Austrian-Israeli Society – ÖIG about BDS Austria- Jerusalem Post (March 15th, 2017)

Stefan Schaden, a board member of the Austrian- Israeli Society, told The Jerusalem Post on Tuesday: “BDS has an antisemitic agenda and leads a campaign of demonization, delegitimization and double standards against Israel. At first glance, BDS Austria may appear to be an independent NGO. However, there is no such organization in the Austria’s Interior Ministry’s central register of associations.”

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Jerusalem Post: Vienna mayor wants BDS events cancelled

http://www.jpost.com/Diaspora/Vienna-mayor-wants-BDS-events-cancelled-in-city-funded-building-446230
Vienna mayor wants BDS events canceled in city-funded building
„We would like a cancellation,“ said the mayor’s spokesman when asked about the BDS activities in the city-subsidized Amerlinghaus building.
The city of Vienna seeks to pull the plug on the Boycott, Divestment, and Sanctions (BDS) events in early March in a municipal-funded building, a spokesperson for the mayor told The Jerusalem Post on Friday.

“We would like a cancellation,“ said the spokesman, Martin Ritzmaier, when asked about the BDS activities in the city-subsidized Amerlinghaus building.

He added that the city of Vienna has contacted the management of the Amerlinghaus cultural center to urge a cancellation of the BDS activities.

“The city of Vienna rejects boycott calls against the State of Israel and the association BDS-Austria receives no funding from the city of Vienna,” said Ritzmaier. Vienna’s mayor is the Social Democrat Michael Häupl.

According to a 2014 report in the newspaper Heute.at, the Amerlinghaus received 113,000 euros ($123,429) from the city of Vienna.

Vienna’s Jewish community, which has over 7,000 members, has banded together with a coalition of civil society groups fighting anti-Semitism that are slated to hold a rally against BDS-Austria events in March. The rally is titled “Against the anti-Semitic masquerade of ‘Israeli Apartheid Week.”’ The group’s website is titled “Boycott anti-Semitism.”

The organizers of the rally said that BDS Austria aims to “delegitimize the Jewish state.”

Two events organized by BDS-Austria are scheduled to place in the second week of March as part of the fringe anti-Israel “Apartheid Week” activities. Last year, anti-Israel week events occurred in Vienna for the first time.

The BDS-Austria event in the Amerlinghaus is titled “Dismantle Colonialism and Oppression within the Israeli Apartheid System.” The posting on the Amerlinghaus website states that the freelance Israeli translator Ofer Neiman, who lives in west Jerusalem, will speak about the Israeli BDS campaign “Boycott from Within.”

A second BDS-Austria event is a cooperation project with the group Women in Black in Austria to show the Israeli documentary film The Law in These Parts. According to the film’s website, the films addresses the question: “Can such an occupation be achieved within a legal framework that includes genuine adherence to the principles of the rule law?”

Women in Black in Austria advocate a breaking of Israel’s naval blockade of the Hamas-ruled Gaza Strip. The UN declared Israel’s blockade legal to prevent arms shipments to the EU and US-designated terrorist entity Hamas.

Lisa Grösel, a spokeswoman for the Amerlinghaus, told the Post that the “cultural center is anti-fascist and anti-racist, in which there is no place for anti-Semitism.”

She said “anti-Semitism is in no way an opinion, rather a deeply racist position.”

Pressed to answer if the Amerlinghaus views BDS as anti-Semitic, Grösel refused to respond.

The Simon Wiesenthal Center termed BDS “an anti-Semitic, anti-peace poison pill” in its 2013 report on the group.

Samuel Laster, an Israeli-born journalist who is editor-in-chief of the Vienna-based news website The Jewish, told the Post the BDS-Austria group will “attack Israel in the Armerlinghaus in an old anti-Semitic connotation: ‘Don’t buy from Jews!’ it was called in 1938. Today in 2016 it is called: Boycott Israel.”

BDS-Austria did not immediately respond to a Post query.

A spokeswoman for the president of the Austrian parliament informed The Jerusalem Post on Sunday that an event slated to honor Hedy Epstein – an anti-Zionist Jew, pro-BDS activist, and defender of Hamas – has been canceled.

„In consideration for the concerns against some of the participants, the Austrian parliament has cancelled the event ‚In Grandmother’s Words…The Fate of Women in the Second World War,'“ said spokeswoman Marianne Lackner.

