OECD: Israelische Landwirte verbrauchen am wenigsten Wasser

Eine gemeinsame Studie der Welternährungsorganisation und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat gezeigt, dass Israel weltweit die Nummer eins beim wirtschaftlichen Einsatz von Wasser in der Landwirtschaft ist.

Der Bericht geht ausführlich auf die Perspektiven der Landwirtschaft weltweit für die nächsten vierzig Jahre ein und führt an, dass gerade der Wasserverbrauch für eine Verbesserung der Erträge eine große Rolle spielt. Im Bericht heißt es, Israel sei „weltweit führend in der Technologie der Tröpfchenbewässerung* vor allem in Dürre-Gebieten“ und auch in anderen Technologien.
Noch vor dreißig Jahren verwendeten die Landwirte  70% aller Wasserquellen im Land. Heute seien es nur noch 52%. Ein großer Anteil davon ist darüber hinaus wiederaufbereitetes Brauchwasser, also kein Grundwasser. Haaretz

 
*Die moderne Tröpfchenbewässerung, die inzwischen weltweit angewandt wird, begann in Israel mit einer Beobachtung des israelischen Ingenieurs Simcha Blass: Er bemerkte einen Baum in der israelischen Wüste, der größer und besser gewachsen war als die benachbarten Bäume, und stellte fest, dass dieser Baum Wasser von einer undichten Wasserleitung bekam. Heute wird Netafim, die Firma, die 1965 gegründet wurde, um die Idee von Simcha Blass auf den Markt zu bringen, weltweit als Pionier der Tröpfchenbewässerung betrachtet. Sie hat die landwirtschaftliche Industrie revolutioniert und betreibt Bewässerungssysteme in 112 Ländern mit 13 Firmen und 2.400 Angestellten in der ganzen Welt.