Israelische Autoren

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Uri Adelman (geb.1958) lebt in Tel-Aviv, ist der Herausgeber von Kriminalromanen für einen Verlag und unterrichtet Musikwissenschaften an der Universität von Tel-Aviv. Adelman hat vier Bücher über Computer publiziert. Seine erste Novelle, „Konzert für einen Spion und Orchester“, erschien 1993, und war für 3 Monate in den israelischen Bestsellerlisten. Seine zweite, enthusiastisch aufgenommene Novelle, „Verloren und Gefunden“, war ebenfalls ein Bestseller und wird zur Zeit für das Fernsehen verfilmt.

Shmuel Yosef Agnon (1888 i.Buczacz,Galizien-1970; eigentlich Shmuel Yosef Czaczkes; 1966 Nobelpreis) ist in einer reichen und urbanen Familie aufge-wachsen, in der die traditionelle jüdische Kultur ebenso gepflegt wurde wie die moderne europäische. Agnon schrieb zunächst in Jiddish und in Hebräisch, nach seiner Auswanderung in das damalige Palästina, im Jahre 1907, schrieb er nur mehr in Hebräisch.

Leah Aini (geb. 1962 in Tel-Aviv)- studierte Hebräisch und Literatur, hat ihre ersten Gedichte 1986 veröffentlicht, 2 Gedichtbände wurden mit Preisen ausgezeichnet. In ihren Gedichten und auch in ihren Prosastücken, beschreibt Aini die Armut im Süden Tel- Avivs, wo sie aufgewachsen ist.

Miriam Akavia (geb.1927 Krakau, Polen) Miriam Akavia überlebte die Shoa im Krakauer Ghetto, in Plaszow, Auschwitz und Bergen-Belsen. Sie kam 1946 nach Israel und arbeitete als Krankenschwester, nebenbei studierte sie Literatur und Geschichte an der Tel-Aviver Universität, später war sie im diplomati- schen Dienst tätig. 1975 erschien ihr erstes Buch, in dem sie ihr Leben beschreibt.

Gila Almagor (geb. 1939 im Mandatsgebiet Palästina, heute: Israel). Vier Monate vor ihrer Geburt war ihr Vater, ein Polizist der britischen Armee, von einem arabischen Scharfschützen erschossen worden. Als Gila Almagor 13 Jahre alt war kam sie ins Jugenddorf Hadassim, und erhielt dort eine zwei Jahre dauernde Ausbildung. Im Alter von 17 Jahren nahm sie Schauspielunterricht und zog dafür nach Tel Aviv. Nach der Schauspielschule studierte Gila Almagor zwei Jahre in New York. Anschließend trat sie in den führenden Theatern Israels auf. In ungefähr 40 Spielfilmen hatte Gila Almagor die Hauptrolle inne. Außerdem hatte sie eine eigene Radioshow und setzt sich für krebskranke Kinder ein. 2004 wurde ihr der Israel-Preis verliehen.

Aharon Almog (geb.1931, Tel-Aviv)- unterrichtet an einer israelischen High-School in Tel-Aviv Literatur, er veröffentlichte seine ersten Gedichte 1951, seine ersten Erzählungen erschienen 1959. Er wurde mit dem Brenner-Preis ausgezeichnet.

Ruth Almog (geb.1936 Petah Tikva) stammt aus einer orthodoxen Familie, die aus Deutschland einwanderte. Sie studierte Literatur und Philosophie und arbeitete als Lehrerin. Ab 1967 war sie Mitglied der Literaturabteilung bei Ha’aretz. Ihre ersten Erzählungen erschienen 1967, sie erhielt Preise für Kinderliteratur.

Nathan Alterman (geb.1910 in Warschau- gest. 1970) studierte Ackerbaukunde in Frankreich, kam 1925 nach Tel-Aviv, seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1931. Alterman veröffentlichte täglich politische Verse in Ha’aretz und später in der Arbeiterzeitung Davar. Er wurde durch seine Gedichte zu einem Sprecher für den Unabhängigkeitskampf der Juden, daher wurden auch zahlreiche Gedichte von der Britischen Mandatsmacht verboten. Er übersetzte zahlreiche Werke ins Hebräische, darunter auch Shakespeare und Moliere. Alterman erhielt sowohl den Israel Preis, wie auch den Bialik Preis. In Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Yehuda Amichai (geb. 1924 in Würzburg- 2000) stammt aus einer religiösen Familie, wuchs zweisprachig auf, Hebräisch und Deutsch. Er wanderte mit seiner Familie 1935 nach Palästina aus, wo er Literatur und Bibelkunde studierte. Amichai ist vor allem für seine Gedichte bekannt, die in 33 Sprachen übersetzt wurden, er hat aber auch Novellen und Erzählungen veröffentlicht. Amichai wurde mit dem Bialik Preis und dem Israel Preis ausgezeichnet.

Eli Amir (geb. 1937 Baghdad) kam 1950 mit seiner Familie nach Israel und wurde zum Studium in einen Kibbutz geschickt. Amir arbeitete sich von einem Nachrichtenüberbrin- ger im Büro des Premierministers bis zum Berater des Premiers in Arabischen Angelegenheiten hoch. In Israel ist er vor allem wegen seinen Vorträgen, Artikeln und seinen Auf- tritten in Radio und Fernsehen bekannt und auch wegen seinem semi-autobiographischem Buch „Der Taubenzüchter von Baghdad”.

Aharon Appelfeld (geb. 1932 Czernowitz, Rumänien) überlebte die Shoa und kam 1946 nach Israel. Er unterrichtet an der Ben-Gurion Universität, 1959 veröffentlichte er seine ersten Gedichte. Seine Novellen, Erzählungen und Essays wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, er gilt weltweit als einer der profundesten literarischen Erforscher der Shoa. Mit dem Israel-Preis ausgezeichnet.

Naim Araidi (geb. 1950 Kfar Mar’ar) lebt heute noch in dem Drusischen Dorf, in dem er geboren wurde. Er unterrichtet Literatur, Hebräisch und Erziehung an einem College in Israel, er ist außerdem der Generaldirektor des Zentrums für arabische Kinderliteratur in Israel. Einige seiner Gedichte sind in Deutsch erschienen.

David Avidan (geb. 1934 Tel-Aviv- 1995) begann bereits während seinem Studium Gedichte zu veröffentlichen. Er war einer der führenden Poeten in Israel und einer der Begründer der avant-gardistischen israelischen Poesie. Er erhielt den Abraham Woursell Preis der Wiener Universität. Einige seiner Gedichte sind in Deutsch erschienen.

Yossi Avni (Pseudonym) (geb. 1962 in Israel) war lange Zeit Offizier in der Israelischen Armee, bevor er Geschichte und Jus zu studieren begann. Er begann 1987 mit der Veröffentlichung von Romanen und hat zahlreiche Preise gewonnen.

 

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Shimon Ballas (geb. 1930 Baghdad) kam 1951 nach Israel, zu dieser Zeit war er Kommunist mit nicht-zionistischen Ansichten. Er veröffentlichte Essays und Erzählungen in der lokalen arabischen Presse. Seine erste hebräische Novelle erschien 1964. Er lebt in Tel-Aviv und lehrt arabische Literatur an der Haifa Universität.

Peretz-Dror Banai (geb. 1947 Gamishli, Syrien) ist in Aleppo aufgewachsen und besuchte eine protestantische Schule. Er kam 1962 mit seiner Familie nach Israel. Banai übersetzte und publizierte moderne arabische Poesie und Prosa. Einige Gedichte sind in Deutsch erschienen.

Hamutal Bar-Yosef (geb. 1940 Kibbutz Tel Yosef) Hamutal Bar-Yosef studierte Hebräische Literatur und veröffentlichte ihre ersten Gedichte 1960. Sie war Professorin an der Ben-Gurion Universität und unterrichtete Hebräische Literatur in Paris, Kiev, Moskau und New York. Bar-Yosef erhielt zahlreiche Preise. Einige Gedichte sind in Deutsch erschienen.

Yitzhak Bar-Yosef (geb. 1949 Tel-Aviv) studierte Jüdische Geschichte und Theaterwissenschaft, er arbeitet als Journalist bei einer Tageszeitung. Einige Erzählungen sind in Deutsch erschienen.

Yosef Bar-Yosef (geb. 1933 Jerusalem) stammt aus einer alteingesessenen israelischen, orthodoxen Familie. Er studierte Jüdische Philosophie, Kabbala und Englische Literatur. Seit 1963 konzentriert er sich auf das Schreiben von Theaterstücken. Seine Stücke werden nicht nur in den großen Theatern in Israel gespielt, sondern unter anderem auch in Moskau, Polen, Tschechien und Großbritannien.

Benny Barabash (geb. 1951 Beer Sheva) diente 11 Jahre in der Israelischen Armee, bevor er Geschichte zu studieren begann. Er hat Stücke und Filmdrehbücher geschrieben, darunter auch „Beyond the walls“, dieser Film wird als ein Meilenstein des Israelischen Films gesehen.

Asher Barash (geb. 1889 Lopatin, Galizien-1952) begann mit 13 in Jiddisch, Deutsch und Polnisch zu schreiben. 1908 begann er seine Werke in Hebräisch zu veröffentlichen, 1914 ging er nach Israel, wo er Hebräisch und Literatur unterrichtete. Er schrieb Gedichte und Prosa für Erwachsene und Kinder, Kritiken und übersetzte auch. Barash war aktiv bei der Gründung der hebräsichen Schriftstellervereinigung und gründete das bibliographische Institut, Genazim, das heute seinen Namen trägt.

Dvora Baron (geb. 1887 i. Belorussia-1956) begann bereits 1902 ihre ersten Erzählungen zu veröffentlichen, 1910 wanderte sie nach Palästina aus. Da sie mehrere Spachen fließend sprach, übersetzte sie unter anderem die Werke von Flaubert, Jack London und Tschechov. In ihrem Werk beschäftigt sie sich vor allem mit ihrer Kindheit in Lithauen, wo ihr Vater Rabbi im Shtettl war. Ihre Erzählungen sind 1951 in Deutsch erschienen.