25.02.2016

BDS Propaganda mit gefälschten Zitaten

Seltsame schweigsame Gestalten traten vor einer Veranstaltung des Center for Israel Studies und der ÖIG an der Diplomatischen Akademie auf  und hielten auf etwas abgenudelten Kartons erfundene Zitate in den Himmel….

Die Israel-Boykott-Bewegung: Antisemitismus und gefälschte Zitate

Die Israel-Boykott-Bewegung: Antisemitismus und gefälschte Zitate
6. Dezember 2015 – 24 Kislev 5776
Gibt es schon 400.000 oder ‚nur‘ 350.000 Todesopfer in Syrien, 12 oder 14 Millionen Flüchtlinge? Sunniten kämpfen gegen Schiiten, Christen und Yeziden werden ethnisch gesäubert, es flüchten Hunderttausende nach Europa. Nirgendwo im Nahen Osten außerhalb Israels werden elementare Menschenrechte respektiert. Nirgendwo in der arabischen Welt gibt es Gleichberechtigung für Frauen, nirgendwo dort werden Homosexuelle toleriert. Dennoch hat eine kleine Gruppe von Österreichern nichts Wichtigeres zu tun, als ausgerechnet den Boykott des jüdischen und demokratischen Staates Israel zu propagieren: Am vergangenen Mittwoch protestierten sechs junge Leute gegen einen an der Diplomatischen Akademie gehaltenen Vortrag der israelischen Historikerin Anita Shapira über David Ben-Gurion…

Von Karl Pfeifer

Die jungen österreichischen Israelfeinde, die nicht einmal den Mut hatten, ihr Flugblatt mit einem korrekten Impressum zu versehen, stellten nicht nur die fachliche Expertise der Wissenschaftlerin infrage, sondern „bezweifelten“ auch die „demokratische Grundhaltung“ der Vortragenden und der „OrganisatorInnen“ des Abends, also des Center for Israel Studies und der Diplomatischen Akademie. Bereits im Vorhinein, so war dem Flugblatt zu entnehmen, stand für die Aktivisten fest: „Die Veranstaltung dient weniger dem wissenschaftlichen Austausch und der politischen Debatte, als mehr der wiederholten Verbreitung von rassistischen und zionistischen Mythen.“

„Nationaler Sozialismus jüdischer Prägung“

Als Ben-Gurion nach Palästina gekommen sei, habe er die „gerade in Europa aufgekommene Idee eines nationalen Sozialismus mit jüdischer Prägung“ im Gepäck gehabt, den „sogenannten Zionismus“. [Hrvg. im Orig., K. P.] Nicht vorstellbar, dass die österreichischen Israelfeinde beispielsweise das Castro-Regime in Kuba oder den Chavismus in Venezuela als „nationalen Sozialismus“ bezeichnen würden – diese Diffamierung wird exklusiv gegen den jüdischen Staat gerichtet. Den Zionismus, die jüdische nationale Befreiungsbewegung, dergestalt mit dem Nationalsozialismus in Verbindung zu bringen, ist Ausdruck antisemitischer Gesinnung.

Als Kronzeuge diente, wie so oft, niemand anderer als der israelische Journalist Gideon Levy – der, obwohl er nicht Arabisch kann, in der Tageszeitung Haaretz als Fachmann für palästinensische Angelegenheiten fungiert. In einem seiner Artikel sah Levy die Zeit gekommen, um endlich Ben-Gurions „dunkle Seiten“ zu prüfen, und das sehen die jungen österreichischen Antisemiten genauso. Deshalb brachten sie einige angebliche Zitate, jedoch wohlweislich ohne Quellen zu nennen. Wie es Antisemiten über Jahrhunderte mit dem Talmud getan haben, aus dem sie allerlei gefälschte, sinnverdrehte und/oder aus dem Kontext gerissene Zitate brachten, so agieren diese jungen Österreicher, wenn es darum geht, den gehassten israelischen Staatsgründer zu verleumden.

Ein typisches Beispiel für BDS-Propaganda

Nehmen wir als Beispiel eines der Zitate, mit dem die Wiener Vertreter der „Boycott,-Divestment-and Sanctions“-Bewegung Ben-Gurion an den Pranger zu stellen versuchten:

„Wir müssen die Araber vertreiben und ihren Platz einnehmen“, soll Ben-Gurion also gesagt haben. Da die BDS-Aktivisten keine Quelle für diese angebliche Aussage angaben, will ich ein wenig behilflich sein: Die inkriminierte Passage stammt aus einem Brief Ben-Gurions an seinen Sohn Amos aus dem Jahr 1937. Tatsächlich lautet die englische Übersetzung: „We do not wish, we do not need to expel the Arabs and take their place. All our aspirations are built upon the assumption — proven throughout all our activity in the Land — that there is enough room in the country for ourselves and the Arabs.”

