Innovativer Pflanzenschutz

Die Natur hat viele Pflanzen mit natürlichen Chemikalien ausgestattet, die für ihre Schädlinge unangenehm oder giftig sind, für Menschen aber ungefährlich. Dazu zählen auch einige pflanzliche Öle.

Die israelische Firma Shelef Agro-Technologies hat in Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium eine Emulsion dieser Öle entwickelt, die Weiterlesen

Landwirtschaftsmesse in Israel

„Landwirtschaft kennt keine Grenzen“, so Uri Madar von der Landwirtschaftsabteilung im Regionalen Koordinationsbüro.
„Es gibt verschiedene Schädlinge, die die Grenze überqueren, so haben wir beispielsweise auf diesem Gebiet ein klares gemeinsames Interesse. Wenn es an der Sicherheitsfront ruhig ist, gibt es keinen Grund, nicht die landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen auszubauen.“

30 Landwirte aus dem Gazastreifen sind daher in der vergangenen Woche zu einer Landwirtschaftsmesse in den Bezirk Eshkol gereist, um die Beziehungen zum Nachbarn zu stärken.

Waren 2002 noch die meisten Exporte aus dem Gazastreifen nach Israel gegangen, gehen sie heute vornehmlich nach Europa, nachdem sie zuvor aus Sicherheitsgründen in Israel untersucht werden.

landwirtschaftsmesseynet„Wir betrachten die Sache nicht politisch“, so einer der Landwirte. „Wir – und Sie – betrachten das aus geschäftlicher Perspektive. Wir möchten unsere Exporte weiterhin mit Israel koordinieren und sogar wieder nach Israel exportieren“, fügte er hinzu. (Ynet, 11.01.13)

OECD: Israelische Landwirte verbrauchen am wenigsten Wasser

Eine gemeinsame Studie der Welternährungsorganisation und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat gezeigt, dass Israel weltweit die Nummer eins beim wirtschaftlichen Einsatz von Wasser in der Landwirtschaft ist.

Der Bericht geht ausführlich auf die Perspektiven der Landwirtschaft weltweit für die nächsten vierzig Jahre ein und führt an, dass gerade der Wasserverbrauch für eine Verbesserung der Erträge eine große Rolle spielt. Im Bericht heißt es, Israel sei „weltweit führend in der Technologie der Tröpfchenbewässerung* vor allem in Dürre-Gebieten“ und auch in anderen Technologien.
Noch vor dreißig Jahren verwendeten die Landwirte  70% aller Wasserquellen im Land. Heute seien es nur noch 52%. Ein großer Anteil davon ist darüber hinaus wiederaufbereitetes Brauchwasser, also kein Grundwasser. Haaretz

 
*Die moderne Tröpfchenbewässerung, die inzwischen weltweit angewandt wird, begann in Israel mit einer Beobachtung des israelischen Ingenieurs Simcha Blass: Er bemerkte einen Baum in der israelischen Wüste, der größer und besser gewachsen war als die benachbarten Bäume, und stellte fest, dass dieser Baum Wasser von einer undichten Wasserleitung bekam. Heute wird Netafim, die Firma, die 1965 gegründet wurde, um die Idee von Simcha Blass auf den Markt zu bringen, weltweit als Pionier der Tröpfchenbewässerung betrachtet. Sie hat die landwirtschaftliche Industrie revolutioniert und betreibt Bewässerungssysteme in 112 Ländern mit 13 Firmen und 2.400 Angestellten in der ganzen Welt.

1.000 vietnamesische Landwirte kommen im Sommer nach Israel

Ein Fortbildungsprogramm von MASHAV, der Agentur für internationale Zusammenarbeit des Außenministeriums, wird in diesem Jahr dreimal so viele vietnamesische Landwirte schulen wie bisher.

Zurzeit nehmen bereits 300 Landwirte an dem elfmonatigen Programm teil, weitere 700 sollen im Sommer noch hinzukommen. Die Teilnahme ist nicht auf Vietnam beschränkt, Teilnehmer kommen auch aus anderen asiatischen Ländern wie Kambodscha und Myanmar.

Es handelt sich um eine Kombination aus theoretischen und praktischen Modulen, die bei landwirtschaftlichen Unternehmen in den Bezirken Ramat Hanegev und Zentral-Arava absolviert werden können. (Außenministerium des Staates Israel, 09.01.12)