3.12.2014 Presseaussendung der Europäisch-Israelischen Gesellschaften

Keine vorschnelle Anerkennung Palästinas
Europäisch-Israelische Freundschaftsgesellschaften appellieren an die Parlamente und Regierungen Europas
Wien/Brüssel (OTS) – Die europäischen Freundschaftsgesellschaften mit Israel, die sich in Brüssel am 30. November 2014 getroffen haben, appellieren an die Parlamente und Regierungen in Europa, von einer vorschnellen Anerkennung Palästinas als Staat abzusehen.

Die Absicht, mit einer Anerkennung Palästinas dessen Position zu stärken, um damit den Friedensprozess zu beflügeln, ist angesichts der jüngsten Entwicklungen und Ereignisse reines Wunschdenken.

Das Zusammenwachsen von Fatah und Hamas in einer Einheitsregierung hat sich als Fiktion erwiesen. Der Kampf zwischen den beiden rivalisierenden Gruppen wird unerbittlich weitergeführt. Hamas zeigt unverändert ihr terroristisches Gesicht.

Wer also heute Palästina anerkennt, muss sich bewusst sein, dass er damit vor allem Hamas für ihren unaufhörlich gegen Israel gerichteten Terror belohnt.

Wir ersuchen die Parlamente und Regierungen in Europa, ebenso wie das Europäische Parlament, eine formelle Anerkennung Palästinas erst dann vorzunehmen, wenn und falls die palästinensische Seite bereit und willens ist, mit Israel und seinen jüdischen Bewohnerinnen und Bewohnern in Frieden zusammenzuleben.

Als Freunde Israels sehen wir keine Alternative zur Zwei-Staaten-Lösung. Diese muss in direkten Verhandlungen zwischen den beiden Konfliktparteien entwickelt und vereinbart werden.

Brüssel, 30. November 2014

Mitunterzeichnende:

Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG)
Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG)
Gesellschaft Schweiz-Israel (GSI)
Associacao de Amizade Portugal-Israel
Anglo-Israel Association
Ceská Spolecnost Prátel Izraele
Cultural Friendship Association Romania-Israel
Dansk-Israelsk Selskab
Drustvo srpsko-jevrejskog prijateljstva
Federazione delle Associazioni Italia-Israele
Alliance France-Israel. Alliance Général Koenig.
Ireland Israel Friendship League
Irish 4 Israel
Israel Friendship Coalition (Finland)
Les amitiées Belgo-Israélienne
Magyar-Izraeli Baráti Társaságok és Körök Országos Szövetsége
Med Israel for fred (Norway)
Samfundet Sverige-Israel

Hans Rauscher im Standard zu Alois Brunner

Arabische Nationalisten sahen in den Nazis ihr großes Vorbild

Nach einer Mitteilung des Simon Wiesenthal Center in Los Angeles ist der 1912 in Österreich geborene Alois Brunner, einer der ärgsten Täter des Holocaust, schon 2009 oder 2010 in Damaskus verstorben – hochbetagt, beschützt vom Regime des syrischen Diktators Assad senior. Arabische Nationalisten sahen (und sehen teilweise noch) in den Nazis ihr großes Vorbild.

Zu Brunner gibt es eine österreichische Fußnote. Dass die österreichische Justiz bis 2007 gebraucht hat, um eine Ergreifungsprämie auf ihn auszusetzen, ist eine Sache. Eine andere ist, dass Brunner anscheinend in Kontakt mit einem Heilkräuterverein im nördlichen Waldviertel stand. Jedenfalls erreichte ihn in Damaskus von dessen Absendeadresse ein Brief, den er auch öffnete und daraufhin ziemlich schwere Verletzungen erlitt. Es wird allgemein angenommen, dass der israelische Geheimdienst Mossad der Absender der Briefbombe war.

Der Heilkräuterverein war eine Gründung des verstorbenen „Kräuterpfarrers Weidinger“, der sehr lange eine beliebte Kolumne in der Krone hatte (jetzt ordiniert dort ein anderer Kräuterpfarrer).

