Drei Palästinenser wegen Mordes hingerichtet

Die Hamas hat am 17. Juli im Gazastreifen drei verurteilte Mörder hingerichtet. Im Widerspruch zum palästinensischen Gesetz hatte sie die Exekutionen nicht von Präsident Mahmud Abbas genehmigen lassen.

Laut einer Mitteilung des Innenministeriums der Hamas in Gaza wurden die drei Palästinenser gehängt. Einer von ihnen habe einen Cousin ermordet, der zweite eine Verwandte und der dritte den Dieb seines Mobiltelefons. Die Hinrichtungen seien „im Einklang mit unserer Religion und den Bestimmungen des palästinensischen Gesetzes“ vollstreckt worden.

Seit der gewaltsamen Machtübernahme der Hamas vor fünf Jahren wurden im Gazastreifen 30 Todesurteile ausgesprochen und 14 Menschen hingerichtet. Die meisten Palästinenser wurden der Kollaboration mit den israelischen Sicherheitskräften angeklagt. Das palästinensische Gesetz verlangt es, dass der Präsident diese Urteile unterzeichnet. Doch die Hamas handelt nach ihrem eigenen Justizsystem, ohne Rücksprache mit Abbas zu halten, schreibt die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“.   inn