Ortsion Bartana (geb. 1949 Tel-Aviv) studierte Literatur und Philosophie und unterrichtet Literatur. Bartana ist Vorsitzender der Hebräischen Schrifstellervereinigung und Herausgeber des Journals dieser Vereinigung. Er hat zahlreiche Preise gewonnen. Einige Gedichte sind in Deutsch erschienen.

Chaim Beer (geb. 1945) wuchs in einer orthodoxen Familie auf, begann 1966 als Korrekturleser beim Verlag Am oved, heute gehört er zu den Herausge- bern. Seit 10 Jahren hat er eine wöchentliche Kolumne in der Tageszeitung Davar. Er hat für seine Prosa und Poesie zahlreiche Preise erhalten.

Maya Bejerano (geb. 1949 Kibbutz Elon) lebt in Tel-Aviv, studierte neben Literatur und Philosophie, auch Violine und Flöte. Ihre Gedichte haben zahlreiche Preise gewonnen.

Dahn Ben-Amotz (geb. 1923 Polen-1989), eigentlich Moshe Tehilimzeiger, kam sehr jung nach Israel, diente in der Britischen Armee und im Unabhän- gigkeitskrieg in der Palmach. Er ist Schriftsteller, Journalist und eine nicht unumstrittene öffentliche Person, er gilt als einer der Schöpfer des „Sabre“-Image.

Yitzhak Ben-Ner (geb. 1937 Israel) studierte Literatur und Drama, schreibt Stücke, ist Journalist und Filmkritiker. Er begann bereits als junger Mann Erzählungen zu veröffentlichen, sein erstes Buch erschien 1967, er schreibt auch Kinderbücher. Ben-Ner erhielt zahlreiche Preise. Einige Erzählungen sind auch in Deutsch erschienen.

Moshe Ben-Shaul (geb. 1930 Jerusalem) stammt aus einer alteingesessenen israelischen Familie. Er studierte Malerei und Theatergeschichte in Frankreich. Ben-Shaul war der literarische Redakteur bei Maariv und israelischer Kulturattache in Paris. Er schreibt Poesie, Kurzgeschichten und Kinderbücher und ist Übersetzer. Einige Gedichte sind auch in Deutsch erschienen.

Avraham Ben-Yitzhak (geb. 1883 Galizien- 1950) erhielt sowohl eine traditionell jüdische, als auch eine sekulare Erziehung erhielt, studierte in Wien und Berlin, arbeitete am Jerusalemer Lehrerseminar und arbeitete bis 1938 am Hebräischen Lehrerseminar in Wien. Nach dem „Anschluß“ ging er nach Israel. Obwohl er zu Lebzeiten nur 12 Gedichte publizierte galt er als etablierter Poet in der modernen Hebräischen Poesie. In Deutsch ist eine Auswahl seiner Gedichte 1994 erschienen.

Micha Joesef Berdyczewski (später Ben-Gurion) (geb. 1865 in Podolia-1921) stammt aus einer chassidischen rabbinischen Familie. Seine literarische Arbeit wurde sein ganzes Leben lang vom Kampf zwischen modernen Ideen und jüdischer Tradition bestimmt. 0,Als er in Berlin lebte publizierte er in zahlreichen hebräischen Journalen, in Opposition zu Ahad Ha-Am und Herzl. Seine größten Erzählungen schrieb er nach dem ersten Weltkrieg. In Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Tamar Bergman (geb.1939 Tel-Aviv) studierte Englische Literatur und Französische Kultur, zunächst in Jerusalem, dann in Paris. Sie hat zahlreiche Bücher für junge Leser geschrieben und zahlreiche Preise gewonnen.

Isaac Dov Berkovitz (geb. 1885 Belorussia-1967) lernte im Cheder und lehrte sich die sekularen Fächer selber. Seine Artikeln und Geschichten erschienen im Großteil der damaligen Hebräischen und Jiddischen Publikationen. Er war mit der Tochter von Sholem Aleichem verheiratet und ging 1928 nach Palästina, wo er der erste Herausgeber der wöchentlichen Zeitschrift Moznayim wurde. Er veröffentlichte die, von ihm ins Hebräische üebersetzten, gesammelten Werke von Aleichem. Auf Deutsch sind nur einige Erzählungen erschienen.

Ory Bernstein (geb. 1936 in Tel-Aviv) studierte Rechtswissenschaft und arbeitete jahrelang als Vorstandsmitglied in einer der größten Unternehmen in Israel. Er unterrichtet Poesie und Theorie über das Schreiben an der Ben-Gurion Universität und gibt zusammen mit Nathan Zach die literarische Zeitung Yochani heraus. Bernstein ist auch Übersetzer. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Yaakov Besser (geb. 1934 in Polen) überlebte die Shoa und kam 1950 nach Israel. Er ist Herausgeber einer literarischen Zeitschrift und veröffentlicht sein Werk seit 1965, er übersetzt auch russische und polnische Poesie. In Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Hayyim Nachman Bialik (geb. 1873 in der Ukraine-1934) erhielt eine traditionelle jüdische Erziehung und studierte in einer Yeshive. Sein erstes zionistische Gedicht erschien 1901, Kritiker nannten Bialik einen „Poeten der nationalen Renaissance“. 1924 ging er nach Tel-Aviv, wo er sich sofort in kulturellen und öffentlichen Angelegenheiten engagierte. Bialik gilt als der größte hebräische Poet der modernen Zeit und ist Vorbild für die nachfolgenden Generationen von hebräischen Poeten. Seine Gedichte lernen Kinder im Kindergarten ebenso, wie Studenten. Schon zu Lebzeiten galt er als „Nationalpoet“, diesen Titel hat er bis heute. In Deutsch sind seine Werke vor dem 2.Weltkrieg erschienen.

Yossl Birstein (geb. 1920 in Polen) ging mit 17 Jahren nach Australien und kam 1950 nach Israel. Er lebte einige Jahre lang in einem Kibbutz als Schäfer. Später arbeitete er in verschiedenen Professionen, unter anderem als Banker. Er schreibt in Jiddisch und Hebräisch.

Erez Biton (geb. 1942 in Algerien) kam 1948 nach Israel, verlor mit 10 Jahren sein Augenlicht und seine linke Hand durch eine Granate. Er hat ein BA in Sozialarbeit und ein MA in Psychologie, er arbeitete jahrelang als Sozialarbeiter und als Psychologe. Biton gilt als geistiger Führer im Kampf der orienta-lischen Juden. Mit seiner Poesie hat er zahlreiche Preise gewonnen. Auf Deutsch sind nur einige Gedicht erschienen.

 

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Daniella Carmi (geb. in Tel-Aviv) studierte Philosophie und Kommunikation. Sie schreibt Dramen, Fernsehmanuskripte und Bücher für Kinder und Erwachsene. In Deutsch erschienen:

T.Carmi (geb.1925 in New York- 1994) wurde in New York auf Hebräisch erzogen. Er studierte in einer Yeshive und in der Columbia Universität. 1947 ging er nach Israel, wo er als Gastprofessor im Hebrew Union College unterrichtete. Er veröffentlicht nicht nur seine eigenen Gedichte, sondern auch Übersetzungen.

Orly Castel-Bloom (geb. 1960 in Tel-Aviv) studierte Film, sie begann 1987 mit der Veröffentlichung ihrer Arbeit. Sie gilt als eine der herausragensten Schriftstellerinnen der 80er Jahre, die einen Umschwung in der israelischen Literatur brachten. Ihre Bücher provozierten immer wieder heftige Reaktionen.

Rahel Chalfi studierte am Amerikanischen Filminstitut in Hollywood, unterrichtete Film an der Tel Aviver Universität, drehte Independent Filme und schreibt Stücke. Ihren ersten Gedichtband hat sie 1975 eröffnet. In Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Dalya B.Cohen (geb.1944 in Tel-Aviv) Daly B.Cohen studierte Kunst in Tel-Aviv und Boston. Ihre ersten Erzählungen hat sie, basierend auf den Geschichten, die ihr ihr Vater von seiner Kindheit in Safed in Israel erzählt hat, 1981 veröffentlicht.

 

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Yiehiel Dinur wurde 1943 in Ausschwitz geboren. Der Kappo, der die Nummer 135633 in seinen Arm brannte sagte: „Hier bist du geboren und das ist dein Name von nun an.“ Er überlebte die Shoa und wurde von einem jüdischen Soldaten der Britischen Brigade in ein Krankenhaus gebracht, wo er zu schreiben begann.

 

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Arieh Eckstein (geb. 1929 in Lithauen) war während des Krieges im Ghetto in Lodz und im Waisenhaus von Janusz Korczak. Nach dem Krieg emigrierte er nach Israel, wo er heute als Maler und Bildhauer lebt. Seine erste Novelle erschien 1992.

Anadad Eldan (geb. 1924 in Polen) kam mit seiner Familie 1930 nach Palästina, er lebt heute in einem Kibbutz und hat 11 Gedichtbände veröffentlicht. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Israel Eliraz (geb. 1936 in Jerusalem) studierte Hebräische Literatur in Israel und Theater in Paris, er ist der Direktor eines Lehrercollege. Seine literari- sche Karriere begann in den 60er Jahren mit der Veröffentlichung von Kurzgeschichten und Novellen. Er schrieb auch Librettos für Opern, die in Israel und im Ausland aufgeführt wurden. Seinen ersten Gedichtband veröffentlichte er unter einem Pseudonym, die weiteren unter seinem richtigen Namen. Es wurden nur einige Gedichte ins Deutsche übersetzt.

Esther Ettinger (geb. 1941 in Jerusalem) arbeitet als Bibliothekarin und im Radio. Ihre Gedichte begann sie 1980 zu veröffentlichen, sie hat auch Preise dafür erhalten.

