Jom Ha’azmauth

300 years old - 60 years young
Mit der Gründung des Staates Israel – heute, vor 65 Jahren – wurde die erste rechtstaatliche und parlamentarische Demokratie im Nahen Osten etabliert. Wiewohl Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, der Irak und Syrien dem jungen und aus der Asche des Holocaust heraus entstandenen jüdischen Staat noch in der Gründungsnacht den Krieg erklärt hatten und in etlichen weiteren Kriegen die Vernichtung Israels verfolgten, gelang es Israel nicht nur Stärke und Verteidigungskraft zu entwickeln, sondern vor allem über Jahrzehnte der Bedrohung hinweg, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu erhalten.

Während im sogenannten arabischen Frühling um fundamentale bürgerliche Freiheiten gerungen wird, gleichzeitig aber auch das Schwert einer radikalen Islamisierung über der Region schwebt, steht der Staat Israel bis heute als die bislang einzige funktionierende und erprobte Demokratie des Nahen Ostens da; als ein Land, in dem die Freiheit der Medien gesetzlich verankert ist, in dem Menschenrechte bei einem unabhängigen Oberstern Gerichtshof verteidigt werden können, in der Frauenrechte staatlich gewährleistet sind, Andersgläubige keiner Verfolgung ausgesetzt und gleichgeschlechtliche Liebe offen gelebt werden kann. Das alles unterscheidet den Staat Israel von etlichen seiner Nachbarn und Feinde.

Die Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 ist – weithin anerkannt – nicht von losgelöst von jenen Entwicklungen in Europa zu verstehen, die ausgehend vom Deutschen Reich sowie dem angeschlossenen Österreich, ihren schrecklichen Höhepunkt in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern von Ausschwitz, Majdanek, Belzec, Sobibor und Treblinka fanden.

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