MEET et MIT

Das Programm MEET (Middle East Education through Technology ) baut Brücken zwischen israelischen und palästinensischen Schülern. Absolventen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) unterrichten die Schüler über 3 Jahre hindurch währen der Sommerferien in Betriebswirtschaft und IT. Im Alter von 15,16 Jahren sind Kinder in der Lage sich ihre eigene gesellschaftspolitische Meinung zu bilden, das gemeinsame Lernen wirtschaftlicher Zusammenhänge fördert das gegenseitige Verständnis. Das Auswahlverfahren ist streng, über Sponsoren werden Stipendien für den Unterricht und den gesamten Aufenthalt vergeben. (NoCamels 06-13) MN

Sechs-Tage-Krieg: Israelis und Jordanier gedenken gemeinsam

Sechs-Tage-Krieg, 7. Juni 1967 – Kurz nach der Eroberung von Jerusalem schreiten Verteidigungminister Moshe Dayan (mi.), Generalstabschef Yitzhak Rabin (re), und Jerusalem-Kommandant Uzi Narkis durch das Löwentor in die Alstadt von Jerusalem. Foto: Ilan Bruner/GPO

Vor den Medien verborgen kam es Ende Juni zu einer historischen Begegnung zwischen Israelis und Jordaniern: Kriegsveteranen aus beiden Ländern, die im Sechs-Tage-Krieg 1967 gegeneinander gekämpft hatten, trafen sich in Jerusalem. Sie zollten sich gegenseitig Respekt und gedachten ihrer gefallenen Kameraden.

Während des zweitägigen Treffens besuchten die Kriegsveteranen das damals umkämpfte Gebiet in Jerusalem. Gemeinsam nahmen sie an einer Gedenkfeier auf dem „Ammunition Hill“ („Munitionshügel“) teil. Der Hügel gilt als Symbol für die Befreiung und Wiedervereinigung Jerusalems im Sechs-Tage-Krieg. Am zweiten Tag des Krieges hatten israelische Fallschirmspringer zwei jordanische Infanteriekompanien angegriffen, die den Hügel bewachten. Nach vier Stunden langen und schweren Kämpfen, mit 36 getöteten Israelis und 71 Toten auf jordanischer Seite, hatten die Israelis die Kontrolle übernommen.

Während der Gedenkveranstaltung rezitierte der israelische Nationaldichter Haim Gouri, der 1967 selbst Kommandeur war, sein Gedicht „Hier liegen unsere Körper“. Der jordanische Kommandeur der Kompanien, die den Hügel verteidigt hatten, verlas die Namen der gefallenen Jordanier. Die Namen der getöteten Israelis verlas der stellvertretende Kommandeur des Bataillons, das den Hügel angegriffen hatte. Laut der Tageszeitung „Ha‘aretz“ war es die erste offizielle Gedenkveranstaltung überhaupt, in der die Namen von gefallenen Soldaten aus Israel und einem arabischen Land gemeinsam verlesen wurden.  inn

Israelisch-arabischer Musiker erhält Yoko Ono-Preis

Nabeel Abboud-Ashkar, 34-jähriger Violinist und Leiter des Polyphony-Konservatoriums in Nazareth, wird mit dem „Yoko Ono Lennon Courage Award for the Arts“ ausgezeichnet.

Der Preis wird seit 2009 jährlich von Yoko Ono an Künstler vergeben, die sich durch ihre Kunst um den Frieden verdient gemacht haben.Ashkar hat das Polyphony-Konservatorium im März 2011 gegründet, um durch klassische Musik Toleranz und Koexistenz zu fördern.„Die Organisation glaubt, dass wir durch Musik gleiche Möglichkeiten für Musikerziehung und einen Dialog zwischen arabischen und jüdischen Jugendlichen in Israel ermöglichen können“, so Ashkar. „Der Preis gibt mir das Gefühl, dass es auf der Welt Menschen gibt, die an unseren Weg glauben“, fügte er hinzu.

Ashkar, geboren in Nazareth, hat in Tel Aviv und Rostock studiert und ist Mitglied des West-östlichen Diwan-Orchesters von Daniel Barenboim. Der Preis wurde am 26. Februar in New York übergeben. (Haaretz)

100 Rennkamele für israelisches Topmodel

Zu einem nicht alltäglichen Vorfall kam es in der jordanischen Felsenstadt Petra, als das israelische Topmodel Sarai Givaty zu einem Fotoshooting unterwegs war. Als das Model in Brautkleidern vor der Kamera posierte, soll ein jordanischer Beduine sich sofort in sie verliebt haben. Als Brautpreis schlug der Jordanier 100 erstklassige Kamele vor, so die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“. <
Als Brautpreis schlug der Jordanier 100 erstklassige Kamele vor.

Das Topmodel weiß den Preis offensichtlich nicht zu schätzen. Sie wolle ihr Singledasein nicht aufgeben, sagte sie amüsiert gegenüber „ynet“.