Le Olam lo od – Nie wieder!

Yom HaShoah - Die Fahnen wehen auf Halbmast

Jom Haschoah – Holocaust-Gedenktag in Israel

Nach jüdischer Tradition beginnt der Tag mit Sonnenuntergang am 27. Nissan des jüdischen Kalenders und endet am folgenden Abend. Ursprünglich wurde als Datum der 14. Nissan vorgeschlagen, das Datum des Aufstandes im Warschauer Ghetto (19. April 1943), dies wurde aber schließlich verworfen, da dies nur einen Tag vor dem Pessach-Fest ist. Das jetzige Datum liegt genau acht Tage vor Jom haAtzma’ut, dem israelischen Unabhängigkeitstag.

Jom haScho’a wurde unter David Ben Gurion und Jitzchak Ben Tzwi 1951 eingeführt und 1959 per Gesetz verabschiedet. Seit 1989 werden im israelischen Parlament (in Kooperation mit Yad Vashem) unter dem Motto “Jeder Mensch hat einen Namen” die Namen von Opfern der Judenvernichtung verlesen

Zur Eröffnungszeremonie am Abend werden sechs Fackeln entzündet, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust stehen. Der nächste Morgen beginnt mit Gedenkveranstaltungen in Yad Vashem. Im gesamten Land heulen am 19. April 2012, um 10 Uhr für zwei Minuten die Sirenen. Der öffentliche Nahverkehr und auch alle anderen Fahrzeuge halten an, die meisten Passanten bleiben schweigend stehen.

Während Jom haScho’a sind sehr viele öffentliche Einrichtungen in Israel geschlossen, im Fernsehen und Radio laufen keine Unterhaltungssendungen, sondern Trauermusik oder Dokumentationen zum Holocaust. Alle Fahnen wehen auf Halbmast.

Heute leben noch etwa 200.000 Überlebende des Holocaust in Israel, etwa 70.000 davon waren in Konzentrationslagern und Ghettos.

 

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