„Wie Israel mit Erdgas Frieden schaffen will“

Energieminister Uzi Landau hat der „Welt““ ein Interview gegeben, in dem er unter anderem zur Möglichkeit eines Krieges gegen den Iran und zu den israelischen Gasfunden Stellung bezogen hat.

Zur Möglichkeit von Gasexporten erklärte Landau:
Wir werden sicher kein Exporteur von der Bedeutung Gazproms werden. Aber wir könnten das Gas auch zu unseren Nachbarn weiterleiten, etwa nach Jordanien oder zu den Palästinensern, wenn sie denn wollen. Wir könnten auch das Endprodukt – Elektrizität – exportieren. Wir glauben, dass tägliche Handelsbeziehungen auf diesem Niveau eine Routine herstellen, die dann auch zu friedlichen Beziehungen führen kann.

Zum Iran sagte er:
„Schon heute, ohne nukleare Fähigkeiten, unterdrückt der Iran nicht nur seine eigene Bevölkerung brutal, sondern macht sich auch über alle internationale Verhaltensregeln lustig. Sie haben Aktionen gegen die amerikanischen Truppen in Afghanistan und im Irak unterstützt. Sie mischen sich in Syrien ein, sie finanzieren militärische Gruppen und Aktivitäten in Afrika und Südamerika. Sie stehen hinter den Terrororganisationen Hamas und Hisbollah. Sie haben Hisbollah als ihren Arm benutzt, um in Bangkok in Thailand und Mumbai in Indien Anschläge zu verüben – und vor Kurzem in Burgas in Bulgarien. Sie haben die Golfstaaten eingeschüchtert, mischen in Bahrain mit und im Irak. So dreist treten sie schon jetzt, ohne Atombombe, auf. Wenn sie diesen militärischen Schutz einmal haben, wird ihr Anreiz, Terror zu verüben, wird ihre Selbstsicherheit zunehmen – oder kann man sie dann noch abschrecken?“

Das vollständige Interview mit Minister Landau finden Sie hier: http://bit.ly/LandauWelt

Sechs-Tage-Krieg: Israelis und Jordanier gedenken gemeinsam

Sechs-Tage-Krieg, 7. Juni 1967 – Kurz nach der Eroberung von Jerusalem schreiten Verteidigungminister Moshe Dayan (mi.), Generalstabschef Yitzhak Rabin (re), und Jerusalem-Kommandant Uzi Narkis durch das Löwentor in die Alstadt von Jerusalem. Foto: Ilan Bruner/GPO

Vor den Medien verborgen kam es Ende Juni zu einer historischen Begegnung zwischen Israelis und Jordaniern: Kriegsveteranen aus beiden Ländern, die im Sechs-Tage-Krieg 1967 gegeneinander gekämpft hatten, trafen sich in Jerusalem. Sie zollten sich gegenseitig Respekt und gedachten ihrer gefallenen Kameraden.

Während des zweitägigen Treffens besuchten die Kriegsveteranen das damals umkämpfte Gebiet in Jerusalem. Gemeinsam nahmen sie an einer Gedenkfeier auf dem „Ammunition Hill“ („Munitionshügel“) teil. Der Hügel gilt als Symbol für die Befreiung und Wiedervereinigung Jerusalems im Sechs-Tage-Krieg. Am zweiten Tag des Krieges hatten israelische Fallschirmspringer zwei jordanische Infanteriekompanien angegriffen, die den Hügel bewachten. Nach vier Stunden langen und schweren Kämpfen, mit 36 getöteten Israelis und 71 Toten auf jordanischer Seite, hatten die Israelis die Kontrolle übernommen.