 

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Mordechai Zeev Feierberg (geb. 1874 in der Ukraine-1899) erhielt eine traditionelle jüdische Erziehung. An den religiösen Studien fand er keinen besonderen Gefallen. Seine Gedichte zeigte er Sokolow und Y.L. Peretz, die ihm rieten sich auf Prosa zu konzentrieren. 1896 veröffentlichte er seine ersten Erzählungen. Auf Deutsch sind nur einige Erzählungen erschienen.

Anat Feinberg (geb. 1951 in Tel Aviv) studierte Englisch und Literatur in London, zur Zeit lebt sie in Deutschland, wo sie Hebräische und Jüdische Literatur unterrichtet. Ihre ersten literarischen Arbeiten hat sie 1973 veröffentlicht.

Naomi Fraenkel (geb. 1918 in Berlin) kam 1933 nach Jerusalem, wo sie Jüdische Geschichte und Kabala studierte. Sie schreibt Prosa für Erwachsene und Kinder, sie hat dafür zahlreiche Preise erhalten. Es wurden nur einige Geschichten ins Deutsche übersetzt.

David Frishman (geb. 1859 in Polen- 1922) bekam eine traditionelle jüdische Erziehung ebenso, wie eine säkulare. 1874, im Alter von 15 Jahren, veröffentlichte er seine ersten Kurzgeschichten. Er studierte Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte. Er übersetzte Nietzsche, George Eliot und andere Schriftsteller ins Hebräische. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

 

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Ami Gedalia (geb. 1952 in Tel-Aviv) arbeitet als Bibliothekarin in einer öffentlichen Bücherei. Sie begann 1980 mit dem Schreiben von Kinder,-und Jugendbüchern.

Mordechai Geldman (geb. 1946 in Deutschland) lebt seit seinem 3.Lebensjahr in Israel, er begann 1966 mit der Veröffentlichung von Gedichten. Geldman arbeitet als Psychotherapeut und hat zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht. Es erscheinen von ihm regelmäßig Essays und Kunstkritiken in der israelischen Presse. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Amir Gilboa (geb. 1917 in der Ukraine- 1984) kam 1937 illegal nach Palästina. Während des 2. Weltkriegs war er in der jüdischen Brigade, nach dem Krieg half er bei der illegalen Einwanderung von Juden nach Palästina. Er kämpfte auch im Unabhängigkeitskrieg, seine militärischen Erfahrungen verarbeitete er in seinen frühen Gedichten. Gilboa gilt als experimentaler Poet und war ein Wegbereiter für die jungen Schriftsteller der 60er und 70er Jahre. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Zerubavel Gilead (geb 1912 in Besarabien-1988) kam 1922 mit seiner Familie in den Kibbutz Ein Hod. Während des Israelischen Unabhängigkeitskrieges arbeitete er als Kultur,-und Informationsoffizier in der Plamach, deren Hymne er schrieb. Seine ersten Erzählungen veröffentlichte er 1929, seine ersten Gedichte 1931.m Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Roni Givati (geb. 1940 in Israel) verbrachte schon ihre Kindheit in einem Kibbutz, ist seit 1960 Mitglied des Kibbutz Ein Gedi, wo sie als Lehrerin arbeitete. 1972 begann sie ihre ersten Novellen für Erwachsene und junge Leser zu veröffentlichen. Sie hat zahlreiche Preise gewonnen.

Shammai Golan (geb.1933 in Polen) ist im Diplomatischen Dienst des Staates Israel tätig. Er kam 1947 illegal nach Israel, studierte Literatur und Geschichte. Er schreibt für Erwachsene und Kinder und hat zahlreiche Preise erhalten.

Judah Loeb Gordon (geb. 1831 in Lithauen-1892) war Lehrer und veröffentlichte seine ersten Gedichte 1851, daneben schrieb er auch polemische Essays, wo er sich für die Wiederbelebung der Hebräischen Sprache einsetzte. Seine Kolumnen erschienen teilweise anonym, seine Bücher unter einem Pseudonym. Auf Deutsch sind nur einzelne Gedichte erschienen.

Chaim Gouri (geb.1923 in Tel-Aviv) arbeitete nach dem 2. Weltkrieg in Europa in den Camps für DP hat und kämpfte auch im Israelischen Unabhängigkeitskrieg; er studierte Literatur. Gouri, der vor allem als Poet bekannt ist, ist auch Novellist und Journalist. Seine frühe Arbeit ist beherrscht vom Geist der Einigkeit der Kriegsgeneration. Er hat zahlreiche Preise erhalten. Einige Gedichte sind auch in Deutsch erschienen.

Uri Zvi Grinberg (Tur Malka; geb.1896 in Galizien-1981) bekam eine typische chassidische Erziehung. Seine ersten Gedichte sind 1912 in Hebräisch und in Jiddisch erschienen. Während des 1. Weltkrieges kämpfte er in der österreichisch-ungarischen Armee. 1923 ging er nach Tel-Aviv, wo er zu einem Revisionisten wurde. Grinberg gehört zu den größten Hebräischen Poeten. Seine Gedichte sind Ausdruck seines stürmischen Geistes. In Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

David Grossman (geb.1954 in Jerusalem) studierte Philosophie und Theater, er arbeitete 25 Jahre lang im Radio. Ungerechtigkeit ist ein zentrales Thema in seinen Büchern. Grossman zeigt in seinem Werk die Courage, den Schmerz und oftmals die brutale Wahrheit der israelischen Realität

Batya Gur (geb. 1947 in Tel-Aviv, gest. ) schrieb Kriminalromane und war Literaturkritikerin bei Ha’aretz. Sie studierte Hebräische Literatur und Geschich- te. Gur lebte für viele Jahre in den USA. Ihren ersten Kriminalroman veröffentlichte sie mit 39 Jahren.

Zali Gurevitch (geb.1949 in Kalifornien) kam bereits als Kind nach Israel, wo er 1967 seine ersten Gedichte veröffentlichte. Er unterrichtet Antrophologie und Soziologie an der Hebrew University. Er hat zahlreiche Preise erhalten. Auf Deutsch sind nur einzelne Gedichte erschienen.

 

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Shimon Halkin (geb. 1889 in Russland-1987) Poet, Novellist und Lehrer, kam mit seiner Familie 1914 nach New York, wo er am Hebrew Union College und an der Columbia University studierte. 1949 kam er endgültig nach Israel, wo er Vorstand am Institut für Hebräische Literatur der Hebrew University war. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Avigdor Hameiri (geb. 1890 in der Ukraine-1970) veröffentlichte seine ersten Hebräischen Gedichte 1907. 1916 wurde er an der russischen Grenze als österreichischer Offizier festgenommen, und erst nach der Oktoberrevolution wieder freigelassen. 1921 emigrierte er nach Palästina, wo er Journalist bei Ha’aretz wurde. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Nina Harel (geb. in Israel) schrieb insgesamt 52 Kinder- und Jugendbücher und gewann mehrfach internationale Auszeichnungen.

Shulamith Hareven (geb.1930 in Polen) kam 1940 nach Palästina, und lebt seitdem in Jerusalem. Sie war im Untergrund in der Hagana, und gehörte zu den Gründerinnen des israelischen Armeerundfunk, sie ist Sprecherin der Peace Now Bewegung. Während der Intifada berichtete sie über die Situation in den arabischen Flüchtlingscamps. Hareven ist die erste Frau, die Mitglied der Akademie der Hebräischen Sprache wurde.

Raya Harnik (geb. 1933 in Berlin) kam bereits als Kind nach Palästina. Sie studierte Soziologie und Pädagogik. Sie veröffentlichte Gedichtbände für Erwachsene und Bücher für Kinder. Zur Zeit arbeitet sie in ihrer Pension als Voluntärin bei der Spielberg Foundation.

Yehudit Hendel (geb. in Polen) kam bereits als Kind nach Palästina, sie veröffentlichte ihr erstes Buch 1950. Viele ihrer Novellen und Kurzgeschichten wurden für das Theater, Fernsehen und Radio adaptiert. Sie erhielt zahlreiche Preise. Auf Deutsch sind einzelne Geschichten erschienen.

Dalia Hertz (geb. in Israel) studierte in Tel-Aviv und Oxford Philosophie, ihr erster Gedichtband erschien 1961. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Amira Hess (geb.im Irak) kommt aus einer rabbinischen Familie und kam 1951 nach Israel. Sie arbeitete als Sekretärin im Außenministerium und im Government Press Office. Hess veröffentlichte ihr erstes Buch 1984. Auf Deutsch sind nur einzelene Gedichte erschienen.

Ayin Hillel (geb.1926 in Israel-1990) war in der Eliteeinheit der Palmach und war Landschaftsarchitekt in Jerusalem, wo er den botanischen und den biblischen Garten gestaltete. Er publizierte zahlreiche Kinderbücher und Gedichte für Erwachsene. Sein Werk ist nur vereinzelt übersetzt worden.

Yoel Hoffmann (geb. 1937 in Ungarn) stammt aus einer österreichisch-ungarischen Familie, kam 1938 nach Palästina. Nach dem frühen Tod seiner Mutter und der 2.Heirat seines Vaters kam er in ein Kinderheim, diese Erfahrung spiegelt sich auch in seinen Gedichten wieder. Er ist Professor für japanische Poesie, Buddhismus und Philosophie in Haifa.

Shifra Horn (geb. in Tel-Aviv) studierte biblische Studien, Archäologie und Kommunikation. Sie hat ihre eigene unabhängige PR-Firma. Für ihren Bestseller, „Das Kupferbett“, wurde sie ausgezeichnet.

 

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Yehudit Kafri (geb. 1935 in Israel) ist ausgebildete Lehrerin, sie übersetzt und editiert Fachbücher für Psychologie und Pädagogik. 1962 begann sie mit der Veröffentlichung ihrer Gedichte. Zur Zeit schreibt sie eine Biographie über Sophia Posnansky, die Mitglied des „Roten Orchesters“ war, das sowjetische Spionnetzwerk, im von Nazis besetzten Europa. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Yoram Kaniuk (geb.1930 in Tel-Aviv) lebte 10 Jahre als Journalist und Maler in New York, 1961 kehrte er nach Israel zurück. Seine Bücher wurden in 20 Sprachen übersetzt, er erhielt zahlreiche, auch internationale, Preise.