Der originale Kräuterpfarrer meldete in seiner Krone-Kolumne zwischen Tausendgüldenkraut und Meisterwurz mindestens einmal Zweifel an Hitlers Schuld am Zweiten Weltkrieg an, eine klassische Altnazi-Argumentation. Stand Weidinger mit Brunner in Verbindung und nutzte das der Mossad aus? (Hans Rauscher, DER STANDARD, 2.12.2014)

Presseaussendung der ÖIG-5.11.2014

Wiener SPÖ steht offenbar zu Al-Rawis antiisraelischer Agitation
Beglaubigte Übersetzung belegt einseitige Äußerungen
Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft bleibt bei ihrer Kritik an den antiisraelischen Äußerungen von GR Omar Al-Rawi in einem Interview mit einer ägyptischen Nachrichtenagentur. Diese stellen leider keinen Einzelfall dar und tragen wieder einmal den Nahostkonflikt in die österreichische Innenpolitik.

Die Wiener SPÖ stört offenbar nur der Vergleich mit einem österreichischen Gesetz, nicht jedoch die antiisraelische Obsession ihres Abgeordneten an sich. Wie eine beglaubigte Übersetzung belegt, bezeichnete Al-Rawi den jüngsten Gaza-Krieg einseitig als israelische „Aggression gegen den Gazastreifen“. Diese verzerrende und einseitige Formulierung dient höchstens der Weiterverbreitung antiisraelischer Ressentiments, nicht jedoch einer gerechten Beurteilung der Situation.

Dazu ÖIG-Generalsekretärin Susi Shaked: „Hunderte Raketen wurden von palästinensischen Terrororganisationen aus Gaza nach Israel abgefeuert, bevor Israel überhaupt militärisch reagierte. Daher eine ‚Aggression‘ Israels zu implizieren, ist eine offensichtlichen Ressentiments geschuldete Darstellung der Ereignisse. Es würde einem gewählten österreichischen Politiker gut anstehen, zur Verständigung und zum Abbau von Ressentiments beizutragen, anstatt diese zu schüren. Antiisraelische Agitation gefährdet das friedliche Miteinander in Wien und ist verantwortungslos, wie wir bei den antiisraelischen und antisemitischen Ausschreitungen im Sommer gesehen haben. Hier sind die Wiener Politiker gefordert, zu deeskalieren anstatt anzufachen. Die ÖIG wird in solchen Situationen auch weiterhin ihre Stimme erheben.“

Die ÖIG erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass Al-Rawi bereits in der Vergangenheit mit einschlägigen Äußerungen auffiel. So sprach er etwa 2010 vor antiisraelischen Demonstranten in Wien davon, dass neun von der israelischen Marine auf der als „Hilfsflotille“ getarnten Mavi Marmara getötete Dschihadisten „nicht umsonst gestorben“ seien und versprach: „Wie werden euren Weg weiterführen“. Von Beobachtern wurde dies als öffentliche Solidarisierung mit gewaltbereiten Islamisten gesehen. Diese hatten vor ihrem Tod ihren Wunsch auf Video aufgezeichnet, im Kampf gegen Israel als „Märtyrer“ zu sterben. Mindestens einer der Mavi Marmara-„Friedensaktivisten“, die von Al-Rawi als „tapfere Menschen“ gehuldigt wurden, schloss sich übrigens dem verbrecherischen Islamischen Staat (ISIS) an und wurde vor kurzem bei US-Luftschlägen in Syrien getötet.

Presseaussendung ÖIG zu den Äusserungen Al Rawis (30.10.14)

ÖIG verurteilt GR Al-Rawis erneute Hetze gegen Israel und fordert Konsequenzen

Wiener Politiker heizt Nahostkonflikt in Interview mit ägyptischer Agentur an
Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft zeigt sich schockiert über ein Interview des Wiener Gemeinderats und Landtagsabgeordneten Omar Al-Rawi (SPÖ) mit der ägyptischen Mena-Agentur, in dem dieser den Staat Israel als Aggressor darstellt. Weiterlesen

Presseaussendung (inkl. Reaktionen!): ÖIG bestürzt über Bundespräsident Fischers anti-israelische Parteinahme