Während der Gedenkveranstaltung rezitierte der israelische Nationaldichter Haim Gouri, der 1967 selbst Kommandeur war, sein Gedicht „Hier liegen unsere Körper“. Der jordanische Kommandeur der Kompanien, die den Hügel verteidigt hatten, verlas die Namen der gefallenen Jordanier. Die Namen der getöteten Israelis verlas der stellvertretende Kommandeur des Bataillons, das den Hügel angegriffen hatte. Laut der Tageszeitung „Ha‘aretz“ war es die erste offizielle Gedenkveranstaltung überhaupt, in der die Namen von gefallenen Soldaten aus Israel und einem arabischen Land gemeinsam verlesen wurden.  inn

Menschen-zu-Menschen: Programm von ‚The Israel Project‘ in den arabischen Medien

Das Hauptziel von „The Israel Project“ (TIP) ist eine Basis für ein friedliches Zusammenleben zu schaffen, indem man arabischen Journalisten und jungen Arabern ein besseres Verständnis für Israel und von Juden vermittelt. Durch eine menschlichere Darstellung der Israelis und der Juden und durch das Vermitteln des wahren demokratischen Charakters Israels und der Vorteile eines friedlichen Zusammenlebens mit Israel, hofft TIP auf lange Sicht und in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, die Kultur des Hasses durch den Willen zu Friedensverhandlungen und zu friedlicher Koexistenz zu ersetzen. Ein friedliches Ergebnis wird sowohl Israel als auch seinen Nachbarn zugute kommen.

2011 wuchs das arabische Medienprogramm in großem Ausmaß. Das Büro von TIP befindet sich in Jerusalem, dem arabischen Mitarbeiterstab gehören nun auch ein Moslem, ein Druse und zwei jüdische Personen an. Gemeinsam haben ihre Bemühungen die Reichweite ihrer traditionellen und sozialen Medien bedeutend vergrößert. Das Team wird von Shirmit Meir, einem ehemaligen israelischen Journalisten, der sich auf Nahost- und Palästinaprobleme spezialisiert hatte geleitet.

Unsere ZieleMenschen-zu-Menschen- das israelische Projekt (TIP) in den arabischen Medien fördert das organisatorische Ziel von TIP, ein Umfeld für einen dauerhaften Frieden zwischen Israel und den Arabischen Ländern zu schaffen. Das hauptsächliche Ziel des Jerusalem Büros von TIP ist eine Grundlage zur friedlichen Koexistenz zu bereiten. Arabische Journalisten und Jugendliche bekommen ein besseres Verständnis für Israel und von Juden, dadurch hofft TIP die gegenwärtige Hasskultur durch Hoffnung zu ersetzen.

Eine Meinungsbefragung von TIP zeigt, dass die meisten arabischen Sprecher ihre Information über Israel und die Juden aus arabischsprachigen Medien beziehen. In der Vergangenheit war diese Information oft irreführend und verzerrt, was zur Aufrechterhaltung der Kultur des Unverständnisses und des Hasses beitrug.
Seit 2007 hat sich TIP direkt an arabische Journalisten gewandt, um ihnen zu zeigen wie Israel wirklich ist- eine Demokratie, die Frieden will. Durch ein besseres Verständnis für Israel werden Araber offener für Frieden und für eine bessere Zukunft auf beiden Seiten sein. Das ist eine schwierige Herausforderung, aber das arabische Medienprogramm von TIP macht einen spürbaren Unterschied. Basierend auf groß angelegten Befragungen durch TIP, durch Untersuchungen in Ägypten, dem Westjordanland, dem Gazastreifen und Jerusalem, basiert der Kontakt von TIP zu Arabern auf folgenden Punkten:
•  Juden und Israelis so zeigen wie sie wirklich sind
•  Israelische Friedensbemühungen aufzeige
•  Die israelische Demokratie betonen- eine Zivilgesellschaft mit sozialer Vielfalt und religiöser Freiheit
•  Betonung der Vorteile eines friedlichen Zusammenlebens- besonders wirtschaftliche Chancen
•  Kampf gegen Antisemitismus in arabischen Ländern

Durch die folgenden Aktivitäten hat TIP den Respekt tausender arabischer Journalisten, einschließlich Vertretern der bedeutendsten Organe gewonnen. Sie verwenden regelmäßig TIP Material in ihren Berichten, besuchen Veranstaltungen, interviewen TIP Mitarbeiter und Experten, drucken von TIP Experten geschriebene Gastkommentare. Kurz gesagt, sie verwenden tatsächliche Fakten über Israel.