Ben-Gurion hatte also das genaue Gegenteil dessen geschrieben, was die Wiener BDS-Aktivisten ihm in den Mund legten: Statt der Aufforderung zu „ethnischen Säuberungen“ handelte es sich um einen Appell zum Zusammenleben mit den Arabern. Das inkriminierende angebliche Zitat ist eine schlichte Erfindung, darin aber typisch für den Wahrheitsgehalt dieser Art von Propaganda. Man beachte, dass die BDS-Aktivisten selbst mit Fälschungen operieren, sich aber erdreisteten, einer renommierten Historikerin wie Anita Shapira kurzerhand die fachliche Qualität abzusprechen.

BDS-Aktivist an „führendem Militärforschungszentrum“

Im weiteren Verlauf des Flugblatts war Erstaunliches über die Universität Tel Aviv (TAU) in Erfahrung zu bringen. Die sei nämlich ein „führendes Militärforschungszentrum“, an dem „palästinensische Studierende benachteiligt werden“. Warum dann ausgerechnet einer der Mitgründer der BDS-Bewegung, Omar Barghouti, an ebendieser Universität studiert, durften wir nicht erfahren. Dabei ist gerade dieser Fall typisch für die Absurditäten und die Doppelmoral von BDS: Während Barghouti um die ganze Welt reist, um Israel als Apartheidstaat zu diffamieren, profitiert er persönlich von dem Umstand, dass an der TAU selbstverständlich auch Araber studieren dürfen.

Die Wiener BDS-Aktivisten wärmten in ihrem Flugblatt die Mär von der gezielten „ethnischen Säuberung“ auf, die Israel 1948 unternommen habe. Und auch heute ziele die Politik Israels darauf ab, „das Leben der Palästinenser unmöglich zu machen“. Da heute rund 20 Prozent der Israelis Araber sind, muss Israel sich bei diesem angeblichen Vorhaben besonders dumm angestellt haben.

Als Beispiel diente der Brandanschlag im palästinensischen Duma vom vergangenen Juli, bei dem drei Menschen getötet wurden, darunter ein 18 Monate altes Kind. „Diese Gräueltat erfolgte nicht auf offiziellen Befehl der israelischen Armee, sondern von Extremisten – die jedoch kompromisslos von der israelischen Armee beschützt wurden / werden.“ So kompromisslos, dass in den vergangenen Tagen mehrere jüdische Israelis wegen ihrer vermutlichen Beteiligung an einem Terrorakt festgenommen wurden, der in ganz Israel aufs Schärfste verurteilt worden war. Das u. a. war auch in der von den österreichischen Israelfeinden zitierten Haaretz zu lesen – aber an der interessieren sie ja nur die anti-israelischen Tiraden eines Gideon Levy.

Keine Unterstützung für Israelfeinde durch Stadt Wien!

„Die Diplomatische Akademie Wien sollte den wissenschaftlichen und politischen Diskurs fördern. Sie sollte jedoch keinesfalls rassistische Institutionen hofieren, deren militärische und rassistische Logik nicht im Stande ist eine Perspektive basierend auf Gerechtigkeit zu entwickeln.“ [Fehlender Beistrich i. Orig., K. P.] Anders gesagt: Geht es nach den BDS-Aktivisten, sollte die Diplomatische Akademie also nicht israelische Gelehrte einladen, sondern israelfeindliche, von antisemitischen NS-Vergleichen durchsetzte und auf gefälschten Zitaten basierende Propaganda zur Diffamierung des jüdischen Staates betreiben. Warum das den Frieden befördern oder den Palästinensern helfen soll, bleibt ihr Geheimnis.

Eine Gruppe Österreicher, die kein anderes Ziel hat als die Bekämpfung des jüdischen Staates, kann sich – was ein wirklicher Skandal ist – im von der Stadt Wien subventionierten Amerlinghaus treffen. Eine Gruppe, die Israel als Apartheidstaat bezeichnet, den einzigen jüdischen Staat abschaffen möchte und nicht davor zurückschreckt, antisemitische Stereotypen zu benutzen, sollte weder direkt noch indirekt von der Stadt Wien gefördert werden.

© Karl Pfeifer