Erleichterungen Israels zum Ramadan zu Anschlag genutzt

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 8. Juni 2016

Im Tel Aviver Vergnügungszentrum Sarona, einem ehemaligen Templerdorf, hat es gegen 20 Uhr MEZ einen Anschlag gegeben. Die Rettungsdienste melden 9 Verletzte durch Schusswunden, darunter eine tödlich verletzte Person. Gemäß Augenzeugen habe sich mindestens ein Schütze, verkleidet als ultraorthodoxer Jude, unter die Menschen gemischt und mit einem langen Maschinengewehr in die Menge geschossen. Der Schütze wurde von Polizeikräften „neutralisiert“. Es gab weitere Verletzte außerhalb des Sarona-Geländes, deshalb wird noch nach weiteren Schützen gesucht.
Im Augenblick gibt es keinerlei Hinweise auf die Identität des Schützen oder weiterer Täter.
Die verwendete Waffe sei ein Schnellfeuergewehr namens „Carlo“, das sehr verbreitet im Westjordanland sei und dort hergestellt werde. Zuletzt wurde es bei einem Terroranschlag am Damaskustor verwendet.
Eine Stunde nach dem Vorfall redet die Polizei von einem Terroranschlag. Zwei Täter seien „neutralisiert“ oder verhaftet worden.
Militärreporter berichten, dass Israel wegen des Ramadan Erleichterungen beschlossen habe. So hätten möglicherweise auch die Täter von Tel Aviv „kein Problem“ gehabt, nach Israel zu wechseln.

(C) Ulrich W. Sahm

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