Die Verwendung von sozialen Medien und Facebook für den FriedenIn den vergangenen Jahren sind die sozialen Medien zu Eckpunkten des Erfolgs von TIP in den arabischen Medien geworden und haben beispiellose Möglichkeiten geboten, junge arabische Führungspersönlichkeiten zu erreichen. Wie der arabische Frühling gezeigt hat, spielen die sozialen Medien eine große Rolle um Veränderungen zu mobilisieren. Schon vor dem ägyptischen Aufstand, hatte TIP eine Plattform sozialer Medien aufgebaut, nachdem man in einer Untersuchung im Jahr 2010 festgestellt hatte, dass 68% der Bewohner der Westbank einen sicheren Internet-Anschluss und 71% einen Facebook Account haben.
Menschen-zu-Menschen- das Programm von TIP in den arabischen Medien bietet Millionen Arabern eine multi-dimensionale Sicht auf Israel, Israelis und Demokratie. Die zwei arabischen Facebook Seiten von TIP, Twitter und YouTube  geben jungen Arabern einen Einblick in die israelische Gesellschaft, die Demokratie und die Vorteile der Koexistenz. Auf Grund von Umfragen, die zeigten, dass Arbeitplätze das wichtigste Thema in der Region sind, schuf TIP auf Facebook ein Bewerbungsschreiben auf Arabisch. Diese Bewerbung ist unter Israel Uncensored verfügbar und enthält auch Jobangebote, Stipendien, Studienmöglichkeiten und ein praktisches Handbuch zur Karriere. Mit Stichtag 27. Februar 2012 hat die soziale Medienseite von TIP 388,827 ‚likes’ und fast 42.7 Millionen Postings gesammelt.

Die Höhepunkte der Reichweite der sozialen Medien umfassen u.a.:
•  
Israel Uncensored
(Israel unzensoriert). Die Facebook Seite für junge Araber enthält Neues über israelische Kultur, Sport, Rechte der arabischen Bevölkerung und demokratische Freiheit und Koexistenz in Israel. Innerhalb einer Woche nach ihrem Start wurden 5,000 Araber Fans dieser Seite. Am 1. Jänner 2012 hatte Israel Uncensored 258,412 ‚likes’ und 36,720,100 Postings. Die größte Gruppe der ‚Freunde’ kommt aus Ägypten (107,571), Algerien (45,840), Marokko (21,634), Tunesien (10,709), Saudi Arabien (9,849) und Ramallah/Gaza (8,590); 26% davon sind Frauen
•  Almasdar ist die Facebook Seite von TIP für Journalisten und an regionalen Nachrichten interessierte Araber, wo Presseaussendungen, Features, Medienereignisse und Schlagzeilen gepostet werden.
•  Auf dem Arabic YouTube hat TIP 22 Videos über Israel in arabischer Sprache gepostet. Alle zusammen sind diese 25,000-mal angeklickt worden.

Chancen für eine bessere Zukunft – Im September 2011 hat TIP eine arabische Facebook Seite gestartet, auf der die Möglichkeit zur Stellenbewerbungen besteht. Dieses arabische online employment tool kit umfasst Stellenausschreibungen, Stipendien, Studienmöglichkeiten und ein praktisches Handbuch zur Karriere. Obwohl es auf Englisch unzählige Quellen gibt, wie man einen Lebenslauf schreibt, ein Jobinterview gestaltet oder eine Firma startet, gibt es sehr wenig Information auf Arabisch. Das arabische Team von TIP übersetzt diese Quellen und stellt sie Millionen Arabern auf der ganzen Welt zur Verfügung.