Judith Katzir (gab. 1963 in Haifa) studierte Literartur und Film, sie veröffentlichte ihre ersten Kurzgeschichten 1980.

Amos Kenan (geb. 1927 in Tel-Aviv) war während der Mandatszeit im anti-britischen Untergrund tätig, er ist als politische Taube bekannt. Kenan schreibt regelmäßig in der israelischen Tageszeitung Yediot Achronot, außerdem schreibt er noch Novellen und Theaterstücke.

Yehoshua Kenaz (geb. 1937 in Petah Tikva) gilt als einer der füherenden israelischen Novellisten. Er studierte in Israel Romanische Sprachen, Philosophie und französiche Literatur in Paris. Er ist Übersetzer französischer Klassiker und arbeitet bei Ha’aretz.

Rivka Keren (geb.1946 in Ungarn) kam als Kind nach Israel, ihr erstes Buch beschäftigt sich mit ihren Kindheitserrinnerungen, ihre Erfahrung als einziges jüdisches Kind in der Schule und den geheimen Vorbereitungen für die Auswanderung. Sie arbeitet als Psychologin in einem psychatrischen Spital. 1970 begann sie mit der Veröffentlichung ihrer Kinder,-und Jugendbücher.

Etgar Keret (geb. 1967 in Tel-Aviv) begann 1991 mit der Veröffentlichung seiner Kurzgeschichten. Sein Film „Skin Deep“ wurde in Israel und im Ausland ausgezeichnet. Keret ist vor allem bei der jungen Generation in Israel beliebt, da er ihre Welt beschreibt. Seine Bücher waren immer Bestseller.

Dov Kimche (geb. 1889 in Galizien-1961) kam 1908 nach Israel, wo er bis zu seiner Pensionierung als Lehrer in einem Gymnasium arbeitete. Bereits 1905 begann er mit der Veröffentlichung seiner Arbeit. Er schrieb Kurzgeschichten, Novellen und Essays, in denen er die Welt seiner Kindheit ebenso beschreibt, wie Israel.

Alona Kimchi (geb. 1966 in Rußland) kam 1972 mit ihrer Familie nach Israel. Nach ihrem Studium begann sie als Film, -und Theaterschauspielerin zu arbeiten. Seit 1993 konzentriert sie sich auf das Schreiben von Stücken, Artikeln und Lyrik.

Ephraim Kishon (geb. 1924-2005), eigentlich Ferenc Kishont, studierte Bildhauerei und Malerei. Bereits in Ungarn begann er Essays und Stücke für die Bühne zu schreiben. 1949 kam er nach Israel, 2 Jahre später begann er in Hebräisch zu veröffentlichen. Seine Sketche und Stücke wurden in zahlreichen Ländern aufgeführt, auch als Regisseur feierte er internationale Erfolge.

Yeshayahu Koren (geb.1940 in Israel) studierte Philosophie und Hebräische Literatur, zur Zeit lebt er in Zichron Yaakov.

 

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Yitzhak Laor (geb.1948 in Israel) schreibt Gedichte, Theaterstücke und Novellen, außerdem schreibt er Literaturkritiken in Ha’aretz. Auf Deutsch wurden nur einige Gedichte übersetzt.

Chaim Lapid (geb. 1948 in Israel) studierte Psychologie und unterrichtete in der Armee. Zur Zeit unterrichtet er Verhandlungstheorie und ist Konsulent für Hi-Tech. Lapid schreibt auch Filmkritiken und Skripte.

Shulamit Lapid (geb. 1934 in Tel-Aviv) studierte Orientalistik und war Vorsitzende des Israelischen Schriftstellerverbandes. Im deutschsprachigen Raum ist sie vor allem durch ihre Kriminalromane bekannt.

Micah Joseph Lebensohn (1828 in Vilnius-1852) der Sohn von Abraham Dov Lebensohn, einer der führenden jüdischen Intelektuellen seiner Zeit und Poet, begann seine ersten literarischen Versuche mit der Übersetzung von deutschen Gedichten. Seine Gedichte wurden nach seinem Tod von seinem Vater veröffentlicht. Auf Deutsch sind seine Gedichte 1902 erschienen.

Motti Lerner (geb. 1949 in Israel) unterrichtet elementare und fortgeschrittene Schriftstellerei und das Schreiben von politischen Theaterstücken. Seine Theaterstücke wurden in Europa und in den USA mit großem Erfolg aufgeführt.

Hezy Leskly (geb. 1952 in Israel-1994) studierte Tanz und Photographie, seine ersten Gedichte begann er mit 14 Jahren zu schreiben, 4 Jahre später veröffentlichte er sie. Er arbeitete als Tanzkritiker für ein wöchentlich erscheinendes Journal. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Eleonora Lev (geb. in Polen) ist die einzige Überlebende einer großen Familie, die in der Shoa umgebracht wurde. Sie kam als Kind nach Israel. Lev schreibt und übersetzt Essays und arbeitet als Literaturkritikerin.

Yigal Lev (geb. 1933 in Israel) studierte Philosophie und arbeitet als Journalist.

Hanoch Levin (geb. 1943 in Tel-Aviv) studierte Philosphie und Literatur und ist einer der größten israelischen Satiriker. Sein theatralisches Werk umfaßt Komödien, Tragödien und satirische Stücke. Levins Stücke wurden bei zahlreichen Festivals in der ganzen Welt gespielt. Seine Stücke sind auf Deutsch 1998 erschienen.

Itamar Levy (geb. 1956 in Israel) studierte Theater, seine ersten Erzählungen veröffentlichte er 1978. Er arbeitete als Dramaturg und als Journalist und schreibt für das Radio.

Savyon Liebrecht (geb.1948 in München) kam kurz nach ihrer Geburt nach Israel. Ihre ersten Arbeiten begann sie 1986 zu veröffentlichen. Liebrecht schreibt Novellen, Erzählungen, Drehbücher für das Fernsehen und Stücke.

 

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Mira Magen (geb. in Israel) ist orthodoxe Jüdin und studierte Psychologie und Soziologie bevor sie Krankenschwester wurde. Magen begann 1994 mit der Veröffentlichung ihrer Arbeiten.

Abraham Mapu (geb.1808 in Lithauen-1867) arbeitete als Lehrer, seine erste Novelle, „Die Liebe Zions“, wurde in Hebräisch, nach anfänglichen Einwände der Zensur, 1853 veröffentlicht. Sie wurde sofort ein großer Erfolg und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Ronit Matalon (geb.1959 in Israel) stammt aus einer ägyptisch-jüdischen Familie, sie studierte Literatur und Philosophie. Matalon arbeitete als Journalistin beim Fernsehen und bei Ha’aretz. Heute ist sie Mitglied des Kunst,-und Kulturrates des Erziehungsministeriums. Ihr erstes Kinderbuch, „Eine Geschichte, die mit dem Begräbnis einer Schlange beginnt“, wurde auch verfilmt.

Edna Mazya (geb. 1949 in Israel) studierte Theater, Philosophie und Kino, sie unterrichtet dramatisches Schreiben an der Tel-Aviver Universität. Sie schreibt Skripte und Stücke, die auch im Ausland aufgeführt wurden.

Aharon Megged (geb. in Polen) kam mit 6 Jahren nach Israel und war 12 Jahre in einem Kibbutz, er arbeitete in der Fischerei, Landwirtschaft und im Hafen von Haifa. Später arbeitete er als literarischer Herausgeber, er begann 1938 mit der Veröffentlichung seiner Arbeiten. Megged’s Sprache ist kritisch, satirisch und elegisch, in seiner Arbeit spiegelt sich das wandelnde Gesicht Israels.

Eyal Megged (geb. 1948 in New York) ist der Sohn von Aharon Megged, er studierte Philosophie und Kunstgeschichte. Er schreibt Prosa, Gedichte und Kolumnen über die verschiedensten Themen. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Mira Meir (geb.1932 in Polen) kam bereits als Kind nach Israel, wo sie Hebräisch und Literatur studierte. 1967 begann sie mit der Veröffentlichung ihrer Bücher, Kinder,-und Jugendbücher.

Sami Michael (geb. 1926 im Irak) war das einzige Kind seiner Familie, das eine Schule besuchte. Den Irak mußte er verlassen, da er in einer linken Untergrundgruppe tätig war, zunächst ging er in den Iran, als sich aber abzeichnete, daß er an den Irak ausgeliefert wird, setzte er sich nach Israel ab. In Israel arbeitete er bei einer arabischen Wochenzeitung. Er studierte arabische Literatur und Psychologie, seine erste Novelle erschien 1973. In seinen Novellen beschreibt er die Vielfältigkeit des Nahen Osten: Juden und Araber, Muslime und Christen, Nationalisten und Kommunisten, Männer und Frauen.

Rivka Miriam (geb. 1952 in Jerusalem) arbeitete am Elul Open College für interdisziplinäre Erziehung zwischen religiösen und nicht-religiösen Juden. Mit 7 Jahren begann sie Gedichte zu schreiben, mit 12 begann sie zu malen. 1960 erschien ihr erster Gedichtband mit ihren eigenen Illustrationen. Rivka Miriam erhielt zahlreiche Preise, auch als Malerin feierte sie Erfolge. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Agi Mishol (geb.1947 in Ungarn) kam als Kind nach Israel, sie studierte Hebräische Literatur und arbeitet als Lehrerin an einer High School. Mishol übersetzt auch Gedichte, arbeitet für ein Literaturjournal und kritisiert Literatur im Radio. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

 

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Chaim Nagid (geb.1938 in Rumänien) kam als Kind nach Israel, schreibt Prosa, Gedichte, literarische Kommentare und malt. Er arbeitete auch als Herausgeber für die literarische Beilage der Tageszeitung Ma’ariv. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Shlomo Nitzan (geb. 1921 in Lettland) kam 1935 nach Israel, er arbeitete als Tischler, Kellner und Gärtner. 1940 begann er mit der Veröffentlichung seiner Erzählung. Während des Unabhängigkeitskrieges arbeitete er als Militärkorrespondent und gab eine Serie von Taschenbüchern für Soldaten heraus. Seitdem ist er als Herausgeber, Schreiber von Erzählungen und als Novellist bekannt, für Kinder und Erwachsene. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Erzählungen erschienen.

