Einladung – „Israel vor neuen Herausforderungen“

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft

 in Kooperation mit dem

Center for Israel Studies

 lädt zur 3. DDr. Elfriede Sturm Gedächtnisvorlesung

Ulrich W. Sahm

 „Israel vor neuen Herausforderungen“

am Sonntag, 20. September 2015 um 19 Uhr

Presseclub Concordia

Bankgasse 8, 1010 Wien

Anmeldung erbeten: office.oeig@gmail.com

Ulrich W. Sahm ist freier Journalist und Buchautor. Seit Mitte der 1970er Jahre arbeitet Sahm als Nahost-Korrespondent für verschiedene deutsche Medien und Nachrichtensender. Er lebt in Jerusalem. (www.sahm.com)

Einladung 20.09.2015 pdf

AMBASSADOR RON PROSOR‘ SPEECH TO THE UN ON MONDAY NOV. 24

(Originalversion im Anschluss)

Der Generalversammlung der Vereinten Nationen durch Botschafter Ron Prosor überbracht, heute (24. Nov. 2014) um ca. 16:00

Herr Präsident,
ich stehe als stolzer Vertreter des Staates Israel und der Juden vor der Welt.
Ich stehe aufrecht vor Ihnen, da ich Wahrheit und Moral auf meiner Seite weiß. Und doch stehe ich hier, wissend, dass in dieser Versammlung heute die Wahrheit auf den Kopf gestellt und die Moral beiseite geworfen wird.
Tatsache in diesem Punkt ist: Wenn Mitglieder der internationalen Gemeinschaft über den israelisch-palästinensischen Konflikt sprechen, so senkt sich Nebel herab, um jegliche logische und moralische Klarheit zu trüben. Das Ergebnis ist nicht Realpolitik, es ist Surrealpolitik.
Dass der israelisch-palästinensische Konflikt unnachlässig im Fokus der Welt steht, ist eine Ungerechtigkeit an vielen Millionen Opfern von Tyrannei und Terrorismus im Nahen Osten. Während wir hier sprechen, werden Jesiden, Bahai, Kurden, Christen und Muslime in einem Ausmaß von 1.000 Menschen pro Monat hingerichtet und von radikalen Extremisten vertrieben.
Wie viele Resolutionen haben Sie in der vergangenen Woche gefasst, um sich dieser Krise zu widmen? Und wie viele Sondersitzungen haben Sie einberufen? Die Antwort ist: null. Was sagt dies über die internationale Sorge um das menschliche Leben aus? Nicht viel, aber es spricht Bände über die Heuchelei der internationalen Gemeinschaft.
Ich stehe vor Ihnen, um die Wahrheit zu sagen. Von den 300 Millionen Arabern im Nahen Osten und in Nordafrika ist weniger als ein halbes Prozent wirklich frei – und sie alle sind Bürger Israels.
Israelische Araber zählen zu den am meisten gebildeten Arabern auf der Welt. Sie sind unsere führenden Ärzte und Chirurgen, sie werden in unser Parlament gewählt, und sie sind als Richter an unserem Obersten Gerichtshof tätig. Millionen von Männern und Frauen im Nahen Osten würden diese Chancen und Freiheiten begrüßen.
Nichtsdestotrotz wird eine Nation nach der anderen heute an diesem Podium stehen und Israel kritisieren – die kleine Insel der Demokratie in einer von Tyrannei und Unterdrückung geplagten Region.
Herr Präsident,
bei unserem Konflikt ging es nie um die Gründung eines palästinensischen Staates. Es ging immer schon um die Existenz des jüdischen Staates.
Diese Woche vor 67 Jahren, am 29. November 1947, stimmten die Vereinten Nationen dafür, das Land in einen jüdischen Staat und in einen arabischen Staat aufzuteilen. Ganz einfach. Die Juden sagten Ja. Die Araber sagten Nein. Aber sie sagten nicht einfach Nein. Ägypten, Jordanien, Syrien, Irak, Saudi-Arabien und Libanon lancierten einen Vernichtungskrieg gegen unseren neugeborenen Staat.
Das ist die historische Wahrheit, die die Araber zu verzerren versuchen. Der historische Fehler der Araber ist weiterhin zu spüren – in den Leben, die im Krieg ausgelöscht wurden, in den Leben, die dem Terrorismus zum Opfer fielen, und in den Leben, die durch die engen politischen Interessen der Araber von Narben entstellt sind.
Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in dem Krieg, der von den Arabern selbst initiiert wurde, etwa 700.000 Palästinenser vertrieben. Zur gleichen Zeit wurden rund 850.000 Juden gezwungen, aus den arabischen Ländern zu flüchten.
Wie kann es sein, dass die Institution 67 Jahre später die Vertreibung der Juden komplett vergessen hat, während die Vertreibung der Palästinenser Gegenstand einer jährlichen Debatte ist?
Der Unterschied besteht darin, dass Israel alle möglichen Kräfte aufwandte, um die jüdischen Flüchtlinge in die Gesellschaft zu integrieren. Die Araber taten genau das Gegenteil.
Die schlimmste Unterdrückung des palästinensischen Volkes findet in arabischen Ländern statt. In einem Großteil der arabischen Welt wird Palästinensern die Staatsbürgerschaft verweigert, und sie werden auf aggressive Weise diskriminiert. Es ist ihnen untersagt, Land zu besitzen, und die Ausübung bestimmter Berufe wird ihnen verwehrt.
Und doch findet keines – nicht ein einziges – dieser Verbrechen in den Ihnen vorliegenden Resolutionen Erwähnung.
Wenn Sie wirklich über die Not des palästinensischen Volkes besorgt wären, gäbe es eine – zumindest eine – Resolution, die sich den Tausenden Palästinensern widmet, die in Syrien getötet wurden. Und wenn Sie so ernsthaft über die Palästinenser besorgt wären, gäbe es zumindest eine Resolution, die die Behandlung der Palästinenser in libanesischen Flüchtlingslagern verurteilt.
Aber es gibt sie nicht. Der Grund dafür ist, dass es in der heutigen Debatte nicht darum geht, sich für den Frieden auszusprechen oder die Stimme für das palästinensische Volk zu erheben. Es geht darum, gegen Israel zu sprechen. Die Debatte ist nichts anderes als ein Hass- und Beschimpfungsfestival gegen Israel.

