Emmanuel Nahshon zur Veröffentlichung Günter Grass

Zu Günter Grass´ Gedicht „Was gesagt werden muss“, das heute in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurde, erklärt der Gesandte der Botschaft, Emmanuel Nahshon:  „Was gesagt werden muss ist, dass es zur europäischen Tradition gehört, die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will.
Was auch gesagt werden muss ist, dass Israel der einzige Staat auf der Welt ist, dessen Existenzrecht öffentlich angezweifelt wird. So war es schon am Tag seiner Gründung, und so ist es auch heute noch.
Wir wollen in Frieden mit unseren Nachbarn in der Region leben. Und wir sind nicht bereit, die Rolle zu übernehmen, die Günter Grass uns bei der Vergangenheitsbewältigung des deutschen Volkes zuweist.“  

Emmanuel Nahshon ist Gesandter der Botschaft des Staates Israel in Berlin.    Botschaft des Staates Israel

Ein Antisemit als „Hoffnungsträger“ im Nahost-Konflikt?

Kommentar der anderen | Florian Markl, 02. April 2012 21:08

Warum ein Kurswechsel der Hamas Wunschdenken bleiben dürfte

Der Islam werde siegreich sein und die Führerschaft über die Welt wiedergewinnen. Bald werde der Tag kommen, an dem der prophezeite Sieg über die Juden wahr werde. Israel müsse vor dem sicheren Tod erniedrigt und gedemütigt werden. – So hört sich das an, wenn Khaled Meshaal, Chef des Politbüros der palästinensischen Hamas, spricht (Zitate aus einer Predigt im Februar 2006). Genau derselbe Meshaal wird im STANDARD vom 31.3. nun als möglicher „Hoffnungsträger für eine Wende im Nahost-Konflikt“ präsentiert, „die die endlose Abfolge von Gewalt und Gegengewalt endlich durchbricht“.

Als solchen sieht ihn zumindest Michael Bröning, Leiter des Jerusalem-Büros der sozialdemokratischen Friedrich Ebert Stiftung. In seinem Gastkommentar widmet sich Bröning dem Richtungsstreit, der seit einigen Monaten in der Hamas ausgefochten wird. Auf der einen Seite gebe es einen „konservativen Flügel der Hamas-Führung“, der durch Gaza-„Premier“ Ismail Haniyeh repräsentiert werde. Er stehe für eine „kompromisslose Haltung gegenüber Israel“, lehne Friedensverhandlungen mit Israel ab und wolle seinen Kampf bis zur „vollständigen Befreiung Palästinas“ fortsetzen. (…)

http://derstandard.at/1333185082293/Florian-Markl-Ein-Antisemit-als-Hoffnungstraeger-im-Nahost-Konflikt

http://www.mena-watch.com/?nID=71&Show=AnalyseImDetail&maID=54

Schule in Toulouse bekommt antisemitische E-Mails

Seit dem Anschlag hat die jüdische Schule in Toulouse zahlreiche Hass-E-Mails erhalten. Die meisten beziehen sich auf den israelisch-palästinensischen Konflikt und enthalten antisemitische Äußerungen.

Nicht nur E-Mails, sondern auch Anrufe erreichen die Ozar Hatora-Schule im südfranzösischen Toulouse. Davon berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Die Staatsanwaltschaft hat nun polizeiliche Ermittlungen angekündigt. Ein Großteil der E-Mails beinhaltet Aufrufe zum Mord an Juden. inn

Die große Abneigung. Wie antisemitisch ist Österreich?

Maximilian Gottschlich
Die große Abneigung. Wie antisemitisch ist Österreich?
Kritische Befunde zu einer sozialen Krankheit

Nahezu jeder zweite Österreicher glaubt, „dass die Juden die internationale Geschäftswelt beherrschen“ und jeder fünfte wünscht sich Politiker, „die ihre Stimme gegen den jüdischen Einfluss im Land“ erheben. Wie antisemitisch ist Österreich heute- 25 Jahre nach der Affäre Waldheim? Welcher Strategien bedient sich der neue Antisemitismus, der sich aus dem Nahost-Konflikt speist? Welche Rolle spielt dabei die Israel-Kritik der Medien? Und: Worin liegen die Schwierigkeiten der Aufklärung über Antisemitismus?

Der Kommunikationswissenschafter Maximilian Gottschlich versucht Antwort auf diese und andere grundlegende Fragen zu geben und ein differenziertes Bild über Kontinuität und Wandel antisemitischer Vorurteile seit 1945 in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung Österreichs zu zeichnen. Die große Abneigung liefert nicht nur epidemiologische Befunde zur »sozialen Krankheit« Antisemitismus- sie ist zugleich auch ein engagiertes Plädoyer dafür, dem destruktiven Potenzial des Antisemitismus deutlicher entgegenzutreten als bisher.

Maximilian Gottschlich -Geboren 1948 in Wien, seit 1983 Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Zahlreiche Studien und Veröffentlichungen u. a. zu Problemen der Kommunikationsgesellschaft, der Medienethik, des modernen Antisemitismus, des Verhältnisses von Religion, Medien und Gesellschaft. Langjährige Beschäftigung mit Fragen jüdisch-christlicher Verständigung und Spiritualität.

Textauszug: „Antisemitismus ist kein Thema wie jedes andere. Wer es dazu macht, wird seinem ihm innewohnenden moralischen Imperativ nicht gerecht. In Wahrheit gibt es letztlich nur ein einziges tragendes Motiv, sich mit Antisemitismus zu beschäftigen: ihm Widerstand entgegenzusetzen.“

„Juden-Hass ist tödliche Gefahr“

Autor Gottschlich warnt: Antisemitischer Virus kann in Österreich jederzeit ausbrechen

„Österreich hat eine antisemitische Immunschwäche“, sagt der Uni-Professor Maximilian Gottschlich. Im Interview mit NEWS spricht der Autor des neuen Buches „Die große Abneigung. Wie antisemitisch ist Österreich?“ zudem über den Amoklauf in Toulouse, Fehler von Bruno Kreisky und einen drohenden zweiten Holocaust.

http://www.news.at/articles/1212/510/322693/antisemitismus-juden-hass-gefahr