Antisemitische Umtriebe in Österreich sind eindeutig zu verurteilen
Wien (OTS) – 25.08.2014 -ÖIG

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft zeigt sich bestürzt über die parteiische Haltung des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer im gegenwärtigen Konflikt zwischen der Hamas und Israel. Sonst stets um die österreichische Neutralität besorgt, lässt Fischer ausgerechnet bei diesem Konflikt jegliches Bemühen um Objektivität vermissen. Weiterlesen

Presseaussendung

ÖIG: Angriff auf Maccabi Haifa Spieler abscheulich, rasche Aufklärung gefordert
Kundgebung am 26.7. gegen Antisemitismus und Islamismus! Für Solidarität mit Israel!

Die brutalen Angriffe auf Spieler des israelischen Fußballklubs Maccabi Haifa müssen rasch untersucht und die Täter zur Verantwortung gezogen werden. „Wir verurteilen Angriffe auf Israelis und Juden in Österreich und sind aufgrund der aktuellen Vorkommnisse sehr besorgt“, zeigt sich ÖIG-Präsident Dr. Richard Schmitz eschüttert.

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft und viele andere Gruppen der Zivilgesellschaft protestieren gemeinsam gegen die antiisraelische und antisemitische Hetze in Österreich. Am Samstag, den 26. Juli, wird es um 16:30 Uhr am Lugeck eine Kundgebung gegen den islamistischen Al-Quds-Tag geben, der vom Iran weltweit zur Beseitigung Israels inszeniert wird. Seitens der ÖIG werden ÖIG-Vorstandsmitglied und SPÖ-Gemeinderat Peter Florianschütz, Vorstandsmitglied und ehemaliger Botschafter Österreichs in Israel Dr. Kurt Hengl sowie der KZ-Überlebende und ÖIG-Beiratsmitglied Prof. Rudi Gelbard sprechen.

Die ÖIG fordert eine klare und deutliche Stellungnahme der österreichischen Politik zum gesicherten Existenzrecht Israels und zum Recht auf Selbstverteidigung gegen die Angriffe auf israelische Zivilisten. „Die zivilen Opfer des derzeitigen Konflikts sind von den Terrororganisationen wie Hamas und Islamischer Dschihad zu verantworten, die palästinensische Zivilisten als menschliche Schutzschilder für ihre Angriffe auf israelische Zivilisten benutzen – ein doppeltes Kriegsverbrechen! Laut gestrigem Bericht der Süddeutschen Zeitung ist der Flughafen Teheran ein Umschlagplatz für Waffen und Raketen, mit denen diese Terrorgruppen versorgt werden. Vor diesem Hintergrund und aufgrund unserer historischen Verantwortung ist es untragbar, dass Österreich das Regime im Iran hofiert und Bundespräsident Fischer im September in den Iran reisen möchte“, erklärt ÖIG-Präsident Schmitz.

Österreichisch-Israelische Gesellschaft

Vortrag und Diskussion zum Al-Quds-Tag in Wien/

„Al-Quds-Tag: Antisemitischer Feiertag des iranischen Regimes. Rechte, Linke & Islamisten gegen Israel“

DO 24.7.2014, 19:00 Uhr

Grünes Haus, Lindengasse 40, 1070 Wien

Vorträge & Diskussion mit Soma Mohammad Assad, Stephan Grigat & Heribert Schiedel

