Schalom 44/2.2011

Aus dem Inhalt
- In Reichweite der Raketen
- Der Kerem Shalom-Übergang
- Durban - fast alle Dinge sind drei
- Rothschild ist nicht Tahrir
- Sozialer Druck und Gedächtnis

Aus dem Inhalt
Die ÖIG gratuliert Prof. Dan Shechtman vom Technion in Haifa zum Nobelpreis für Chemie 2011. Er ist bereits der Dritte in einer Reihe erfolgreicher Chemiker am Technion für den höchsten Preis in der Wissenschaft.
Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG) verurteilt die heutigen Anschläge bei Eilat scharf. ÖIG-Vizepräsident Richard Schmitz: “Wir gedenken der Opfer und sind erschüttert vom menschlichen Leid, das diese neuerlichen Morde hervorrufen. Politisch”, so Schmitz, “sei festzuhalten, dass der Terror offenbar auf der Tagesordnung bleibe und die Sicherheit der Menschen in Israel nicht gewährleistet werden könne. Unter diesen Vorzeichen sei keinesfalls an die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch die Vereinten Nationen zu denken.”
Vor diesem Hintergrund fordert die ÖIG die österreichische Bundesregierung auf, allfälligen Bestrebungen um Anerkennung eines palästinensischen Staates im Rahmen der Vereinten Nationen entschieden entgegen zu treten. Schmitz: „Die Anerkennung eines palästinensischen Staates unter diesen Umständen bringt keinen Frieden und löst keine Probleme. Vordringliches Ziel muss vielmehr sein, greifbare Ergebnisse im Friedensprozess zu erzielen und Sicherheit für die Menschen zu gewährleisten.“
Der Graphiker und Maler Commendatore Prof. Mag. art. Ernst Degasperi, Mitglied des DÖW-Kuratoriums sowie langjähriger Freund und Förderer des DÖW, starb am 17. Juli 2011 im Alter von 84 Jahren.
Prof. Degasperi war mit der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft auf das engste verbunden. Wir verdanken ihm so manches Titelblatt unserer Zeitschrift Schalom. Unser Mitgefühl gehört seiner Witwe. Er ruhe in Frieden.
Prof. Dr. Jonny Moser, Historiker, Zeitzeuge, Mitbegründer des DÖW und seit 1964 Mitglied des DÖW-Vorstands, starb am 23. Juli 2011 im 86. Lebensjahr.
Mit Jonny Moser, einem Überlebenden des Holocaust, verbindet mich nicht nur die gemeinsame Arbeit für das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) sondern auch die Bezirkspolitik. Er war lange Jahre Bezirksrat für die SPÖ in der Inneren Stadt. In seiner ruhigen, aber konsequenten Haltung war er immer ein verlässlicher Partner. Der Verlust trifft alle, die sich dem “niemals vergessen!” verschrieben haben.
Richard Schmitz
Am 28. Mai 2011 fand in Wien ein Arbeitsgespräch mit der Deutsch-Israelischen Gesllschaft und der Gesellschaft Schweiz-Israel statt. Die drei deutschsprachigen Gesellschaften werden in Zukunft enger zusammenarbeiten.
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