UN-Vertreterin veröffentlicht Foto-Manipulation

Der Krieg im Süden Israels und im Gazastreifen wird ebenso in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook ausgetragen. Pro-palästinensische Bewegungen haben es geschafft, die Thematik „Israels Angriffe auf den Gazastreifen“ auf die ranghöchsten Plätze bei Twitter zu drängen. Die meisten Rückmeldungen zu dem Thema bekam ein Bild auf Twitter, das ein kleines blutüberströmtes Mädchen in den Händen eines Mannes zeigt. Darunter war beschrieben, „wie ein kleines Palästinensermädchen bei israelischen Luftangriffen getötet wurde“. Internetprofis haben entdeckt, dass das Bild  vonReuters aus dem Jahr 2006 stammt und das Mädchen bei einem Unfall auf einem Spielplatz  – sie stürzte von der Schaukel – ums Leben gekommen ist. Mehr im Blog der israelischen Armee: http://www.idfblog.com/2012/03/12/photos-gaza-aerial-strikes-proven-false/

 

Auch eine UN-Vertreterin veröffentlichte dieses Foto unter falschen Angaben
Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor, hat gefordert, die UN-Vertreterin ihres Amtes zu entheben. Grund: Khulood Badawi hatte ebenfalls das Foto von dem blutüberströmten Mädchen in den Armen ihres Vaters auf ihrer Twitter-Seite veröffentlicht und angegeben, dass dies während den aktuellen Eskalationen im Gazastreifen aufgenommen wurde. Khulood Badawi arbeitet im Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), eine Abteilung des UN-Sekretariats. Sie kommentierte das Foto auf Englisch: „Palästina blutet. Ein weiteres Kind von Israel getötet… Ein weiterer Vater trägt im Gazastreifen sein Kind zu Grabe“.

Prosor sandte daraufhin einen Brief an Valerie Amos, die Untergeneralsekretärin für humanitäre Angelegenheiten, und äußerte seine „Empörung“ über Badawis Verhalten. Obwohl der Twitter-Eintrag „überdeutlich falsch“ sei, wurde er trotzdem der Top-Tweet des Tages im Zusammenhang mit Gaza.

Prosor in seinem Schreiben: „Wir sehen hier, wie eine OCHA-Informationsvertreterin direkt in das Verbreiten von Falschinformation verwickelt ist. (Â…) Wenn das Verhalten eines OCHA-Mitarbeiters so extrem von der Verantwortung, unparteiisch zu sein, abweicht, dann wird die Integrität der gesamten Organisation zerfressen.“ Die Glaubwürdigkeit der Organisation werde bereits jetzt in der israelischen Öffentlichkeit stark angezweifelt. Dieses Vorgehen beschädigt laut Botschafter nicht nur das erwartete Verhalten eines UN-Mitarbeiters. Zudem sei Badawi „aktiv in die Dämonisierung von Israel, einem Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen verwickelt. Solche Aktionen tragen zu Anstiftung, Konflikt und letztlich zu Gewalt bei.“

Eine Sprecherin der OCHA in Jerusalem sagte laut des Berichts, sie sei nicht befugt diesen Vorfall zu kommentieren und verwies auf das Büro der Organisation in New York. Die dortige Sprecherin wusste nach eigenen Angaben zum aktuellen Zeitpunkt noch nichts über einen Brief von Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen. inn

Weitere Foto-Manipulationen: http://elderofziyon.blogspot.com/2012/02/fake-photo-of-soldier-stepping-on-girl.html und http://www.holesinthenet.co.il/archives/37414

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