Presseaussendung der ÖIG zum antisemitischen „Al-Quds“-Tag

Al-Quds-Aufmarsch ist Hassdemo und Schande für Wien

ÖIG unterstützt IKG-Forderung nach Verbot – Wer Zerstörung eines befreundeten Staates fordert, steht außerhalb des Verfassungsbogens
Politik / Gesellschaft / Terrorismus / Islamismus / Sicherheit

30.06.2016, 12:12 | OTS0151 | Österreichisch-Israelische Gesellschaft

Al-Quds-Aufmarsch ist Hassdemo und Schande für Wien

ÖIG unterstützt IKG-Forderung nach Verbot – Wer Zerstörung eines befreundeten Staates fordert, steht außerhalb des Verfassungsbogens

Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft mit Präsident SPÖ-LTAbg. Peter Florianschütz an der Spitze unterstützt das breite Bündnis „Gegen den Al-Quds-Tag in Wien“, das am Samstag, den 2. Juli, ab 15 Uhr, am Bundesländerplatz/Mariahilfer Straße zur Kundgebung „Kein Platz für Antisemitismus!“ aufruft. Das Bündnis besteht aus jüdischen, christlichen, kurdischen, antifaschistischen, grünen, sozialdemokratischen, Studenten- und LGBT-Organisationen und wendet sich gegen den zeitgleichen „Quds-Marsch“.

„Weiterhin steht die dringende Frage eines Verbots des antisemitischen und islamistischen Quds-Marsches im Raum. Die ÖIG unterstützt die heutige Forderung von IKG-Präsident Deutsch. Der Quds-Aufmarsch ist eine Hassdemo mit leicht durchschaubarem Friedensmäntelchen und eine Schande für Wien. Wer die Zerstörung des befreundeten Staates Israels fordert, steht klar außerhalb des Verfassungsbogens und trägt auch nichts zur einer friedlichen Zwei-Staaten-Lösung bei“, erklärt ÖIG-Präsident Florianschütz in Hinblick auf das ideologische Umfeld der Initiatoren.

Der so genannte Al-Quds-Tag wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Khomeini als politischer Kampftag für Zerstörung Israels eingeführt. Der am Ende des Ramadan mittlerweile weltweit inszenierte Quds-Marsch wird am 2. Juli auch in Wien von Anhängern des iranischen Regimes organisiert. Einer der größten regelmäßig stattfindenden islamistischen Aufmärsche, bei dem es jedes Jahr antisemitische und antiisraelische Parolen wie „Kindermörder Israel“ gibt, wird mitten durch Wien ziehen. Dabei wird die Fahne der vom Iran finanzierten Terrororganisation Hisbollah mitgeführt, die weltweit für tödliche Anschläge verantwortlich ist und an Assads blutigem Krieg in Syrien beteiligt ist. Das Innenministerium registrierte in der Vergangenheit bei Quds-Märschen auch Dschihadfahnen und antisemitische Transparente wie „Boykottiert das 4. Reich Zionisten = Nazis“ mit Abbildung eines Davidsterns, der zum Hakenkreuz abgeändert wurde.

„Sollte der Aufmarsch tatsächlich stattfinden, fordern wir die Wiener Polizei zum sofortigen Einschreiten bei antisemitischen und volksverhetzenden Sprüchen auf. Die Verwendung von Symbolen und Fahnen der Hisbollah und anderer Terrororganisationen sollte zudem verboten werden. Gegenüber Antisemitismus darf es keine Toleranz und kein Wegschauen geben“, so Florianschütz abschließend.

Rückfragehinweis:
Mag. Hans-Jürgen Tempelmayr
ÖIG-Generalsekretariat
Mail: office.oeig@gmail.com

 

 

 

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