Herr Präsident,
die europäischen Nationen behaupten, für Liberté, Égalité, Fraternité – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – zu stehen. Aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.
Ich höre oft, wie europäische Politiker verkünden, dass Israel das Recht darauf hat, in sicheren Grenzen zu leben. Das ist sehr schön. Aber ich muss sagen, das ergibt ungefähr so viel Sinn, wie wenn ich hier stünde und verkünden würde, dass Schweden ein Recht darauf hat, in sicheren Grenzen zu leben.
Wenn es um Fragen der Sicherheit geht, musste Israel auf schmerzhafte Weise lernen, dass wir uns nicht auf andere verlassen können – und mit Sicherheit nicht auf Europa.
Im Jahr 1973, am Jom Kippur, dem heiligsten Tag im jüdischen Kalender, lancierten die umliegenden arabischen Länder einen Angriff auf Israel. In den Stunden vor Kriegsbeginn traf Golda Meir, unsere damalige Ministerpräsidentin, die schwierige Entscheidung, keinen Präventivschlag zu starten. Die israelische Regierung hatte verstanden, dass wir bei der Initiierung eines Präventivschlags die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft verlieren würden.
Als sich die arabischen Armeen an allen Fronten näherten, wurde die Situation in Israel dramatisch. Unsere Opferzahl stieg an und unsere Waffen und Munitionen gingen gefährlich zur Neige. In dieser unserer Stunde der Not vereinbarten Präsident Nixon und Außenminister Henry Kissinger, mit Panzern und Munition beladene „Galaxy“-Transportflugzeuge zu senden, um unsere Truppen zu versorgen. Das einzige Problem war, dass die Galaxy-Flugzeuge auf dem Weg nach Israel wieder aufgetankt werden mussten.
Die arabischen Staaten kesselten uns ein, und unsere Existenz war bedroht – und dennoch war Europa nicht einmal dazu bereit, die Flugzeuge auftanken zu lassen. Die USA schalteten sich noch einmal ein und handelten die Erlaubnis aus, die Flugzeuge auf den Azoren aufzutanken.
Die Regierung und das Volk von Israel werden niemals vergessen, dass uns, als unsere Existenz auf dem Spiel stand, nur ein einziges Land zu Hilfe kam: die Vereinigten Staaten von Amerika.
Israel ist der leeren Versprechungen von europäischen Staats- und Regierungschefs müde geworden. Das jüdische Volk hat ein langes Gedächtnis. Wir werden niemals vergessen, dass Sie uns in den 1940er Jahren im Stich gelassen haben. Sie haben uns 1973 im Stich gelassen. Und Sie lassen uns auch heute wieder im Stich.
Jedes europäische Parlament, das vorzeitig und unilateral dafür stimmte, einen palästinensischen Staat anzuerkennen, gibt den Palästinensern genau das, was sie wollen: Staatlichkeit ohne Frieden. Indem Sie ihnen einen Staat auf dem Silbertablett servieren, belohnen Sie einseitige Aktionen und nehmen den Palästinensern jeglichen Anreiz zu Verhandlungen, Kompromissen oder dem Abschwören von Gewalt. Sie vermitteln die Botschaft, dass die Palästinensische Autonomiebehörde in einer Regierung mit Terroristen sitzen und zu Gewalt gegen Israel aufhetzen kann, ohne dass sie dafür einen Preis zu zahlen hat.
Das erste EU-Mitglied, das einen palästinensischen Staat offiziell anerkennen wollte, war Schweden. Man fragt sich, warum die schwedische Regierung so bestrebt war, diesen Schritt zu tun. Wenn es um andere Konflikte in unserer Region ging, rief die schwedische Regierung zu direkten Verhandlungen zwischen den Parteien auf. Aber für die Palästinenser – was für eine Überraschung – rollen sie den roten Teppich aus.
Außenministerin Söder könnte glauben, sie sei hier, um eine so genannte historische Anerkennung ihrer Regierung zu feiern, was in Wahrheit nichts anderes als ein historischer Fehler ist.
Die schwedische Regierung mag zwar die Nobelpreisverleihung veranstalten, aber es gibt nichts Nobles in ihrer zynischen politischen Kampagne zur Beschwichtigung der Araber, um einen Sitz im Sicherheitsrat zu erlangen. Nationen im Sicherheitsrat sollten Verstand, Sensitivität und Sensibilität haben. Nun, die schwedische Regierung zeigte keinen Verstand, keine Sensitivität und keine Sensibilität. Nur Unverstand.
Israel musste schmerzhaft erfahren, welche verheerenden Folgen es mit sich bringen kann, auf die internationale Gemeinschaft zu hören. Im Jahr 2005 bauten wir unilateral jede Siedlung im Gazastreifen ab und brachten alle Bürger von dort fort. Hat uns dies dem Frieden näher gebracht? Überhaupt nicht. Das ebnete dem Iran den Weg, seine terroristischen Vertreter zu schicken, um eine Terrorhochburg vor unserer Haustür zu errichten.
Ich kann Ihnen versichern, dass wir nicht wieder den gleichen Fehler begehen. Wenn es um unsere Sicherheit geht, können und werden wir uns nicht auf andere verlassen. Israel muss in der Lage sein, sich durch sich selbst zu verteidigen.