Moderation: Fanny Rasul


Seit der islamischen Revolution im Iran finden alljährlich am sogenannten „Al-Quds-Tag“ weltweit Demonstrationen statt, auf denen zur Vernichtung Israels aufgerufen wird. Seit Jahren marschieren an diesem Tag auch in Wien Unterstützer des iranischen Regimes, das sich derzeit abermals als seriöser Verhandlungspartner bei den Atomgesprächen inszenieren darf, durch die Innenstadt. Das wollen wir zum Anlass nehmen, über den Charakter der antisemitischen, misogynen und homosexuellenmordenden Herrschaft der Ajatollahs im Iran zu informieren, einen kritischen Blick auf den europäischen Kulturrelativismus zu werfen und die rechten und linken Freunde dieser islamistischen Diktatur ins Visier zu nehmen, deren „Oberster geistlicher Führer“ Ali Khamenei zum diesjährigen iranischen Neujahrsfest abermals die historische Realität des Holocaust in Frage gestellt hat.
Soma Mohammad Assad studiert Politikwissenschaft, schreibt an ihrer Masterarbeit über „Holocaust-Wahrnehmung junger Muslime in Österreich“ und arbeitet für dieMedienbeobachtungsstelle Naher Osten.
Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, wissenschaftlicher Direktor von STOP THE BOMB und Mitherausgeber von „Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur & ihrer europäischen Förderer“.
Heribert Schiedel ist Rechtsextremismusexperte des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands, in der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich und derForschungsgruppe Ideologien & Politiken der Ungleichheit aktiv und Autor von „Extreme Rechte in Europa“. In dem Band „Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes & Perspektiven der Freiheitsbewegung“ hat er einen Beitrag über das Verhältnis europäischer Rechtsextremer zum iranischen Regime veröffentlicht.
 
Bündnis gegen den Al-Quds-Tag in Wien: Israelitische Kultusgemeinde, Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Grüne & Alternative StudentInnen, Or Chadasch – Jüdisch-Liberale Gemeinde Wien, Junge Linke, SoHo – Sozialdemokratische Lesben-, Schwulen- und Transgenderorganisation, Die Grünen Andersrum Wien, Jüdische Österreichische HochschülerInnen, STOP THE BOMB, HOSI-Homosexuelle Initiative Wien, Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich, Kurdische Gesellschaft für Bildung, Integration und Kultur, ÖIG – Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Club der Freunde Israels, Zionistische Föderation in Österreich, Bund sozialdemokratischer Juden – Avoda, QueerHebrews, Women’s International Zionist Organisation – European Council of WIZO Federations, Haschomer Hatzair, Basisgruppe Politikwissenschaft, Bnai Brith, exsuperabilis.blogspot.com, LICRA-Österreich, Österreichischer Auslandsdienst, Cafe Critique, Verein Mesusa, Kommunistischer Student_innenverband Linke Liste, monochrom, Republikanischer Club – Neues Österreich, Misrachi Österreich, Bnei Akiva, WIFNO – Wissenschaft für Frieden in Nahost, u.a.

Leserbrief zum Gazakrieg, Presse Printausgabe 29.07.2014

Israel „überrascht“ nicht mit Angriffen, es reagiert

„Die Furcht vor Palästinas Einheit!“, GK von Raed Sabbath, 25.7.
Zum o. a. Gastkommentar ist Folgendes anzumerken:–Israel „überrascht“ nicht mit Angriffen, sondern reagiert (spät) nach zahlreichen Raketenangriffen auf seine Zivilbevölkerung, und dies nach vorhergehender telefonischer/elektronischer Ankündigung, welche Abschussrampen und militärischen (zivil getarnten) Ziele bombardiert werden.–Israel bekämpft somit nicht die Bevölkerung Gazas, sonst würde es nicht Strom usw. liefern und sogar die von der Hamas zerbombte Stromzufuhr unter Armeeschutz reparieren.

–Nebstbei wird die Bevölkerung von der Hamas sehr wohl aufgefordert, als Schutzschilde zu fungieren, dies zu bestreiten zeugt von Realitätsverlust. Dazu: Die UNO beschwert sich über den Missbrauch der Lagerung von Raketen in ihren (schulischen) Einrichtungen.

–Israel hat sehr bald die Mörder des Palästinensers ausgeforscht und festgenommen, die Mörder der Israelis werden nicht einmal gesucht bzw. begrüßte die Hamas diese Morde.

–Der Vorwurf, Israel wehrt sich unverhältnismäßig gegen Terror, ist absurd, genauso als würde man die Überlegenheit der amerikanischen Streitkräfte im Kampf gegen Nazi-Deutschland als unfair bezeichnen. Ein Vergleich zeigt die Verhältnismäßigkeit und Zurückhaltung der israelischen Armee: Unter den 700 Toten sind bedauernswerterweise eine von der Hamas gemeldete Anzahl von Zivilisten. Wie viele Zivilisten, darunter Frauen, Kinder, sind unter den hunderttausend(en) Toten im syrischen Bürgerkrieg?

