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Wiesenthal Center veröffentlicht drei neue Namen von Naziverbrechern

Das Simon Wiesenthal Center hat erklärt, es habe der Liste der zehn am meisten gesuchten Naziverbrecher drei neue Namen hinzugefügt. Einer der drei lebt in Ungarn, die beiden anderen in Kanada. Kanada sei dabei gescheitert, gesuchte Nationalsozialisten auf seinem Gebiet zur Rechenschaft zu ziehen, erklärte das Zentrum.

Die beiden Verdächtigen in Kanada sind Vladimir Katriuk, der der Kommandant einer ukrainischen Armeeeinheit gewesen sein soll, die Massenmorde in Weißrussland durchgeführt hat und Helmut Oberlander, mutmaßliches Mitglied der “Einsatzgruppen”, die in der Süd-Ukraine zahlreiche Juden ermordeten.
Beide waren nach dem Krieg nach Kanada geflohen und hatten die kanadische Staatsbürgerschaft inne. Nach dem Bekanntwerden ihrer jeweiligen Verwicklung in den Nationalsozialismus wurde beiden die Staatsbürgerschaft in der Vergangenheit entzogen, jedoch später wieder zurückgegeben, Oberlander sogar mehrmals.

Auch der dritte Mann auf der Liste, Laszlo Csatary, war nach dem Krieg zunächst nach Kanada geflohen. Er soll 1944 in der ungarisch besetzten Slowakei für  die Deportation von 15.700 Juden in das Konzentrationslager Auschwitz verantwortlich gewesen sein. Auch ihm wurde 1997 die kanadische Staatsbürgerschaft aberkannt, er ist damals ausgereist und lebt seitdem in Ungarn.

Efraim Zuroff, Leiter des Zentrums in Israel, erklärte, in den letzten 11 Jahren seien etwa 90 nationalsozialistische Kriegsverbrecher verurteilt worden. “Auch wenn die vorherrschende Annahme ist, es sei zu spät, Naziverbrecher der Gerechtigkeit zuzuführen, beweisen die Zahlen das Gegenteil”, so Zuroff.  Haaretz

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