Leserbrief

Die Tageszeitung „Die Presse“ veröffentlichte(27.08.2015) einen Leserbrief des Präsidenten der östereichisch-Israelischen Gesellschaft/Kärnten zu Berichten über ein geplantes Museum u.a. zur „Vertreibung“ der Palästinenser im Westjordanland…

„Die im Artikel getroffene Aussage, dass am 15. Mai 1948 die Palästinenser vertrieben worden waren, ist geschichtlich nicht korrekt.
Am 15. Mai 1948 haben die arabischen Staaten (Ägypten, Saudiarabien, Transjordanien, Libanon, Irak und Syrien) gemeinsam den am 15. Mai ausgerufenen Staat Israel angegriffen und wurden zurückgeschlagen, wobei die palästinenser größtenteils geflohen sind – ähnlich den deutchen aus Ostpreußen und Polen. Die Staatsgründung Israels beruhte auf einem Beschluß der UNO.
Gebietsgewinne sind bei Kriegen durchaus üblich, man denke nur an den II.Weltkrieg, der auch von Deutschland vom Zaun gebrochen wurde, dafür musste es in einem Friedensvertrag auf Königsberg und Ostpreußen verzichten.“
Dr. Ulrich Habsburg-Lothringen, Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft/Kärnten

Am 25. August 2015 berichteten die „Presse“ und andere Tageseitungen in Österreich über die bevorstehende Eröffnung eines „Palästinensischen Museums für Kunst und Geschichte“. Ab 15. Mai 2016 soll über die „Vertreibung“ der Vorfahren der Palästinenser, der sogenannten Nakba und ein Rückblick über 200 Jahre „Palästinenser“ gegeben werden. Standort wird die Bir Zeit Universität im Westjordanland sein, finanziert wird das Museum von der palästinensischen NGO „Welfare Assoziation“.