Unbewusst kombiniert

Wovon Schüler träumen: Das Gehirn löst komplexe Fragestellungen auch im Unbewussten.

An der Hebrew University in Jerusalem wurde diese Erkenntnis mit folgendem Experiment gewonnen. Man spielte über 270 Probanden vor ihren beiden Augen unterschiedliche Videos vor: vor einem Auge ein ruhiges Bild (ein mathematisches Beispiel oder kurze Worte in lesbarer Reihenfolge) und vor dem anderen Auge schnell wechselnde Bilder. Bewusst nahmen die die schnellen Bildfolgen wahr, während die langsamen Bilder im Unbewussten blieben.

Danach wurden sie nach spontan erdachten Zahlen gefragt – ihnen fielen vor allem jene Zahlen ein, die das Ergebnis der unbewusst wahrgenommenen Rechnung angaben –, oder nach Redewendungen – dabei fielen ihnen vor allem unbewusst wahrgenommene „nonsens“-Meldungen (wie z.B. „die Bank frisst das Zebra“) und Redewendungen mit negativem Inhalt ein, während sie die Sinn machenden Redewendungen („der Löwe frisst das Zebra“) ignorierten.

Die Ergebnisse der Studie lassen die Funktion des menschlichen Bewusstseins neu überdenken.

Die Studie wurde auch im bekannten US-Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“ publiziert

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