Kupferschmied – ein nobler Beruf

Die Kupferschmiede des Timna-Tals aßen nur vom feinsten – vor 3000 Jahren. Dr. Erez Ben-Yosef und Dr. Lidar Sapir-Hen der Tel Aviv Universität fanden heraus: In dieser sehr trockenen Gegend werden selbst vorverdaute organische Materialien wie Samen, Knochenreste und Fischgräten – Fisch musste weite Strecken transportiert werden! – konserviert. Man kann daraus auch heute einen Menüplan erstellen.

Kupfer war ein kostbares Material, und somit ein Machtmittel. Die Brennöfen waren komplex in ihrer Funktion und schwer zu errichten. Menschen, die damit arbeiteten, waren gut ausgebildet und hoch angesehen.

Sklaven kamen in den Bergwerken auch zum Einsatz, die Bergmanns-Gesellschaft war differenziert. Sie schürften Erze und hatten keinen Zutritt zu den Schmelzöfen. Ihr Wohnbereich war von einer Mauer umgeben.

Nocamels

Ein Flugzeug zur Startbahn zu führen..

..ist ein energieaufwendiges Unterfangen. Setzt der Pilot die Triebwerke ein, benötigt er (unnötig) viel Treibstoff.
Die staatliche Israel Aerospace Industries (IAI) hat gemeinsam mit ihren Partnerfirmen Lufthansa, Airbus und TLD das System TaxiBot entwickelt, ein vom Piloten gesteuertes halbautomatisiertes Zugfahrzeug. Mit diesem kann man Flugzeuge vom Typ Boeing 737 oder Airbus A320 energiesparend zur Startbahn ziehen. Die beiden Flugzeugtypen bestreiten 70 Prozent des weltweiten Flugverkehrs. Weiterlesen

Ablaufdatum verschoben

Fast die Hälfte aller Lebensmittel erreicht niemals die Konsumenten, es vergammelt schon beim Transport und bei der Lagerung. Um das zu vermeiden, werden Pestizide und Fungizide eingesetzt. Letztere sind oft kupferhaltig und von der Weltgesundheitsorganisation WHO nur bis zu einem gewissen Grenzwert erlaubt – aber es geht auch ganz ohne Kupfer!
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Darmbakterien im Jetlag

Schichtarbeiter und Vielflieger haben oft Gesundheitsprobleme, das ist leidlich bekannt. Häufiger Wechsel im Tag-Nacht-Rhythmus führt zu Stoffwechselschäden, Schlafmangel und oft auch Störungen im Magen-Darm-Trakt. Denn: der Mensch selbst und seine lieben Symbionten im Magen-Darm-Trakt haben einen aufeinander abgestimmten Tag-Nacht-Rhythmus. Weiterlesen

Der Standard.at vom 11.02.2015

Judenhetze auf Facebook: Oberstaatsanwaltschaft will Neuaufnahme
11. Februar 2015, 15:15

„Ich könnte alle Juden töten“: StA Linz stellte Verfahren ein – OStA: Wir sehen das anders

Für Aufregung sorgt eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft Linz: Sie hat ein Verfahren gegen einen Oberösterreicher eingestellt, der antisemitische Hetze auf Facebook gepostet hatte. Die Oberstaatsanwaltschaft Linz will nun die Neuaufnahme des Verfahrens bewirken.

„Ich könnte alle Juden töten. Aber ich habe einige am Leben gelassen, um euch zu zeigen, wieso ich sie getötet habe“, war auf der Facebookseite des Oberösterreichers zu lesen, auch ein Portrait Adolf Hitlers mit Hakenkreuzbinde wurde gepostet.

Der Mann rechtfertigte sein Posting mit dem israelischen Beschuss des Gaza-Streifens, die Staatsanwaltschaft Linz schien seiner Argumentation zu folgen: Sie stellte ihr Verfahren nach dem Verbotsgesetz im Dezember gegen den Mann ein. Das berichten die „Oberösterreichischen Nachrichten“. Begründung: Es handle sich nicht um Wiederbetätigung, sondern vielmehr um „eine Unmutsäußerung gegenüber Israel.“

„Offenbar alles legitim“

Diese Aussagen sorgen unter anderem bei der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft für Empörung. „Es ist mehr als besorgniserregend, wenn übelste antisemitische Hetze gegen Jüdinnen und Juden sowie gegen den Staat Israel ohne Konsequenzen bleibt. Unter dem Deckmantel der ‚Israelkritik‘ scheint für die österreichische Justiz offenbar alles legitim zu sein“, so ÖIG-Präsident Richard Schmitz.

Oberstaatsanwaltschaft: Teilen Meinung nicht

Die der StA Linz übergeordnete Behörde zeigt sich ebenfalls wenig erfreut über die Entscheidung, das Verfahren einzustellen. „Wir teilen diese Meinung nicht ganz“, sagt Behördensprecher Bruno Granzer auf derStandard.at-Anfrage. „Der Sachverhalt kann durchaus so interpretiert werden, dass er anklagbar wäre.“ Zwar sieht auch die OStA den Tatbestand der Verhetzung als nicht verwirklicht an, da der Poster „niemanden beschimpft“ habe und auch „nicht zu Gewalt aufgerufen hat“, so Granzer. Man könne jedoch davon ausgehen, dass es sich um nationalsozialistische Wiederbetätigung handle.