 

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Amir Or (geb.1956 in Tel-Aviv) hat die verschiedensten Arbeiten, wie Schäfer und Restarateur, in seinem Leben gehabt. Er studierte Philosphie und Theologie in Jerusalem, wo er später auch Geschichte und antike griechische Theologie unterrichtete. Er übersetzt Prosa und Gedichte von Englisch, Griechisch, Latein und anderen Sprachen. Or ist Herausgeber einer Literaturzeitschrift und hat zahlreiche Preise erhalten. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Dorit Orgad (geb. 1936 in Deutschland) kam als Kind nach Israel, wo sie Wirtschaft und Soziologie studierte. Sie unterrichtete an einer High School und akademischen Institutionen. Sie schreibt für Tageszeitungen und Magazine, ihre Arbeit wurde auch mit Preisen ausgezeichnet.

Uri Orlev (eigentlich Jerzy Henryk Orlowski, geb.1931 in Polen) überlebte die Shoa und kam 1945 mit seinem Bruder nach Palästina, wo er zunächst in einem Kibbutz arbeitete. 1962 verließ er den Kibbutz und lebt seitdem in Jerusalem. Bis 1976 schrieb er nur für Erwachsene, später auch für Kinder und junge Leute. Seine Kinderbücher haben auch international viel Beachtung bekommen. Die Jury für den Hans Christian Andersen Preis argumentierte für die Verleihung des Preises an Orlev, daß er in seinen Büchern nie die Sicht des Kindes, das er einmal war, aus den Augen verloren hat. Egal, ob sie im War- schauer Ghetto während des 2. Weltkrieges spielen oder im modernen Israel.

Amos Oz (geb. 1939 in Jerusalem) ging mit 15 in einen Kibbutz, wo er in der Landwirtschaft arbeitete. Seine ersten Kurzgeschichten veröffentlichte er Anfang 20. Er studierte Philosophie und Literatur. 25 Jahre lang teilte Oz seine Arbeit zwischen Unterrichten im Kibbutz und Schreiben, 1986 verließ er den Kibbutz und zog nach Arad und unterrichtet an der Ben-Gurion Universität im Negev. Seit dem 6 Tage Krieg hat er auch zahlreiche Artikeln über den Israelisch-Arabischen Konflikt veröffentlicht. Er ist einer der führenden Personen in der Peace Now-Friedensbewegung. Oz beschreibt in seinen Büchern das israelische Volk, sein politisches Leiden und die biblische Landschaft. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Kobi Oz (geb.1969 in Israel) ist der Gründer und künstlerische Leiter einer sehr erfolgreichen Band. In seiner Lyrik und in seiner Musik verbindet er Ost und West. Er hält Vorträge an Schulen, Universitäten und in der Armee, wo er über Kreativität, Erziehung, Kultur und Gesellschaft spricht. Zur Zeit arbeitet er an seiner zweiten Novelle.

 

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Dan Pagis (1930 in Rumänien- 1986) überlebte die Shoa in Europa und kam 1946 nach Israel, wo er Lehrer in einem Kibbutz wurde. Nach seinem Studium wurde er Professor für mittelalterliche Hebräische Literatur.

Oded Peled (geb. 1950 in Israel) studierte Literatur und Politikwissenschaft. Er schreibt Prosa und Gedichte und übersetzt amerikanische Literatur. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Isaac Loeb Peretz (geb. 1952 in Polen-1915) ist in einer traditionsbewußten Familie aufgewachsen, seine sehr religiöse Mutter verhinderte, daß er eine profunde sekulare Ausbildung bekam. Zunächst schrieb er in Polnisch, 1875 begann er auch in Hebräisch zu veröffentlichen. Die wenigen in Jiddisch publizierten Gedichte sind zum Großteil verloren gegangen. Peretz war überzeugt, daß Juden sowohl Hebräisch als auch die Sprache ihres Geburtslandes lernen sollten. Sein Leben widmete er der Unterstützung und Verteidigung der Unterpriveligierten, sein Begräbnis wurde zu einer Massendemonstration. Eine Sammlung seiner Erzählungen ist 1961 auf Deutsch erschienen.

Israel (Anton) Pincas (geb.1935 in Bulgarien) kam als Kind nach Israel, wo er in der Vergangenheit eine Kunstgalerie leitete. 1951 begann er mit der Veröffentlichung seiner Gedichte, die mit Preisen ausgezeichnet wurden und in vielen Sprachen übersetzt wurden. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Hava Pincas-Cohen (geb.1955 ) studierte Literatur und Kunstgeschichte, sie ist Lehrerin an einer High School und gibt ein Magazin heraus, daß sich auf Literatur, Kritik und Jüdische Kultur spezialisiert hat. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

 

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Esther Raab (geb. 1894 in Israel- 1981) ist die erste „eingeborene“ Dichterin Israels. Sie wurde in einer Familie geboren, die eine der ersten landwirtschaftlichen Siedlungen in Palästina gegründet hat. Sie arbeitete als Lehrerin und begann 1919 ihre ersten Gedichte zu schreiben, die 1922 veröffentlicht wurden. Sie gilt unter den literarischen Repräsentanten der Pionergeneration, als eine der Besten. In Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Dorit Rabinyan (geb.1972 in Israel) veröffentlichte ihre erste Novelle mit 22 Jahren, die ausgezeichnet wurde, außerdem ist noch ein Gedichtband erschienen.

Rachel (Bluwstein) (geb.1890 in Russland-1931) veröffentlichte alle ihre Gedichte unter ihrem Vornamen. 1909 kam sie nach Israel, später studierte sie in Frankreich und lebte in Russland, wo sie sich mit Tuberkolose ansteckte, 1919 kam sie nach Israel zurück. Ihre letzten Jahre verbrachte sie alleine in einer kleinen Wohnung, wo sie im Alter von 40 Jahren starb. Ihr Leben wurde in Israel zu einem Mythos erhoben. Eine Sammlung ihrer Gedichte wurde zu einem der meistverkauften Bücher in Israel.

Dahlia Ravikovitch (1936 -2005 Tel-Aviv) arbeitete nach ihrem Studium als Lehrerin und Journalistin. Ihre ersten Gedichte veröffentlichte sie 1954. Sie veröffentlichte außerdem eine Sammlung von Kurzgeschichten und Kinderbücher. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Asher Reich (geb. 1937) wuchs in einer ultra-orthodoxen Familie in Jerusalem auf, wo er nur eine religiöse Erziehung erhielt. Mit 18 ging er in die Armee, später studierte er Philosophie und Literatur, damit ließ er die bisherige Tradition, in der er gelebt hatte hinter sich. 1960 begann er mit der Veröffentlichung seiner Arbeit, die auch ausgezeichnet wurde.

David Rokeah (geb.1916 in Polen-1985) kam 1934 nach Palästina, wo er als Elektroingenieur arbeitete. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er in Jiddisch, später schrieb er nur mehr in Hebräisch.

Galila Ron-Feder-Amit (geb.1949 in Israel) studierte Biblische Studien und Hebräische Literatur. Sieben Jahre lang war sie Gastmutter für Kinder ohne Zuhause, ihre dabei gemachten Erfahrungen verarbeitet sie in einer Radioserie. 1972 veröffentlichte sie ihr erstes Buch.

Yael Roseman (geb.1942 in Israel) verbrachte ihre Jugend im Kibbutz, 1967 veröffentlichte sie ihr erstes Buch, in den frühen 70er Jahren engagierte sie sich in der Frauenbewegung. Als sie ein Stück für ein Amateurpuppentheater schrieb wurde sie vom Fernsehen entdeckt, seitdem schreibt sie für das Kinderprogramm und macht Workshops über kreatives Schreiben für Kinder und Jugendliche.

Tuvya Rübner (geb.1924 in Bratislava) kam 1941 nach Israel und ging in einen Kibbutz. Rübner begann 1957 mit der Veröffentlichung seiner Bücher. Seit 1974 war er Professor für vergleichende Literatur in Haifa.

 

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Pinhas Sadeh (geb.1929 in Polen-1994) kam 1934 nach Israel, wo er zunächst als Nachtwächter und Schäfer arbeitete. 1951 begann er mit dem Schreiben, er veröffenlichte und übersetzte Gedichte. Von manchen wird Sadeh, der nur eine Grundschulausbildung hatte, als Prophet und Lehrer gesehen. In seiner Arbeit findet man, mythologische und autobiographische Elemente ebenso, wie mystische und metaphysische.

Ilan Schoenfeld (geb.1960 in Israel) hat Hebräische und Englische Literatur studiert, seinen PhD hat er in Gay Studies. 1977 begann er mit der Veröffentlichung seiner Arbeit. Schoenfeld war Herausgeber, Journalist, Lehrer und Sprecher des Cameri Theaters, außerdem hat er einen Verlag, der sich auf die Veröffentlichung von Gay Literatur spezialisiert hat. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

David Schutz (geb.1941 in Berlin) kam im Alter von 7 Jahren mit seinem Bruder nach Israel, wo er Geschichte und Philosophie studierte. Im Mittelpunkt seiner literarischen Arbeit stehen seine Erfahrungen, die er in Deutschland als Kind und Erwachsener gemacht hat.

Nava Semel (geb.1954 in Tel-Aviv) hat Kunstgeschichte studiert und arbeitete als Kunstkritikerin in der israelischen Presse. Semel schreibt Prosa und Gedichte für Erwachsene und Kinder, Fernsehskripte und übersetzt Stücke. Sie hat zahlreiche Preise erhalten.