Fazit: Israel-Kritik ist erlaubt. Ich warte allerdings auf den Tag, an dem ein in Österreich lebender Palästinenser die Hamas öffentlich kritisiert – und sei es nur für die Hinrichtung von Homosexuellen (nach dem Vorbild des Geld- und Raketenbringers Iran)…

Mag. Hans-Jürgen Tempelmayr, 1050 Wien

 

Zum Ableben von Bezirksvorsteher Norbert Scheed

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft ist erschüttert über das plötzliche Ableben von Bezirksvorsteher Norbert Scheed. Wir verlieren ein wertvolles Mitglied des Beirates und einen guten Freund Israels. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Mitarbeitern.

In tiefer Anteilnahme
Susi Shaked
im Namen des gesamten Vorstandes und des Beirates der

Österreichisch-Israelischen Gesellschaft

BÜNDNIS GEGEN DEN AL QUDS TAG IN WIEN

Gegen Antisemitismus und Islamismus

KUNDGEBUNG GEGEN DEN AL-QUDS-TAG IN WIEN:

SA 26.7., 16:30 Uhr, Infotisch 16:00 – 18:00 Uhr

Graben/Stock-im-Eisen-Platz (bitte beachten Sie kurzfristige Ortsänderungen – zeitgerechte Information wird ausgeschickt)

Aufruf zur Kundgebung

Am 26. Juli 2014 wird der so genannte „Al-Quds-Tag“ zum wiederholten Mal auch in Wien stattfinden. Eingeführt wurde er 1979 nach der islamischen Revolution im Iran von Ayatollah Khomeini. Der „Tag zur Befreiung Jerusalems von der zionistischen Besatzung“, also die Propaganda zur Vernichtung Israels, sollte jährlich am Ende des Ramadans abgehalten werden. Eine von Mullahs angeführte, nach Geschlechtern getrennte Demonstration folgt diesem Ruf alljährlich auch in Wien. Im Jargon des Friedens wird die Auslöschung Israels gefordert. Dabei wird die Fahne jener Organisation mitgeführt, die weltweit für zahlreiche tödliche Anschläge, insbesondere gegen Juden und Jüdinnen, verantwortlich ist: Die der Hisbollah.

Unter dem dauerlächelnden neuen Präsidenten Hassan Rohani hat sich im Iran nichts Substantielles geändert. Die Hinrichtungszahlen steigen und weiterhin wird unter dem Deckmantel der „friedlichen Nutzung“ der Atomenergie in Teheran an jener Atombombe gearbeitet, die das Ende Israels besiegeln soll. Ganz so wie seine Vorgänger wird auch Rohani, für den Israel eine „alte Wunde im Körper des Islam“ ist, am diesjährigen Quds-Marsch in Teheran teilnehmen.

Es waren und sind die europäischen Staaten und insbesondere Österreich, die durch ihre politische Kooperation in den letzten 30 Jahren und durch den fortgesetzten Handel mit dem iranischen Regime die Ajatollahs überhaupt in die Lage versetzen, ihr Atom- und Raketenprogramm, ihre Propaganda und die Repression gegen die Bevölkerung fortzusetzen. Die Aggressionen des iranischen Regimes, dessen „Oberster geistlicher Führer“ Ali Khamenei zum diesjährigen iranischen Neujahrsfest erneut die historische Realität des Holocaust in Frage gestellt hat, richten sich nicht nur gegen den jüdischen Staat. Betroffen vom blutigen Terror sind auch all jene Iraner und Iranerinnen, die sich der Reglementierung ihres Lebens durch das Regime zu entziehen versuchen – egal, ob es sich um politisch Aktive, Gewerkschafter_innen, Homosexuelle, religiöse Minderheiten oder einfach nur Jugendliche handelt, die ihr Leben selbstbestimmt und ohne dem andauernden Zwang der Sharia leben wollen.

Kein Al-Quds-Tag in Wien und anderswo!

