Bilaterales Wasserabkommen

Israel und der Südsudan haben zum ersten Mal ein bilaterales Abkommen unterzeichnet. Es handelt sich um eine Vereinbarung zur Kooperation in der Wasserinfrastruktur und Technologie-Entwicklung.  „Wir sehen es als ein Privileg, die ersten [in Israel] zu sein, die ein Abkommen mit dem neuen Staat unterzeichnen“, erklärte Energie- und Wasserminister Uzi Landau bei der Unterzeichnung während einer Zeremonie in der Knesset.
Gewandt an Akec Paul Mayom, den südsudanesischen Wasserminister, fügte er hinzu: „Wir werden weiterhin alles nur Mögliche tun, um Sie zu unterstützen. Sie gehören zu unseren Freunden.“

Landau erkannte Parallelen zwischen Israel und dem Südsudan. „Die Lehren aus der Geschichte unserer Völker ähneln einander“, so der Minister. „Wir haben unmenschliches erfahren. Unsere Pflicht ist sicherzustellen, dass dies nicht wieder geschieht.“     Jerusalem Post

OECD: Israelische Landwirte verbrauchen am wenigsten Wasser

Eine gemeinsame Studie der Welternährungsorganisation und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat gezeigt, dass Israel weltweit die Nummer eins beim wirtschaftlichen Einsatz von Wasser in der Landwirtschaft ist.

Der Bericht geht ausführlich auf die Perspektiven der Landwirtschaft weltweit für die nächsten vierzig Jahre ein und führt an, dass gerade der Wasserverbrauch für eine Verbesserung der Erträge eine große Rolle spielt. Im Bericht heißt es, Israel sei „weltweit führend in der Technologie der Tröpfchenbewässerung* vor allem in Dürre-Gebieten“ und auch in anderen Technologien.
Noch vor dreißig Jahren verwendeten die Landwirte  70% aller Wasserquellen im Land. Heute seien es nur noch 52%. Ein großer Anteil davon ist darüber hinaus wiederaufbereitetes Brauchwasser, also kein Grundwasser. Haaretz

 
*Die moderne Tröpfchenbewässerung, die inzwischen weltweit angewandt wird, begann in Israel mit einer Beobachtung des israelischen Ingenieurs Simcha Blass: Er bemerkte einen Baum in der israelischen Wüste, der größer und besser gewachsen war als die benachbarten Bäume, und stellte fest, dass dieser Baum Wasser von einer undichten Wasserleitung bekam. Heute wird Netafim, die Firma, die 1965 gegründet wurde, um die Idee von Simcha Blass auf den Markt zu bringen, weltweit als Pionier der Tröpfchenbewässerung betrachtet. Sie hat die landwirtschaftliche Industrie revolutioniert und betreibt Bewässerungssysteme in 112 Ländern mit 13 Firmen und 2.400 Angestellten in der ganzen Welt.

Israelische Technologie spart Wasser und Geld

40% des verfügbaren Wassers, so das israelische Startup Stream Control„, gehen jährlich verloren- vor allem durch Lecks in den Leitungen. Angaben der Firma zufolge bedeutet dies einen jährlichen Verlust von US$ 14 Mrd. weltweit. „Stream Control“ hat hierfür eine Lösung entwickelt- den „Aqua-Guard“, der elektronisch den Wasserdruck in Leitungen regelt, um durch zu hohen Druck verursachte Lecks zu vermeiden.  „Wir sparen Wasser, aber auch Geld“, so der Geschäftsführer von „Stream Control“, Shlomo Avitbul. „Die Anschaffungskosten amortisieren sich bereits innerhalb von sechs bis zwölf Monaten.“

Die Vorrichtung ist batteriebetrieben und äußerst energiesparend. Außerdem kann sie auf beinahe jedes existierende Hydraulik-Ventil aufgesetzt werden und berichtet in Echtzeit über eventuelle Lecks. Die Jerusalemer Stadtverwaltung verwendet den „Aqua-Guard“ bereits und berichtet von 30% weniger Lecks. Auch in Tiberias und Rechovot ist der Wasser-wächter schon im Einsatz. Auch der Sprung über den Teich ist der Firma bereits geglückt: Ein Pilotprojekt in Brasilien wird in Kürze starten, ein weiteres Projekt in Mexiko ist geplant.   (NoCamels)