Die OStA will nun den Ball zurück an die StA Linz spielen. „Wir werden alle Möglichkeiten prüfen, dass das doch noch neu aufgerollt wird“, so Granzer.

Die Grünen verlangen indes von Justizminister Wolfgang Brandstetter eine „gründliche Aufklärung“ des Falles. „Entweder der Fehler liegt bei den Strafverfolgungsbehörden, oder wir haben es mit einer gefährlichen Regelungslücke im Strafrecht zu tun. Dann müsste über die entsprechende Ausweitung des Verhetzungsparagraphen im Rahmen der bevorstehenden StGB-Reform nachgedacht werden“, sagt deren Justizsprecher Albert Steinhauser. (sterk, derStandard.at, 11.2.2015)

Grinsewecker

„Wie man in den Morgen lächelt, so lächelt er zurück!“ meinte der Erfinder Hanan Rofe Haim und entwickelte einen App-Wecker, der nur mit einem Lächeln zum Schweigen gebracht werden kann. Haim ist der Überzeugung, dass auch der größte Morgenmuffel mit mehr Erfolg in seinen Tag startet, wenn er zuerst seinen Wecker mit einem strahlenden Lächeln von seiner guten Laune überzeugen muss. Dieses lässt sich auch per „selfie“ verschicken, speichern und bearbeiten.

Smile Clock kostet nichts, die Testversion wurde in den ersten zwei Monaten schon 3.500mal herunter geladen, und: man kann immer noch den snooze-Modus verwenden, der einem noch ein paar Minuten Polster Lauschen vergönnt.

Times of Israel

Handy laden ohne Kabel

Meistens ist der Akku leer, wenn man noch einen wichtigen Anruf erledigen muss oder dringend etwas im Internet sucht. Viele Handy-Typen muss man auch täglich laden.

Die beiden Unternehmer Victor Vaisleib and Ortal Alpert haben einen Prototypen konstruiert, der ohne Kabel auskommt, er arbeitet mit Infrarotlicht. Weiterlesen

Schi-opening in Israel

(ÖIG) 13.01.2015
Im Norden Israels wurden diese Woche Rekordschneefälle verzeichnet. Die Straße nach Safed mußte sogar vorrübergehend für den Verkehr gesperrt werden. Während viele Israelis in unadäquat gedämmten und beheizbaren Wohnungen vor sich hinfrieren oder sich in wärmere Cafes kuscheln, freuen sich die Betreiber des kleinen Schigebietes am Mout Hermon.
Dort hatte man eher Sorge die Pisten nach den Schneefällen (es werden bis zu einem Meter berichtet!) rechtzeitig zu präparieren, bevor der Spaß wieder vorbei ist. Kunstschnee kann aufgrund fehlenden Wassers nämlich nicht hergestellt werden.
In der Nacht wurden am Golan minus 10 Grad C gemessen.
Ein weitere positiver Effekt der diesjährigen außergewöhnlichen Winterniederschläge: Der Wasserspiegel des Sees Genezareth stieg um 11 cm. Der Rest wird nach der Schneeschmelze folgen, wenn die Besucher längst wieder leichtbekleidet auf der Strandpromenade von Tel Aviv spazierengehen….

Hans Rauscher im Standard zu Alois Brunner

Arabische Nationalisten sahen in den Nazis ihr großes Vorbild

Nach einer Mitteilung des Simon Wiesenthal Center in Los Angeles ist der 1912 in Österreich geborene Alois Brunner, einer der ärgsten Täter des Holocaust, schon 2009 oder 2010 in Damaskus verstorben – hochbetagt, beschützt vom Regime des syrischen Diktators Assad senior. Arabische Nationalisten sahen (und sehen teilweise noch) in den Nazis ihr großes Vorbild.

Zu Brunner gibt es eine österreichische Fußnote. Dass die österreichische Justiz bis 2007 gebraucht hat, um eine Ergreifungsprämie auf ihn auszusetzen, ist eine Sache. Eine andere ist, dass Brunner anscheinend in Kontakt mit einem Heilkräuterverein im nördlichen Waldviertel stand. Jedenfalls erreichte ihn in Damaskus von dessen Absendeadresse ein Brief, den er auch öffnete und daraufhin ziemlich schwere Verletzungen erlitt. Es wird allgemein angenommen, dass der israelische Geheimdienst Mossad der Absender der Briefbombe war.

Der Heilkräuterverein war eine Gründung des verstorbenen „Kräuterpfarrers Weidinger“, der sehr lange eine beliebte Kolumne in der Krone hatte (jetzt ordiniert dort ein anderer Kräuterpfarrer).

Der originale Kräuterpfarrer meldete in seiner Krone-Kolumne zwischen Tausendgüldenkraut und Meisterwurz mindestens einmal Zweifel an Hitlers Schuld am Zweiten Weltkrieg an, eine klassische Altnazi-Argumentation. Stand Weidinger mit Brunner in Verbindung und nutzte das der Mossad aus? (Hans Rauscher, DER STANDARD, 2.12.2014)