Herr Präsident,
der Staat Israel ist das Land unserer Vorväter Abraham, Isaak und Jakob. Es ist das Land, in das Moses das jüdische Volk führte, wo David seinen Palast baute, wo Salomo den jüdischen Tempel errichtete, und wo Jesaja eine Vision des ewigen Friedens hatte.
Tausende Jahre lang lebten Juden kontinuierlich im Land Israel. Wir überstanden den Aufstieg und Untergang der assyrischen, babylonischen, griechischen und römischen Imperien. Und wir überstanden Tausende Jahre der Verfolgung, Vertreibung und Kreuzzüge. Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem jüdischen Land ist unzerbrechlich.
Diese einfache Wahrheit kann durch nichts geändert werden – Israel ist unser Zuhause und Jerusalem ist unsere ewige Hauptstadt.
Gleichzeitig erkennen wir klar die besondere Bedeutung, die Jerusalem für andere Glaubensrichtungen hat. Unter israelischer Souveränität können alle Menschen – und ich betone: alle Menschen –, unabhängig von ihrer Religion und Nationalität, die heiligen Stätten der Stadt besuchen. Und wir haben die Absicht, das weiterhin so zu halten. Die einzigen, die versuchen, den Status quo auf dem Tempelberg zu ändern, sind die palästinensischen Führer.
Präsident Abbas teilte seinem Volk mit, dass die Juden den Tempelberg beschmutzen. Er rief zu Tagen des Zorns auf und forderte die Palästinenser auf, die Juden am Besuch des Tempelbergs zu hindern und dabei (Zitat) „alle erforderlichen Mittel aufzuwenden“. Diese Worte sind ebenso unverantwortlich wie inakzeptabel.
Man muss nicht katholisch sein, um den Vatikan besichtigen zu dürfen, man muss nicht jüdisch sein, um die Klagemauer besuchen zu können, aber so mancher Palästinenser wünscht sich, den Tag zu erleben, an dem nur Muslime den Tempelberg besuchen können.
Sie als internationale Gemeinschaft unterstützen Extremisten und Fanatiker. Sie, die Sie Toleranz und Religionsfreiheit predigen, sollten sich schämen. Israel wird das niemals geschehen lassen. Wir werden dafür sorgen, dass die heiligen Stätten für alle Zeiten für alle Menschen aller Glaubensrichtungen offen bleiben.

