir heute?

Die Botschaft des Staates Israel in Kooperation mit dem Jüdischen Museum und Christen an der Seite Israels- Österreich lädt ein zu einem Vortrag von Cathrin Shalev am Sonntag, 26. August 2012 , um 11:00 Uhr in das Jüdische Museum (Dorotheergasse 11, 1010 Wien) ein.

Cathrin Shalev ist Deutschlehrerin für das Zentralkomitee der Juden aus Österreich in Israel und verantwortlich für die Deutschkurse in Nordisrael. Die Kurse werden unterstützt vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur in Wien (BMUKK). Darüberhinaus ist  sie Koordinatorin und administrative Leiterin des 2007 vom DAAD an der Universität Haifa eingerichteten Haifa Center for German and European Studies (HCGES), Vorstandsmitglied der Haifa Stiftung, Übersetzerin und Initiatorin des Projekts „Deutsche Sprache für Schulkinder“ in Haifa.

Der Vortrag möchte das Thema „Die deutsche Sprache und österreichische Kultur in Israel sowie die Frage nach dem Stand der Dinge heute“ aus zweierlei Hinsicht beleuchten: Zum einen bietet der Vortrag Fakten zur Entwicklung der deutschen Sprache und der österreichischen Kultur in Israel im Allgemeinen sowie Nordisrael im Besonderen. Zum anderen möchte er den Wandel der Einstellung gegenüber der deutschen Sprache und Kultur der deutschsprachigen Länder und insbesondere Österreich aus ganz persönlicher Sicht darstellen.

Als gebürtige Deutsche mit israelischer und deutscher Staatsbürgerschaft, ehemalig protestantischer Religionszugehörigkeit, seit 1990 in Israel lebend, 1991 zum Judentum konvertiert, Mutter dreier in Israel geborener Jungen, von denen bereits einer im israelischen Militär dient, seit 2007 für eine österreichische Institution unterrichtend und für eine deutsche Organisation in Israel arbeitend, lebt Cathrin Shalev tagtäglich in unterschiedlichen Sprachen und Kulturen und wird fortwährend mit deren Gemeinsamkeiten und vor allem deren Unterschieden konfrontiert, die es zu vermitteln gilt. Es ist ihr ein grosses Anliegen, das Verständnis der Menschen dieser Länder und Kulturen füreinander zu stärken.

Nachdem in der Vergangenheit die deutsche Sprache und Kultur ausschließlich mit der Shoa, sprich negativen Assoziationen in Verbindung gebracht wurde, ist in den vergangenen Jahren eine Lockerung und ein Wandel hin zum Positiven festzustellen. Über Ski- und Radurlaube sowie Geschäftskontakte nach Österreich und Deutschland lernen zahlreiche Israelis auch die positiven Seiten der deutschen Sprache und Kultur kennen, so dass sich die Anzahl der Deutschlernenden in den vergangenen Jahren verzehnfacht hat, denn „man darf jetzt wieder Deutsch sprechen und sogar lernen- es ist kein Tabu mehr“. Dieses Momentum nun gilt es aufzugreifen und der breiten Öffentlichkeit und vor allem den Kindern und Jugendlichen in Israel die positiven Seiten der deutschen Sprache und Kultur aufzuzeigen.       Botschaft des Staates Israel, Cathrin Shalev