Yonat und Alexander Sened, ein Ehepaar, schrieben gemeinsam Novellen. Alexander, 1923 in Polen geboren, kam 1935 nach Israel. Yonat überlebte die Shoa in Europa, wo sie Alexander nach dem Krieg kennenlernte. Beim Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges kehrten sie nach Israel zurück, wo sie in einem Kibbutz lebten. Alexander war Herausgeber bei einem Verlag, Yonat war Lektorin und übersetzte französische Literatur.

Aharon Shabtai (geb. 1939 in Tel-Aviv) studierte antike griechische Literatur und lehrt an der Tel-Aviver Universität. Er ist als Poet bekannt und übersetzt Griechische Dramen. In Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Yaakov Shabtai (geb. 1934 in Tel-Aviv-1981) ging nach seinem Militärdienst in einen Kibbutz, wo er zu schreiben begann. 10 Jahre später verließ er ihn wieder um sich nur der Schrifstellerei widmen zu können. Er schrieb Novellen, Stücke, Kurzgeschichten und Kinderbücher. Sein Buch „Vollendete Vergangenheit“ wurde ausgezeichnet, es gilt als einer der Höhepunkte in der Hebräischen Prosa. Er starb bereits mit 47 Jahren an einer Herzattacke.

Nathan Shaham (geb. 1925 in Tel-Aviv) war seit 1945 Mitglied in einem Kibbutz, während des Unabhängigkeitskrieges diente er in der Palmach. 1944 begann er zu veröffentlichen, er hat sowohl für seine Dramen als auch für seine Prosa Preise erhalten. Zur Zeit ist er Chefherausgeber bei einem Verlag.

David Shahar (geb. 1926 in Jerusalem-1977) Familie lebt bereits in fünfter Generation in Jerusalem. Shahar, der Vorsitzender der Hebräischen Schriftstellervereinigung war, schrieb Novellen, Kinderbücher, Kurzgeschichten und eine siebenbändige historische Saga. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Meir Shalev (geb.1948 in Israel) ist in einer landwirtschaftlichen Kooperative aufgewachsen. Er studierte Psychologie und arbeitete für das Radio. Shalev schreibt regelmäßig in der israelischen Presse und ist der Autor von Romanen für Kinder und Erwachsene.

Zeruya Shalev (geb.1959 in Israel) hat Biblische Studien studiert und arbeitet als literarische Herausgeberin bei einem Verlag. Ihr Buch „Liebesleben“ wurde ausgezeichnet.

Shin Shalom (eigentl.Shalom Joseph Shapira, geb.1904 in Polen-1990) ist in einer chassidischen Familie aufgewachsen, während des ersten Weltkrieges ging seine Familie nach Wien, wo er auch zu schreiben begann. 1922 emigrierte er nach Israel und arbeitete als Lehrer. Von 1939 an bis zu seinem Tod widmete er sich nur der Literatur und dem Schreiben von Prosa und Gedichten, für die er zahlreiche Preise erhielt.

Moshe Shamir (geb. 1921 in Israel) gilt als einer der klassischen Schrifsteller der Unabhängigkeitskrieg-Generation. Er schreibt Novellen, Stücke, Kinder- bücher und Kritiken und ist als Politiker tätig. Von 1977 bis 1981 war er Abgeordneter in der Knesset.

Anton Shammas (geb.1950 in Israel) wurde in einem arabischen Dorf geboren, heute lebt er in den USA. Er studierte Englische Literatur und Kunstge-schichte und arbeitete für eine arabische Monatszeitung, außerdem schrieb er regelmäßig in der Hebräischen Presse.

Yosef Sharon (geb. 1952 in Israel) verbrachte seine Kindheit in Israel und Kuba. Mit der Veröffentlichung seiner Arbeiten begann er 1972. Er studierte allgemeine Philosophie und jüdische Philosophie. Er ist außerdem Gründer und Herausgeber einer Literaturzeitschrift. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Itzhak Shenhar (geb.1902 in Galizien-1957) war zionistisch aktiv und begann, während seinem Studiums, mit einem landwirtschaftlichen Training. 1921 kam er nach Israel, 1924 wurden seine ersten Gedichte in Israel veröffentlicht. Er brachte sich selber europäische Sprachen bei und widmete sich ab 1931 ausschließlich seiner literarischen Arbeit. Außerdem war er Herausgeber und Übersetzer. Auf Deutsch wurden nur einige Gedichte veröffentlicht.

Shin Shifra (geb. 1931 in Tel-Aviv) Die Familie von Shin Shifra lebt bereits seit dem 19. Jahrhundert in Israel. Sie studierte Kabbala, Hebräische Literatur, Pädagogik, sumerische und semitische Sprachen. Sie unterrichtet antike Literatur des Nahen Osten an der Universität von Tel-Aviv. Sie hat Prosa und Poesie geschrieben und übersetzte summerische und semitische Literatur. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Youval Shimoni (geb.1955 in Israel) studierte Film und begann 1990 zu veröffentlichen.

Zalman Shneour (geb.1887 in Belorussia- gest.1959) veröffentlichte 1902 seine ersten Gedichte in Vilnius. Er lebte in verschiedenen Städten Europas und New York. Während den beiden Weltkriegen schrieb er nur in Jiddisch, er wurde zu einem der meistgelesenen Autoren in Jiddisch. 1951 kam er nach Israel, wo er für Zeitungen arbeitete und seine Hebräischen Gedichte veröffentlichte. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Gershon Shofman (geb. 1880 in Belorussia-gest. 1972) bekam eine traditionelle religiöse Erziehung, durch das intensive Lesen von Hebräischer und Russischer Literatur, wurde er mit der Europäischen Kultur und den neuesten Trends in der Hebräischen Literatur vertraut, die sich unter dem Einfluß von Mendele Mocher Sfarim entwickelt hatte. Seine erste Sammlung von Kurzgeschichten wurde 1902 veröffentlicht. Von 1913 bis 1938 lebt er in Österreich, dann emigrierte er nach Israel. Einige Arbeiten sind in Deutsch erschienen.

Aryeh Sivan (geb.1929 in Tel-Aviv) studierte Hebräisch und Literatur, und unterrichtete an einer High School. Er hat 11 Gedichtbände und eine Novelle veröffentlicht. Sivan hat unter anderem den Brenner Preis und den Bialik Preis erhalten. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Moshe Smilansky (geb. 1874 in der Ukraine-gest. 1953) wuchs in einer pastoralen Umgebung auf, er wurde von Privatlehrern unterrichtet, lernte aber auch von der ersten Zionistischen Gruppe „Biluim“ und von den Jüngern Tolstois, die in der Gegend siedelten, wo er aufwuchs. Mit 16 fuhr er nach Israel, wo er in der Landwirtschaft arbeitete. Seine ersten Artikel über die jüdische Gemeinde in Israel wurden 1889 veröffentlicht. 1906 während einer Kur in Europa schrieb er seine ersten Erzählungen über das Leben der Araber. Smilansky war einer der glühenden Verfechter der körperlichen Arbeit, vor allem der landwirtschafli- chen, für das jüdische Volk. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Peretz Smolenskin (geb. 1840 in Russland-gest. 1885) ist in einer armen Familie aufgewachsen. Von seinem Bruder wurde er in die Haskalah eingeführt, dabei begann er auch sekulare Bücher zu lesen und Russisch zu lernen. Nach seinen Wanderungen durch Europa landete er schließlich in Wien, wo er eine hebräische Monatszeitung herausgab und sich für die Rückkehr der Juden nach Israel einsetzte. 1883 bekam er Tuberkolose, bis zu seinem Lebensende widmete er sich der Schriftstellerei. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Erzählungen erschienen.

Eliezer Smoli (geb.1901 in der Ukraine-gest. 1985) begann mit 10 Jahren zu schreiben und ging mit 16 nach Odessa, um in einer Yeshive zu lernen. 1920 ging er mit einer Gruppe von Pioneren nach Israel, wo er nach seinem Studium als Lehrer arbeitete. Er begann Gedichte zu schreiben, Asher Barash ermutigte ihn Fiction zu schreiben. Seine Erzählungen wurden in den 20er Jahren in Zeitungen veröffentlicht.

Michal Snunit (geb.1940 in Israel) studierte Theater und Literatur. Sie arbeitete mit Kindern in einem Kibbutz, später als Journalistin. Snunit schreibt Kinderbücher und Texte für Kinderlieder, veröffentlicht aber auch Artikeln über Kinderliteratur.

Yehoshua Sobol (geb. 1939 in Israel) war als junger Mann in der Hashomer Hazair Bewegung tätig und war von 1957-1965 Mitglied in einem Kibbutz, dann begann er Philosophie an der Sorbonne zu studieren. Er ist einer der führenden hebräischen Theaterautoren und unterrichtet unter anderem an der Universität in Tel-Aviv. Sein Stück „Ghetto“ wurde in vielen Städten aufgeführt, darunter auch Wien.

Ronny Someck (geb.1951 im Irak) kam als Kind nach Israel. Er studierte Hebräische Literatur und Philosophie. Someck arbeitete als Ratgeber von street gangs und unterrichtete Literatur. Er begann 1968 zu veröffentlichen.

Jacob Steinberg (geb.1887 in der Ukraine-gest. 1947) war ein Poet, Geschichtenschreiber und ein Essayist . Mit 14 rannte er von zu Hause weg und ging nach Odessa, das damalige Zentrum der Hebräischen Literatur. Seine frühen Schriften zeigen ein Leben in Armut, des selbstständigen Lernens und der Rebellion. 1903 begann er in Warschau in Hebräisch zu schreiben, 1914 ging er nach Israel. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

 

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Mordechai Tabib (geb.1910 in Israel-gest. 1979) kam in einer prominenten jemenitischen Familie zur Welt. Er arbeitete unter anderem in der Landwirtschaft und in der Industrie. Während des 2.Weltkrieges war er in der Britischen Armee, später arbeitete er redaktionell bei der IDF. Er war in der Arbeiterbewegung tätig und engagierte sich in der Arabischen Sektion der Arbeitervereinigung. 1938 schrieb er seine ersten Gedichte, 1948 erschien sein erstes Buch. Auf Deutsch wurden nur einige Erzählungen übersetzt.

