Neuer Webauftritt für Tel Aviv – jetzt auch auf Deutsch

TelAvivDas Tourismus-Ministerium, die Stadt Tel Aviv-Jaffa und die Tel Aviver Hotelvereinigung haben eine neue Tel Aviv-Webseite vorgestellt: http://www.visit-tel-aviv-yafo.com/de

Die Seite richtet sich vor allem an Touristen, wenn sie die Kultur der Stadt entdecken möchten. Initiiert hatten das Projekt das Ministerium für Tourismus, die Gemeinde Tel Aviv-Jaffa und der Verband der Hotelunternehmen der Stadt in Zusammenarbeit mit Vertretern der Schwulenszene.

Mehrere Monate Arbeit und umgerechnet fast 400.000 Euro steckten die Verantwortlichen in die Gestaltung der Internetseite, berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.Mit dem Start der Seite wurde auch ein Video veröffentlicht.Die Seite, die auf Englisch, Deutsch, Französisch, Russisch und Italienisch verfügbar ist, bietet darüber hinaus Informationen zu Nachleben, Restaurants, Museen und noch vielem mehr.

Zum Start der Seite hat die Stadt unter anderem einen Videoclip (www.youtube.com/watch) mit dem Titel „Tel Aviv Urban Symphony“ produziert, das die Lebendigkeit der Stadt zum Fokus hat. Ynet, 04.02.13

 

Wettbeweb um die innovativste Stadt

Tel Aviv steht im Wettbewerb der „Most innovative City of the Year“ des Urban Land Institute und des Wall Street Journals im Finale der letzten drei Kandidaten.
In den vergangenen Wochen waren noch 25 Städte im Rennen- am Wochenende gab das Wall Street Journal die Namen der drei Finalistinnen bekannt. Außer Tel Aviv liegen noch  New York und das kolumbianische Medellín im Rennen.

Vor dem Hintergrund dieses Erfolges wird heute die erste Tel Aviver Innovationskonferenz eröffnet. Bei dem Treffen sollen vor allem digitale Lösungsansätze für urbane Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorgestellt werden. Teilnehmer sind Gründer, Stadtplaner, Bauherren und Bürgermeister aus der ganzen Welt.     Ynet

 

 

 

 

 

 

Sie können unter http://online.wsj.com/ad/cityoftheyear für Tel Aviv abstimmen- und zwar täglich einmal bis Jahresende!

Wie Tel Aviv zur Technologie-Hauptstadt wurde

Von Ben Rooney, Wall Street Journal

Zwischen den europäischen Hauptstädten tobt der Kampf um den Titel der Hightech-Hauptstadt und London, Berlin, Paris und Dublin wollen den Thron für sich in Anspruch nehmen. Doch es gibt bereits einen König, und es ist unwahrscheinlich, dass jemand ihm den Rang ablaufen könnte. Sein Name: Tel Aviv.

Israel ist die Startup-Nation, und Tel Aviv ist ihr Zentrum. Ron Huldai, seit 13 Jahren Bürgermeister, hat den Wandel der Stadt verfolgen können, die noch 1998 kurz vor dem Bankrott stand und heute ein AAA-Rating von „Standard & Poor´s“ hält. Huldai ist ein ungewöhnlicher Mensch. Er ist pensionierter Luftwaffen-Brigadegeneral mit 26 Dienstjahren und ehemaliger Lehrer am Hebräischen Gymnasium in Herzliya- der Schule, die für die Wiedergeburt des Hebräischen steht.
Wenn man Huldai fragt, was er getan hat, um Tel Aviv zum Zentrum des Existenzgründertums zu machen, läuft man ins Leere. „Ich habe gar nichts getan“, erklärt er. Welchen Rat würde er anderen Städten wie London oder Berlin geben? „Ich kann ihnen keinen Rat geben. Ich glaube nicht, dass ich selbst etwas getan habe. Ich habe die Tel Aviver Strände schließlich nicht geschaffen.“
Bohrt man nach, dann fallen ihm gerade einmal zwei Initiativen ein: W-Lan-Zugang in den öffentlichen Räumen der Stadt und eine Bibliothek sowie ein Zentrum für Startups, wo man sich treffen und Kaffee trinken kann. Und gerade wenn man denkt, hier verschwende man gerade seine Zeit, dann beginnt er, seine Strategie zu erklären. Sie hat nichts mit DSL, Kapital oder irgendwelchen Geschäftspraktiken zu tun. Es geht ihm um die Menschen, nicht um die Organisationen. „Wir schaffen einen guten Ort zum Leben für Hightech-Leute- ich tue es für die Menschen, die im Hightech-Bereich arbeiten“, erklärt der Bürgermeister.
Es gibt hier eine deutliche Parallele zu den positiven Schritten, die er unternommen hat, um Tel Aviv zur „gay-friendly City“ zu machen. Nach seiner Wahl hat er sehr erfolgreich eine Politik angestoßen, um die LGBT-Community zu unterstützen. Die Stadt wurde vor kurzem zur besten Gay-Stadt der Welt ernannt. „Es geht darum, eine Umgebung zu schaffen, die unterstützend ist“, so Huldai.

