Vortrag und Diskussion zum Al-Quds-Tag in Wien/

„Al-Quds-Tag: Antisemitischer Feiertag des iranischen Regimes. Rechte, Linke & Islamisten gegen Israel“

DO 24.7.2014, 19:00 Uhr

Grünes Haus, Lindengasse 40, 1070 Wien

Vorträge & Diskussion mit Soma Mohammad Assad, Stephan Grigat & Heribert Schiedel

Moderation: Fanny Rasul


Seit der islamischen Revolution im Iran finden alljährlich am sogenannten „Al-Quds-Tag“ weltweit Demonstrationen statt, auf denen zur Vernichtung Israels aufgerufen wird. Seit Jahren marschieren an diesem Tag auch in Wien Unterstützer des iranischen Regimes, das sich derzeit abermals als seriöser Verhandlungspartner bei den Atomgesprächen inszenieren darf, durch die Innenstadt. Das wollen wir zum Anlass nehmen, über den Charakter der antisemitischen, misogynen und homosexuellenmordenden Herrschaft der Ajatollahs im Iran zu informieren, einen kritischen Blick auf den europäischen Kulturrelativismus zu werfen und die rechten und linken Freunde dieser islamistischen Diktatur ins Visier zu nehmen, deren „Oberster geistlicher Führer“ Ali Khamenei zum diesjährigen iranischen Neujahrsfest abermals die historische Realität des Holocaust in Frage gestellt hat.
Soma Mohammad Assad studiert Politikwissenschaft, schreibt an ihrer Masterarbeit über „Holocaust-Wahrnehmung junger Muslime in Österreich“ und arbeitet für dieMedienbeobachtungsstelle Naher Osten.
Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, wissenschaftlicher Direktor von STOP THE BOMB und Mitherausgeber von „Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur & ihrer europäischen Förderer“.
Heribert Schiedel ist Rechtsextremismusexperte des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands, in der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich und derForschungsgruppe Ideologien & Politiken der Ungleichheit aktiv und Autor von „Extreme Rechte in Europa“. In dem Band „Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes & Perspektiven der Freiheitsbewegung“ hat er einen Beitrag über das Verhältnis europäischer Rechtsextremer zum iranischen Regime veröffentlicht.
 
Bündnis gegen den Al-Quds-Tag in Wien: Israelitische Kultusgemeinde, Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Grüne & Alternative StudentInnen, Or Chadasch – Jüdisch-Liberale Gemeinde Wien, Junge Linke, SoHo – Sozialdemokratische Lesben-, Schwulen- und Transgenderorganisation, Die Grünen Andersrum Wien, Jüdische Österreichische HochschülerInnen, STOP THE BOMB, HOSI-Homosexuelle Initiative Wien, Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich, Kurdische Gesellschaft für Bildung, Integration und Kultur, ÖIG – Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Club der Freunde Israels, Zionistische Föderation in Österreich, Bund sozialdemokratischer Juden – Avoda, QueerHebrews, Women’s International Zionist Organisation – European Council of WIZO Federations, Haschomer Hatzair, Basisgruppe Politikwissenschaft, Bnai Brith, exsuperabilis.blogspot.com, LICRA-Österreich, Österreichischer Auslandsdienst, Cafe Critique, Verein Mesusa, Kommunistischer Student_innenverband Linke Liste, monochrom, Republikanischer Club – Neues Österreich, Misrachi Österreich, Bnei Akiva, WIFNO – Wissenschaft für Frieden in Nahost, u.a.

Leserbrief zum Gazakrieg, Presse Printausgabe 29.07.2014

Israel „überrascht“ nicht mit Angriffen, es reagiert

„Die Furcht vor Palästinas Einheit!“, GK von Raed Sabbath, 25.7.
Zum o. a. Gastkommentar ist Folgendes anzumerken:–Israel „überrascht“ nicht mit Angriffen, sondern reagiert (spät) nach zahlreichen Raketenangriffen auf seine Zivilbevölkerung, und dies nach vorhergehender telefonischer/elektronischer Ankündigung, welche Abschussrampen und militärischen (zivil getarnten) Ziele bombardiert werden.–Israel bekämpft somit nicht die Bevölkerung Gazas, sonst würde es nicht Strom usw. liefern und sogar die von der Hamas zerbombte Stromzufuhr unter Armeeschutz reparieren.

–Nebstbei wird die Bevölkerung von der Hamas sehr wohl aufgefordert, als Schutzschilde zu fungieren, dies zu bestreiten zeugt von Realitätsverlust. Dazu: Die UNO beschwert sich über den Missbrauch der Lagerung von Raketen in ihren (schulischen) Einrichtungen.

–Israel hat sehr bald die Mörder des Palästinensers ausgeforscht und festgenommen, die Mörder der Israelis werden nicht einmal gesucht bzw. begrüßte die Hamas diese Morde.

–Der Vorwurf, Israel wehrt sich unverhältnismäßig gegen Terror, ist absurd, genauso als würde man die Überlegenheit der amerikanischen Streitkräfte im Kampf gegen Nazi-Deutschland als unfair bezeichnen. Ein Vergleich zeigt die Verhältnismäßigkeit und Zurückhaltung der israelischen Armee: Unter den 700 Toten sind bedauernswerterweise eine von der Hamas gemeldete Anzahl von Zivilisten. Wie viele Zivilisten, darunter Frauen, Kinder, sind unter den hunderttausend(en) Toten im syrischen Bürgerkrieg?

Fazit: Israel-Kritik ist erlaubt. Ich warte allerdings auf den Tag, an dem ein in Österreich lebender Palästinenser die Hamas öffentlich kritisiert – und sei es nur für die Hinrichtung von Homosexuellen (nach dem Vorbild des Geld- und Raketenbringers Iran)…

Mag. Hans-Jürgen Tempelmayr, 1050 Wien