Herr Präsident,
keiner wünscht sich Frieden so sehr wie Israel. Niemand muss erklären, wie viel Frieden den Eltern bedeutet, die ihre Kinder schickten, um unsere Heimat zu verteidigen. Niemand kennt die Einsätze von Erfolg oder Misserfolg besser als wir Israelis es tun. Israels Volk hat zu viele Tränen vergossen und zu viele Söhne und Töchter begraben.
Wir sind bereit zum Frieden, aber wir sind nicht naiv. Israels Sicherheit ist von höchster Bedeutung. Nur ein starkes und sicheres Israel kann umfassenden Frieden erreichen.
Aufgrund des vergangenen Monats sollte es jedem klar sein, dass Israel sofortige und dringende Sicherheitsbedürfnisse hat. In den letzten Wochen wurden unsere Bürger von palästinensischen Terroristen erschossen und erstochen. Zwei Mal fuhren Palästinenser mit ihren Autos in eine Menge an Fußgängern. Gerade vor ein paar Tagen griffen mit Äxten und einer Pistole bewaffnete Terroristen jüdische Gläubige auf brutalste Weise beim Morgengebet an. Wir haben den Punkt erreicht, an dem Israelis nicht einmal mehr Zuflucht vor dem Terrorismus in der Zufluchtsstätte einer Synagoge finden können.
Diese Angriffe gingen nicht aus einem Vakuum hervor. Sie sind das Ergebnis jahrelanger Indoktrinierung und Hetze. Ein jüdisches Sprichwort lehrt: „Das Werkzeug zu Tod oder Leben besteht aus der Kraft der Zunge.“
Als Jude und Israeli weiß ich mit absoluter Sicherheit: Wenn unsere Feinde sagen, dass sie uns angreifen wollen, dann ist das ernst zu nehmen.
Die völkermörderische Charta der Hamas fordert die Zerstörung Israels und die Ermordung von Juden auf der ganzen Welt. Jahrelang schickten die Hamas und andere Terrorgruppen Selbstmordattentäter in unsere Städte, starteten Raketenangriffe auf unsere Städte und schickten Terroristen, um unsere Bürger zu entführen und zu ermorden.
Und was ist mit der Palästinensischen Autonomiebehörde? Sie führt eine systematische Hetzkampagne. In den Schulen wird den Kindern gelehrt, dass sich „Palästina“ vom Jordan bis zum Mittelmeer erstrecken wird. In Moscheen verbreiten religiöse Führer bösartige Verleumdungen, in denen sie Juden beschuldigen, heilige muslimische Stätten zu zerstören. In Sportstadien werden Mannschaften nach Terroristen benannt. Und in den Zeitungen drängen Cartoons die Palästinenser dazu, Terroranschläge gegen Israelis zu begehen.
Die Kinder in vielen Teilen der Welt wachsen mit Zeichentrickfilmen wie dem singenden und tanzenden Micky Maus auf. Auch palästinensische Kinder sehen sich Micky Maus an, aber im nationalen Fernsehen der Palästinenser tanzt eine pervertierte Figur als Micky Maus verkleidet, die einen Sprengstoffgürtel trägt und singt „Tod Amerika und Tod den Juden“.
Ich fordere Sie auf, sich hier und heute für eine Veränderung einzusetzen und etwas Konstruktives zu tun. Gewalt öffentlich zu verurteilen, Aufhetzung zu verurteilen und Hasskultur zu verurteilen.
Die meisten Menschen sind der Meinung, dass der Konflikt in seinem Kern aus einem Kampf zwischen Juden und Arabern oder Israelis und Palästinensern besteht. Sie irren sich. Der Kampf, den wir miterleben, ist ein Kampf zwischen jenen, die das Leben heiligen und denjenigen, die den Tod feiern.
Nach dem brutalen Angriff in einer Synagoge in Jerusalem wurde in palästinensischen Städten und Dörfern gefeiert. Die Leute tanzten auf der Straße und verteilten Süßigkeiten. Junge Männer posierten mit Äxten, aus den Lautsprechern an den Moscheen wurden Glückwünsche geäußert, und die Terroristen wurden als „Märtyrer“ und „Helden“ gefeiert.
Das war nicht das erste Mal, dass wir sahen, wie die Palästinenser die Ermordung unschuldiger Zivilisten feierten. Wir sahen sie nach jedem Terroranschlag auf israelische Zivilisten frohlocken, und sie gingen sogar auf die Straße, um die Anschläge vom 11. September auf das World Trade Center, die direkt hier in New York passierten, zu feiern.
Stellen Sie sich vor, welche Art von Staat diese Gesellschaft hervorbringen würde. Braucht der Nahe Osten wirklich noch eine weitere Terror-kratie? Einige Mitglieder der internationalen Gemeinschaft helfen bei ihrer Erschaffung und begünstigen sie.

