Presseaussendung (inkl. Reaktionen!): ÖIG bestürzt über Bundespräsident Fischers anti-israelische Parteinahme

Antisemitische Umtriebe in Österreich sind eindeutig zu verurteilen
Wien (OTS) – 25.08.2014 -ÖIG

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft zeigt sich bestürzt über die parteiische Haltung des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer im gegenwärtigen Konflikt zwischen der Hamas und Israel. Sonst stets um die österreichische Neutralität besorgt, lässt Fischer ausgerechnet bei diesem Konflikt jegliches Bemühen um Objektivität vermissen.

Zu den Äußerungen von Fischer beim Forum Alpbach nimmt ÖIG-Präsident Richard Schmitz Stellung: „Die israelische Militäroperation gegen die Hamas ist die Antwort auf die massiven Raketenangriffe auf Israel aus Gaza. Israel hat die Besatzung des Gazastreifens 2005 beendet. Seitdem feuerten die Hamas und andere Terrorgruppen von dort über 11.000 Raketen auf Israel. Der Staat Israel hat das Recht, sich gegen Angriffe auf sein Territorium zu verteidigen und seine Bürger zu schützen. Dieses Recht ist vom österreichischen Bundespräsidenten nicht anzuzweifeln und schon gar nicht mit der Aggression der Hamas auf eine Stufe zu stellen.“

Das Ziel der Hamas ist laut eigener Charta die Vernichtung Israels und die Ermordung aller Juden. In ihrer Charta schwört sie auf Gewalt und lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Bei der Beurteilung der Opferzahlen ist zu berücksichtigen, dass die Hamas alles daran setzt, die Zahl der zivilen Opfer auf beiden Seiten möglichst zu erhöhen. „Die Hamas feuert nicht nur absichtlich auf israelische Zivilisten, sondern versteckt sich dabei hinter der palästinensischen Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilder – ein doppeltes Kriegsverbrechen. Dazu kein Wort der Kritik von Fischer. Das ist fürwahr eine ‚beträchtliche, wenn nicht extreme Unverhältnismäßigkeit‘. Die aktuellen österreich- und europaweiten antisemitischen Übergriffe sind zudem eindeutig zu verurteilen und nicht durch Relativierungen zu verharmlosen. Es muss allen Demokraten in Österreich und Europa zu denken geben, wenn Juden bedroht vom Antisemitismus verstärkt aus Europa emigrieren“, so Präsident Schmitz abschließend.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140825_OTS0084/oeig-bestuerzt-ueber-bundespraesident-fischers-anti-israelische-parteinahme

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Reaktionen in österreichischen Medien

 

DIE PRESSE
http://diepresse.com/home/alpbach/3859770/OIG-kritisiert-Fischers-antiisraelische-Haltung?from=rss

ÖIG kritisiert Fischers „anti-israelische“ Haltung

25.08.2014 | 15:37 | (DiePresse.com)
Nach den Äußerungen von Bundespräsident Heinz Fischer, der in einer Rede am Sonntag das Vorgehen Israels im Gaza-Konflikt scharf kritisierte, hat sich die Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG) bestürzt gezeigt. Ausgerechnet in diesem Konflikt habe Fischer eine „parteiische Haltung“ und lasse „jegliches Bemühen um Objektivität vermissen“, so die ÖIG am Montag in einer Aussendung.

ÖIG-Präsident Richard Schmitz verteidigte das Recht Israels, sich gegen Raketenangriffe aus dem Gazastreifen zu wehren. Dieses Recht sei von Fischer „nicht anzuzweifeln und schon gar nicht mit der Aggression der Hamas auf eine Stufe zu stellen“. Die in dem schmalen Küstenstreifen herrschende radikal-islamistische Hamas feuere nicht nur absichtlich auf israelische Zivilisten, sondern verstecke sich dabei hinter der palästinensischen Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilder – „ein doppeltes Kriegsverbrechen“, empörte sich Schmitz. Präsident Fischer habe dazu „kein Wort der Kritik“ geäußert.

In seiner Rede vor Festpublikum im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach hatte Fischer am gestrigen Sonntag eine „beträchtliche, wenn nicht extreme Unverhältnismäßigkeit“ im Bezug auf die Zahl der Todesopfer seit dem Wiederaufflammen des Gaza-Konfliktes geortet. Zudem meinte er, dass sich Israel „zuletzt von einer Lösung des Konflikts eher entfernt als angenähert hat“.
(APA)

 

NEWS
http://www.news.at/a/fischer-kritik-israel

ÖIG kritisiert Fischers „anti-israelische“ Haltung
Nach den Äußerungen von Bundespräsident Heinz Fischer, der in einer Rede am Sonntag das Vorgehen Israels im Gaza-Konflikt scharf kritisierte, hat sich die Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG) bestürzt gezeigt. Ausgerechnet in diesem Konflikt habe Fischer eine „parteiische Haltung“ und lasse „jegliches Bemühen um Objektivität vermissen“, so die ÖIG am Montag in einer Aussendung.

ÖIG-Präsident Richard Schmitz verteidigte das Recht Israels, sich gegen Raketenangriffe aus dem Gazastreifen zu wehren. Dieses Recht sei von Fischer „nicht anzuzweifeln und schon gar nicht mit der Aggression der Hamas auf eine Stufe zu stellen“. Die in dem schmalen Küstenstreifen herrschende radikal-islamistische Hamas feuere nicht nur absichtlich auf israelische Zivilisten, sondern verstecke sich dabei hinter der palästinensischen Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilder – „ein doppeltes Kriegsverbrechen“, empörte sich Schmitz. Präsident Fischer habe dazu „kein Wort der Kritik“ geäußert.