Benjamin Tammuz (1919 in Russland- gest. 1989) kam mit 5 Jahren nach Israel, wo er Wirtschaft und Jus studierte, später studierte er auch an der Sorbonne Kunstgeschichte. Er war jahrelang der literarische Redakteur bei Ha’aretz und war israelischer Kulturattaché in London. Tammuz gilt als renommierter Autor für Kinder,-und Erwachsenenliteratur, er wurde auch mit Preisen ausgezeichnet.

Shlomo Tanny (geb.1919 in Polen-gest. 2000) kam in einer traditionellen und zionistischen Familie zur Welt, 1929 gingen sie nach Israel. In Frankreich und den USA wurde er zum Journalisten ausgebildet, 1942 war er Mitglied einer Gruppe von jungen Schriftstellern, die die Ära einer neuen Kultur in Israel ankündigten. Er arbeitete für Ha’aretz, war Kriegskorrespondent, Herausgeber der Zeitschrift der IDF und einer Kinderzeitung. Seit 1938 veröffentlichte er seine Gedichte und seine Kinderbücher. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

Gadi Taub (geb.1965 in Israel) arbeitet zur Zeit an seinem PhD in Amerikanischer Geschichte in New York. Taub arbeitete für das Fernsehen und Radio. Seit der Ermordung von Yitzhak Rabin hält er Vorträge vor jungen Leuten über die Toleranz zwischen religiösen und nichtreligiösen Leuten. Sein erstes Buch erschien 1990, er schreibt für Kinder und Erwachsene. Auf Deutsch sind bisher nur vereinzelt Erzählungen erschienen.

Yona Tepper (geb. 1941 in Israel) studierte Pädagogik und kreatives Drama, arbeitete als Lehrerin, und ist nun Herausgeberin für Literatur für Kinder und Jugendliche bei einem Verlag. Ihre Kinderbücher erhielten bereits Auszeichungen.

Ben-Zion Tomer (geb.1928 in Polen-gest. 1998) kam mit 15 Jahren nch Israel, kämpfte während des Unabhängigkeitskrieges in der Palmach und studierte danach Literatur und Philosophie. Tomer arbeitete als Lehrer und war israelischer Kulturattaché in Brasilien. Tomer ist bekannt als Poet, Novellist, Theaterautor und Übersetzer aus dem Russischen und Polnischen. Sein Stück „Children of the Shadows“ wurde in München aufgeführt.

Noga Treves (geb.in Jerusalem) studierte in den USA und lebt heute als Lehrerin in Jerusalem. Sie war früher Tänzerin, und schreibt nun Tanzkritiken in einem wöchentlich erscheinenden Journal.

Dan Tsalka (geb. 1936 in Polen) lebte während des 2. Weltkrieges in der Sowjetunion, er begann nach dem Krieg in Polen Philosophie und Literatur zu studieren, 1957 ging er nach Israel, wo er seine Studien fortsetzte. 1967 veröffentlichte er seine erste Sammlung von Kurzgeschichten. Er war Heraugeber eines literarischen Magazins und lehrte an verschiedenen Universitäten. Er schreibt Prosa für Erwachsene und Kinder, Gedichte, Dramen und Essays.

Uri Tzaig (geb. 1965 in Israel) graduierte an der Schule für visuelles Theater und unterrichtet nun Kunst. Er hat zahlreiche Ausstellungen gehabt und hat 1990 mit der Veröffentlichung seiner Arbeit begonnen

 

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David Vogel (geb.1891 in Rußland- gest. 1944?) wurde in einer traditionellen Familie geboren, zur Zeit des ersten Weltkrieges lebte er in Wien, wo er als „feindlicher Ausländer“ verhaftet wurde, einige seiner frühen Gedichte stammen aus dieser Zeit. 1923 veröffentlichte er seinen Gedichtband mit 72 seiner Gedichte. Bei Beginn des 2.Weltkrieges war er in Frankreich, wo er, diesmal wegen seiner österreichischen Staatsbürgerschaft, wieder als „feindlicher Ausländer“ verhaftet wurde, dann von den Nazis, weil er Jude war. 1944 verliert sich seine Spur in einem KZ. Erst in den letzten 10 Jahren gibt es wieder ein vermehrtes Interesse an seinem Werk.

Tamar Verete-Zehavi (geb.1957) ist Hochschulprofessorin für Pädagogik und leitet unter anderem Gesprächsgruppen zwischen Juden und Arabern. In Israel gehört sie zu den bekannten Autorinnen, ihr Debüt, das sowohl in Hebräisch als auch in Arabisch erschien, wurde mit dem Martha-Preis zur Förderung von Toleranz in Jerusalem ausgezeichnet.

 

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Yona Wallach (geb.1944 in Tel-Aviv- gest. 1985) schrieb für zahlreiche periodisch erscheinende Zeitungen und trat mit einer Rockgruppe auf. Ihre Arbeit ist bestimmt von Rock and Roll, der Psychologie Jungs und dem Dialakt der Straße. Wallach ließ sich von keinen konventionellen poetischen Strukturen einengen und gilt für viele Poetinnen als Vorbild. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Uzi Weill (geb.1964 in Israel) ist Schriftsteller, Journalist, Übersetzer und schreibt für das Fernsehen. Zwei seiner Erzählungen wurden verfilmt. Auf Deutsch sind bisher nur vereinzelt Erzählungen erschienen.

Meir Wieseltier (geb.1941 in Rußland) kam als Kind nach Israel, studierte an der Hebrew University und war eine der zentralen Figuren der sogenannten „Tel-Aviver- Poeten“. Er ist der Herausgeber von Gedichten bei einem Verlag. Seine Arbeit ist bestimmt von seiner Passion für Tel-Aviv und seiner „love-hate“-Beziehung zu dieser Stadt. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

 

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Yehuda Yaari (geb.1900 in Galizien-gest. 1982) wuchs in einer chassidischen Familie auf, schloß sich 1920 einer Zionistisch-Sozialistischen Gruppe an, mit der er nach Israel auswanderte. Er war einer der ersten Arbeiter in der Nationalbibliothek in Jerusalem und studierte Bibliothekswissenschaften in den USA. Seine erste Novelle veröffentlichte er 1969. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Erzählungen erschienen.

Itamar Yaoz-Kest (geb. 1934 in Ungarn) überlebt die Shoa in Europa und kam 1951 nach Israel, wo er Literatur, Bibel und Hebräisch studierte. Danach arbeitete er als Herausgeber bei einem Verlag. Er veröffentlichte 9 Sammlungen mit Gedichten, eine Prosa-Triologie und übersetzte aus dem Ungarischen und Latein. Yaoz-Kest bekam zahlreiche Preise, darunter auch einen Preis von der ungarischen Regierung für die Übersetzung ungarischer Poesie. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Abraham B. Yehoshua (geb.1936 in Jerusalem) studierte Hebräische Literatur und Philosophie und war danach Lehrer an einer High School und an der Universität. Zur Zeit ist er Literaturprofessor in Haifa. Er gehört zu den international bekanntesten Theaterautoren und Novellisten Israels. Yehoshua hat die Gabe in seinen Büchern die Stimmung des modernen Israel zu beschreiben.

Avoth Yeshurun (geb. 1904 in der Ukraine-1992) ist in einer chassidischen Familie aufgewachsen, 1925 kam er nach Israel, wo er zunächst in jüdischen und arabischen Dörfern lebte, bevor er regelmäßig Beiträge für ein literarisches Journal schrieb. Von dem Übersetzer und Poeten, Gabriel Levin, wurde er als der innovativste Poet Israels bezeichnet. Auf Deutsch sind nur einige Gedichte erschienen.

S. Yizhar (eigentl. Yizhar Smilansky; geb.1916 in Israel) Familie kam ursprünglich aus Rußland. Er war 17 Jahre als Abgeordneter der Ben-Gurion Partei in der Knesset, unterrichtete Literatur und Pädagogik und ist nun Professor in Tel-Aviv. Mit der Veröffentlichung seiner Arbeit begann er 1938. Sein Werk ist bestimmt von der vorstaatlichen Zeit Israels und dem Unabhängigkeitskrieg. Amos Oz sagte über ihn, daß in jedem Schriftsteller nach Yizhar ein Teil von ihm ist.

Nathan Yonathan (geb. 1923 in der Ukraine) begann 1940 mit der Veröffentlichung seiner Arbeit. Er studierte Kunst und Literatur, er lehrte an einer Schule und an einer Universität in Israel und den USA. Yonathan war im Direktorium im Israelischen Fernsehen und Voritzender der Hebräischen Schriftstellervereinigung. Er ist vor allem als Poet und Lyriker bekannt, hat aber auch eine Novelle und Kinderbücher veröffentlicht. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

 

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Natan Zach (geb. 1930 in Berlin) kam als Kind nach Israel, lebte und studierte in den 60er und 70er Jahren in England. Nach seiner Rückkehr nach Israel lehrte er an der Tel-Aviver Universität und in Haifa. Er ist Herausgeber, Kritiker, Übersetzer und Poet. Zach gehört zu einer Gruppe von Poeten, die nach der Etablierung des Staates zu veröffentlichen begannen und gegen die vorherige Generation von Poeten rebellierten. Er hatte einen großen Einfluß auf die Entwicklung der moderen hebräischen Poesie. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Nurit Zarchi (geb.1941 in Israel) Nurit Zarchi wuchs nach dem Tod ihres Vaters als Außenseiterin in einem Kibbutz auf. Sie ist ausgebildete Lehrerin, studierte Humanwissenschaften, arbeitete als Journalistin und veröffentlichte Essays über Literatur und Kunst. Sie hat alle Preise erhalten, die es für Kinder,-und Jugendbuchautoren gibt.