Einer der ersten Schritte war die Sanierung des Rothschild Boulevards. Er war heruntergekommen und schmutzig, und die Banken drohten auszuziehen. Heute ist die Straße eine blühende Ausgehmeile, auf der sich vor allem junge Menschen gern aufhalten.  „Tel Aviv war zu einer Stadt geworden, die Menschen benutzen, nicht eine, in der sie leben“, so Huldai. Seine Strategie- die Stadt zu einem Ort zu machen, wo die Art von Leuten, die Startups gründen, gerne leben würden. Die meisten Gründer im Bereich der digitalen Medien sind jung, gegenkulturell und fühlen sich von lebendigen, heterogenen und internationalen Städten angezogen. Ein Drittel der Bevölkerung Tel Avivs ist heute unter 35, und es gibt im Schnitt eine Bar auf 200 Einwohner.

Dass Israel ein Startup-Schwergewicht ist, steht außer Zweifel. Eine kürzlich von der Stadt in Auftrag gegebene Studie hat allein in Tel Aviv-Jaffa 600 Startups gezählt. Huldais Vision ist, mehr ausländische Investitionen und mehr internationale Studierende und Arbeitnehmer anzuziehen. Dafür übt er Druck auf die Regierung aus, die Visumsanforderun- gen zu ändern.
Doch auch darüber hinaus gibt es bedeutende Hürden. Der Bericht, der in Auftrag gegeben worden war, um die Voraussetzungen für die Technologie-Ambitionen der Stadt näher zu untersuchen, benennt vor allem die hohen Lebenshaltungskosten, die Sprache, den wachsenden Wettbewerb, die Bürokratie und die Lage als problematisch. Doch, so Huldai: „Die Hauptsache ist, wie die Menschen die Situation und den Staat Israel sehen.“  ( Wall Street Journal)

Tel Aviv weiht Fouad-Dajani-Platz ein

In Tel Aviv-Jaffa wurde Ende Februar ein Platz nach dem arabischen Arzt Fouad Ibrahim Dajani benannt. Der Arzt, der von 1890 bis 1940 in Jaffa gelebt hatte, ist der Gründer des gleichnamigen Krankenhauses. Dajani hatte das Krankenhaus in den 1930er Jahren aufgebaut und sich auf Chirurgie und Geburtshilfe spezialisiert. Im Zweiten Weltkrieg erhielt er eine Auszeichnung für die ärztliche Behandlung britischer Soldaten.

Zur Einweihung des Platzes waren dreihundert Personen angereist, darunter sein Sohn und viele weitere Familienmitglieder, unter anderem aus den USA, Tunesien, Großbritannien und Jordanien. Ahmad Mashharawi, Mitglied des Stadtrates, erklärte: „Dies ist ein historischer Tag, der Juden und Araber verbindet. Dajani ist mit allen zurechtgekommen.“ (Ynet/Angehörige der Familie © M. Kamchi))

Tel Aviv kreativste Stadt der Welt

Tel Aviv gehört mit London, Sydney, Stockholm und Shanghai zu den kreativsten Städten der Welt. Das befand die zweitgrößte Tageszeitung Kanadas, „The Globe and Mail“, unter Berufung auf den „Global Creativity Index“ der „Roman School of Management“.

Der entwickelte Index zeigt das Innovationspotential der Städte auf und fokussiert sich insbesondere auf die „Drei Ts“: Technologie, Talent und Toleranz. Dass Israel und vor allem Jungunternehmer in der Umgebung Tel Avivs im technischen Bereich Spitze sind, zeigt sich nach Ansicht der Juroren an der Entwicklung und dem Verkauf von Software an internationale Großunternehmen.