In seiner Rede vor Festpublikum im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach hatte Fischer am gestrigen Sonntag eine „beträchtliche, wenn nicht extreme Unverhältnismäßigkeit“ im Bezug auf die Zahl der Todesopfer seit dem Wiederaufflammen des Gaza-Konfliktes geortet. Zudem meinte er, dass sich Israel „zuletzt von einer Lösung des Konflikts eher entfernt als angenähert hat“.

 

KURIER
http://kurier.at/politik/ausland/gaza-konflikt-unicef-rund-500-kinder-und-jugendliche-getoetet/81.979.898
Fischer Kritik
Bundespräsident Heinz Fischer kritisierte am Sonntagabend in einer Festrede im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach das Vorgehen Israels im Gazastreifen. Die Zahl der palästinensischen Opfer weise eine „beträchtliche, wenn nicht extreme Unverhältnismäßigkeit“ auf. Auch könne nicht jede Kritik an Israel „auf die Ebene des Antisemitismus gehoben werden“, so Fischer.

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG) zeigt sich indes empört über die Aussagen vom Bundespräsidenten. In einer Aussendungen bestärken sie das Recht Israels sich vor den Raketen der Hamas zu schützen und eine Antwort darauf zu geben. „Dieses Recht ist vom österreichischen Bundespräsidenten nicht anzuzweifeln und schon gar nicht mit der Aggression der Hamas auf eine Stufe zu stellen“, heißt es weiter.

Richard Schmitz, Präsident der ÖIG, äußert seine Kritik Richtung Fischer: „Es muss allen Demokraten in Österreich und Europa zu denken geben, wenn Juden bedroht vom Antisemitismus verstärkt aus Europa emigrieren.“

 

ORF
http://orf.at/stories/2243090/2243091/

(…) Fischer kritisiert Israel
Bundespräsident Heinz Fischer kritisierte in einer Rede das Vorgehen Israels im Gazastreifen. Die Zahl der palästinensischen Opfer weise eine „beträchtliche, wenn nicht extreme Unverhältnismäßigkeit“ auf. Zudem meinte er, dass sich Israel „zuletzt von einer Lösung des Konflikts eher entfernt als angenähert hat“. Auch könne nicht jede Kritik an Israel „auf die Ebene des Antisemitismus gehoben werden“, sagte Fischer vor Festpublikum im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach.

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG) übte Kritik an Fischer. Ausgerechnet in diesem Konflikt habe Fischer eine „parteiische Haltung“ und lasse „jegliches Bemühen um Objektivität vermissen“, so die ÖIG am Montag in einer Aussendung. ÖIG-Präsident Richard Schmitz verteidigte das Recht Israels, sich gegen Raketenangriffe aus dem Gazastreifen zu wehren. Dieses Recht sei von Fischer „nicht anzuzweifeln und schon gar nicht mit der Aggression der Hamas auf eine Stufe zu stellen“.

 

Vorarlberger Nachrichten
http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Aegypten-schlaegt-neue-Waffenruhe-vor;art391,1480824

 

(Zugriff 25.08.2014)

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Leserbrief/Karl Pfeifer, Presse Printausgabe 28.08.2014

Israelschelte des HBP

Von Karl Pfeifer

Bundespräsident Heinz Fischer (HBP) hat in einer Rede das Vorgehen Israels im Gazastreifen kritisiert. Die Zahl der palästinensischen Opfer weise eine „beträchtliche, wenn nicht extreme Unverhältnismäßigkeit“ auf. Auch könne nicht jede Kritik an Israel „auf die Ebene des Antisemitismus gehoben werden“, sagte Fischer am Sonntag vor Festpublikum im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach. [1]

Ursula Plassnik äußerte bereits 2007: „Die Hamas wird ihre Positionen ändern müssen… Ziel der EU ist es, dass sich die Hamas weiterentwickelt.“[2] Die Prophezeiungen der damaligen österreichischen Außenministerin, entsprachen den Illusionen, die man sich am Ballhausplatz über die palästinensische Filiale der Moslembrüder schon immer machte. Hamas entwickelte sich natürlich weiter, nur nicht so wie es die EU – die diese Terroristenorganisation indirekt großzügig subventionierte – vorsah, sie importierte Raketen und Waffen und baute mit den Materialien, die für den Bau von Wohnungen vorgesehen waren, Tunnel, die nach Israel führten.
Offensichtlich beanstandet der HBP, dass Israel seine Bürger schützt und sehr viel Geld in diesen Schutz investiert hat. Keine Kritik kam von ihm – soweit die Medienberichte stimmen – an der islamistischen Terrorgruppe Hamas, die sich stolz dazu bekennt, drei jüdische Jugendliche ermordet zu haben, was mit beigetragen hat den gegenwärtigen Konflikt auszulösen und die ihre Raketen aus Wohngebieten, Krankenhäusern und Schulen abschießt.
Nicht jede Kritik an Israel kommt aus dem Mistkübel des Antisemitismus, der vom HBP auf eine Ebene „gehoben“ wird. Wenn aber Horden von Demonstranten in Österreich „Israel Kindermörder“ rufen und auf Arabisch zum Judenmord aufrufen, wenn der Davidstern mit dem Hakenkreuz auf Postern gleichgestellt wird, dann kann man vom HBP erwarten, dass er nicht nur allgemein dafür eintritt „jede Form von Antisemitismus“ abzulehnen.

2)

Plassnik: Die Hamas wird ihre Positionen ändern, Interview von Christian Ultsch, Die Presse 31. März 2007

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