Zelda (geb.1916 in der Ukraine- 1984; eigentlich Shneurson Mishkowsky) ist in einer bekannten traditionellen Familie aufgewachsen, die 1926 nach Jerusalem emigierte. Sie lernte an einer religiösen Schule für Mädchen, war an einem Lehrerseminar und studierte Kunst und Malerei. Zelda arbeitete mit behinderten Kinder. Bereits als junges Mädchen begann sie Gedichte zu schreiben, begann aber erst 1968 mit der Veröffentlichung unter dem Namen Zelda. Ihre Poesie ist von der chassidischen Tradition beeinflußt, ihre Leserschaft besteht aber hauptsächlich aus nicht-religiösen Israelis. Auf Deutsch sind nur vereinzelt Gedichte erschienen.

Klil Zisapel (geb.1976 in Tel-Aviv) ist Journalistin und war Redakteurin beim Magazin der IDF. Zur Zeit studiert sie in London Kunst. Zisapel malt und hat 2 Bücher veröffentlicht.

Bücher für junge Leser

 

Daniella Carmi
Samir und Jonathan
(ab 10) dtv

Das Buch handelt von einem circa 12-jährigen palästinensischen Jungen namens Samir. Dieser lebt mit seiner Familie im Nahen Osten, in der Westbank. Wegen einer komplizierten Knieoperation wird Samir von seiner Mutter  in ein israelisches Krankenhaus gebracht, was ihm überhaupt nicht gefällt. Seine Aversion gegen Juden,  die die Palästinenser bekämpfen, wird verstärkt durch die Tatsache, dass sein Bruder Fadi durch einen Israeli umgekommen ist. Ständig muss Samir an diesen einschneidenden Schicksalsschlag denken. Er zieht sogar kurzfristig in Erwägung, lieber ein lahmes Bein zu haben, wie der Fladenbrotverkäufer, als zu
den Juden ins Krankenhaus zu gehen.
Im Krankenzimmer liegen noch  vier andere Kinder Zachi, Jonathan, Miki und Ludmilla, die auch ihre eigenen Probleme und Krankengeschichten haben. Zunächst ist Samir alles fremd: die Sprache, die Bräuche und auch die Musik; doch er entdeckt auch für sich, wie friedlich es zugehen kann, ohne die ständigen Kämpfe zwischen Israelis und Palästinen- sern.  Samir freundet sich langsam mit Jonathan an, der ihm, weil er sehr belesen ist, den Sternenhimmel und die Evolution erklärt. Außerdem nimmt Jonathan ihn nach seiner Operation heimlich  ins Krankenschwesternzimmer mit, um PC-Spiele zu spielen. Bevor Samir das Krankenhaus verlässt, macht ihm sein ärgster Feind ein kleines Friedensangebot …

Anita Friedrich
Ilona wird Kibbuznik
Aaronis Collection

Im Sommer 1973 fährt die zwölfjährige Ilona Stein mit ihren Eltern, ihrem vierjährigen Bruder Michael und ihrem Hund auf dem Schiff ‚Nili‘ ihrer neuen Heimat Israel entgegen. Sie hat nur ungern von Wien Abschied genommen und sie hat Angst vor dem Neuen, das sie in Israel erwartet. Sie werden nicht wie bisher in einer Stadtwohnung leben, sondern in einem kleinen Dorf mitten in der Wüste. Das dieses Dorf ein Kibbuz ist, erfüllt das Mädchen mit besonderen Schrecken. llona und ihr Bruder werden nämlich in Givat Moshe nicht bei den Eltern wohnen, sondern jeder für sich in seiner Gruppe im Kinderhaus. Diese Kindergesell-schaft ist es, vor der Ilona am meisten Angst hat. Die Kinder von Givat Moshe führen ihre eigene Wirtschaft und haben ihre eigenen Gesetze. Gerade fängt Ilona an, sich im Kibbuz einzuleben, da bricht der 4. arabisch-israelische Krieg aus. Bange Wochen vergehen in Sorge um Väter und Brüder an der Front. ….

David Grossman
Wohin du mich führst
(ab 14) dtv

So aufregend hat sich der 16-jährige Assaf seinen Ferienjob nicht vorgestellt: Ein herrenloser Hund zerrt ihn an der Leine hinter sich her quer durch die ganze Stadt Jerusalem. Er soll die Person finden, der das Tier entlaufen ist. Der Hund führt den schüchternen Jungen zu den verschiedensten Personen und Assaf erfährt so nach und nach mehr über die Hundebesitzerin, die 16-jährige Tamar. Warum hat Tamar alle Brücken zu ihrem früheren Leben abgebrochen? In welche dunklen Machenschaften ist sie verstrickt? Immer stärker fühlt sich Assaf zu dem Mädchen hingezogen, und längst geht es nicht mehr darum, nur den Hund zurückzubringen. …

Barbara Honigmann
Soharas Reise
dtv

Zwei Reisen: Nach dem Algerienkrieg, mit sechzehn, wird Sohara wie alle arabischen Juden aus der algerischen Heimat vertrieben und nach Frankreich „repa-triiert“; Jahre später holt sie ihre mit Hilfe einer „Tora-Connection“ vom Vater entführten Kinder von London nach Straßburg zurück. Im Zentrum aber steht vor allem die Reise, die dazwischen liegt, die Lebensreise, das Exil, der Aufbruch.

Amos Oz
Sumchi
dtv

„Einmal bekam ich ein Fahrrad geschenkt und tauschte es gegen eine Eisenbahn, für die ich einen Hund bekam, an dessen Stelle ich dann einen Spitzer fand, den ich gegen Liebe hergab.“ 
Das ist die Kurzversion der Geschichte. Sumchi träumt. Und zwar von Esthi, seiner Klassenkameradin, in die er hoffnungslos verliebt ist. Und von dem Land Ubangi-Schari, in das er irgendwann ziehen wird, um Abenteuer zu erleben. Erst einmal hält das Glück etwas anderes für ihn bereit: ein Fahrrad.

Galila Ron-Feder
Die Tage nach dem Anschlag
(ab 14) Beltz & Gelberg

Dotan und Jair sind die besten Freunde. Als Ja’ir ihn vor der Schule zum Jogging abholen will, läßt sich Dotan jedoch entschuldigen. Angeblich hat er hohes Fieber. In Wirklichkeit ist es Dotans Angst, in der Mathearbeit zu versagen – eine Ausrede, die ihm noch schwer zu schaffen machen wird. Jair läuft alleine los und nur wenig später hört Dotan die Polizeisirenen. Erst beruhigt er sich damit, dass Polizeisirenen an einer ‚Nahtstelle‘ nichts Ungewöhnliches sind. ‚Nahtstellen‘ sind jene israelischen Stadtteile in Jerusalem, die an arabische grenzen. Dann ruft Dotans Freundin aus der Schule an, und teilt ihm mit, daß Jair von einem Araber erstochen worden ist. Neben den Selbstvorwürfen, nicht bei Jair gewesen zu sein, stellt sich Dotan die Frage, wie er mit seiner Trauer um den Tod seines besten Freundes umgehen soll.

Bat-Chen Shachak
Ich träume vom Frieden
Bloomsbury

Mit zehn Jahren beginnt Bat-Chen ein Tagebuch zu führen. Sie notiert den Alltag eines jungen Mädchens, das aufmerksam in die Welt blickt und davon träumt, Schriftstellerin zu werden. Doch wenn man in Israel aufwächst, gehören nicht nur die Familie, die Freunde, die Schule zum Alltag, sondern auch die Angst. Die Angst vor Anschlägen, die Angst, dass die Eltern, die Geschwister tot sein könnten, wenn man aus der Schule kommt. „Vielleicht bin ich bloß ein naives kleines Mädchen, aber darf ich mir nicht Frieden und Sicherheit wünschen?“, schreibt Bat-Chen. An ihrem 15. Geburtstag wurde sie Opfer eines Selbstmordattentats. Ihr Tagebuch ist ein bewegendes Dokument der Sehnsucht nach Frieden.

Shoham Smith, Aya Gordon-Noy
Ein Tag in Jerusalem
(Ab 6) Pattloch Verlag

Daniel darf die Osterferien in Jerusalem verbringen- bei seiner Oma Israela, die dort Reiseführerin ist. In Begleitung ihrer Touristengruppe und dem Löwen Leo, dem Stadtsymbol von Jerusalem, erlebt Daniel einen Tag voller Überraschungen und Abenteuer. Sie besuchen die Klagemauer, die Davidszitadelle, den Felsen- dom, die Knesset und viele andere historische Plätze in der Stadt- und Oma Israela hat zu allem viel zu erzählen.

Noemi Staszewski
Mona und der alte Mann.
Kinderbuch zum Judentum
Patmos

Dass Essen koscher sein kann und wie man eine Laubhütte baut, das weiß Mona- seit sie Joel Schwarz kennt. Herr Schwarz ist Jude und freut sich über die Bekanntschaft mit dem neugierigen Mädchen. Er lädt sie ein seine Religion mit ihren Festen und Bräuchen kennenzulernen. Und im Laufe etwa eines Jahres lernt Mona eine ganze Menge über das Judentum und das Leben der Juden heute. Das Buch bietet aber nicht nur eine Erzählung, sondern erklärt auf Extraseiten alle wichtigen Themen des Judentums: den Schabbat und den jüdischen Kalender, die Feste und die Pessachbräuche, die Shoa und Jom Kippur. Eine gelungene Einführung in die Welt des Judentums, nicht nur für Kinder!

Tamar Verete-Zehavi
Aftershock
Ein Selbstmordattentat und die Folgen

Jerus ist 17 und Israelin. Nadira ist 18 und Palästinenserin. Sie leben nicht weit voneinander entfernt, treffen sich aber nur einmal – in einem Supermarkt in Jerusalem, an dem Tag, als Nadira ihren Sprengstoffgürtel zündet. Die 15-jährige Ella überlebt das Attentat, anders als ihre beste Freundin Jerus. Doch kann sie auch lernen weiterzuleben?