Herr Präsident,
als wir in die Vereinten Nationen kamen, kamen wir an den Flaggen aller 193 Mitgliedstaaten vorbei. Wenn Sie sich die Zeit nehmen nachzuzählen, werden Sie sehen, dass es 15 Flaggen mit einem Halbmond gibt, und 25 Flaggen mit einem Kreuz. Und dann gibt es eine Flagge mit einem jüdischen Davidstern. Inmitten all der Nationen der Welt gibt es einen Staat – nur einen kleinen Nationalstaat für das jüdische Volk.
Und für manche Menschen ist das einer zu viel.
Sowie ich heute vor Ihnen stehe, erinnert mich das an all die Jahre, als Juden für die Ignoranz und Gleichgültigkeit der Welt mit Blut bezahlten. Diese Zeiten sind vorbei.
Wir werden uns nie dafür entschuldigen, dass wir ein freies und unabhängiges Volk in unserem souveränen Staat sind. Und wir werden uns niemals dafür entschuldigen, dass wir uns verteidigen.
Den Nationen, die es zulassen, dass sich Vorurteile gegenüber der Wahrheit durchsetzen, sage ich „J’accuse“.
Ich klage Sie der Heuchelei an. Ich klage Sie der Doppelzüngigkeit an.
Ich klage Sie an, jenen Legitimität zu verschaffen, die unseren Staat zu zerstören versuchen.
Ich klage Sie an, dass Sie in der Theorie über das Recht Israels auf Selbstverteidigung sprechen, es uns in der Praxis aber aberkennen.
Und ich klage Sie an, Zugeständnisse von Israel zu fordern, aber nichts dergleichen von den Palästinensern.
Angesichts dieser Vergehen, ist das Urteil klar. Sie sind nicht für den Frieden und Sie sind nicht für das palästinensische Volk. Sie sind einfach gegen Israel.
Die Mitglieder der internationalen Gemeinschaft haben eine Entscheidung zu treffen.
Sie können Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes anerkennen, oder der palästinensischen Führung erlauben, ohne Folgen unsere Geschichte zu verleugnen.
Sie können öffentlich verkünden, dass der so genannte „Anspruch auf Rückkehr“ ein Rohrkrepierer ist, oder Sie können zulassen, dass dieser Anspruch weiterhin das Haupthindernis in jedem Friedensabkommen darstellt.
Sie können sich dafür einsetzen, die palästinensische Hetze zu beenden, oder zusehen, wie Hass und Extremismus sich in den kommenden Generationen verwurzeln.
Sie können vorzeitig einen palästinensischen Staat anerkennen, oder Sie können die Palästinensische Autonomiebehörde ermutigen, ihren Pakt mit der Hamas zu brechen und zu direkten Verhandlungen zurückzukehren.
Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Sie können fortfahren, die Palästinenser vom Kurs abzubringen, oder den Weg zu echtem und dauerhaftem Frieden ebnen.

Danke, Herr Präsident.

 

“I stand before the world as a proud representative of the State of Israel and the Jewish people. I stand tall before you knowing that truth and morality are on my side. And yet, I stand here knowing that today in this Assembly, truth will be turned on its head and morality cast aside.
The fact of the matter is that when members of the international community speak about the Israeli-Palestinian conflict, a fog descends to cloud all logic and moral clarity. The result isn’t realpolitik, its surrealpolitik. Weiterlesen

ein Prost auf N A D I M

Der Ort Taybeh ist im Westjordanland und Israel weltberühmt – für seinen Alkohol!
Palästinensisches Bier und Spitzenweine bringen auch Touristen, u.a. Israelis in die Region.
Der 1.400-Einwohner-Ort ist, umgeben von muslimischen (meist) Abstinenzlern, christlich-arabisch trinkfest. Weiterlesen