Solidarität mit der Freiheitsbewegung im Iran und der säkularen Opposition im Iran und im Exil!

Solidarität mit Israel! Gegen jeden Antisemitismus!

Keine Geschäfte mit antisemitischen Regimes und Bewegungen!

Aufrufende Gruppen:

Israelitische Kultusgemeinde, Grüne & Alternative StudentInnen, STOP THE BOMB, Aktion gegen den Antisemitsmus in Österreich, Club der Freunde Israels, Zionistische Föderation in Österreich, Bund sozialdemokratischer Juden – Avoda, QueerHebrews, Women’s International Zionist Organisation – European Council of WIZO Federations, Hashomer Hatzair, Basisgruppe Politikwissenschaft, Bnai Brith, exsuperabilis.blogspot.com, SoHo – Sozialdemokratische Lesben-, Schwulen- und Transgenderorganisation, ÖIG – Österreichisch-Israelische Gesellschaft, LICRA-Österreich, u.a.

ÖIG: Israels Recht zur Selbstverteidigung ist unantastbar

Raketenangriffe auf Israel müssen gestoppt werden

 

Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft verurteilt die Raketenangriffe aus Gaza auf die israelische Zivilbevölkerung. In den letzten Tagen eskalierten die Angriffe mit immer höherer Reichweite bis in den Norden von Tel Aviv und Jerusalem. Die Raketenangriffe gefährden Millionen jüdische, arabische und sonstige Bürger Israels. „Terrororganisationen wie die Hamas oder Islamischer Dschihad nehmen, vom Iran gesponsert, seit vielen Jahren wahllos israelische Zivilisten ins Visier. Dabei verschanzen sie sich hinter palästinensischen Zivilisten als ‚menschliche Schutzschilder‘ und gefährden so auch deren Leben. Jede einzelne dieser Raketen ist daher ein Kriegsverbrechen. Ich rufe Außenminister Kurz auf, diese Angriffe eindeutig als solche zu verurteilen“, so ÖIG-Präsident Richard Schmitz. „Eine friedliche Lösung des Konflikts ist nur bei einer Entwaffnung der Terrorgruppen möglich. Israels Maßnahmen zur Selbstverteidigung zum Schutz seiner Bürger sind legitim und notwendig. Auch die ÖIG wünscht den Bürgern der Region Frieden. Doch sind dazu für Israel verlässliche Vertragspartner notwendig. Die Terror-Hamas beweist, dass sie kein akzeptabler Vertragspartner ist.“

Die ÖIG appelliert zudem an die österreichischen Medien, sachlich über die aktuellen Entwicklungen zu berichten: „Die Bezeichnung von Terroristen als ‚Militante‘ oder ‚Aktivisten‘ ist eine grobe Verharmlosung und verzerrt die Tatsachen. Sowohl Hamas als auch Islamsicher Dschihad sind von der EU als Terrororganisationen eingestuft. Das sollte in einer fairen Berichterstattung reflektiert werden,“ fordert Schmitz abschließend.

(9.7.2014)

Presseaussendung der ÖIG

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG) schließt sich den Reaktionen die weltweit die Freilassung der 3 entführten Jugendlichen fordert, an.

Die Geiselnahme von wehrlosen Schülern gehört wohl zu den niederträchtigsten Verbrechen, die man sich vorstellen kann erklärte der Präsident der ÖIG Dr. Richard Schmitz. Dass sich Präs. Abbas der Freilassungsforderung angeschlossen hat, genügt wohl nicht. Er ist aufgerufen aktiv die Umstände zu klären und die Freilassung aktiv voranzutreiben.
(Juni 2014)

Zum Anschlag im Jüdischen Museum in Brüssel vom 24.Mai 2014

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft fühlt mit den Angehörigen der Opfer des Anschlages im Jüdischen Museum Brüssel  und stellt sich vehement gegen jede Form des Antisemitismus.
Die österreichisch- israelische Gesellschaft ist gegen jegliche Dämonisierung Israels in europäischen Institutionen, gegen einseitige Sanktionsdrohungen und Boykottaufrufe und antijüdische Hetze in Medien innerhalb und ausserhalb Europas. Politische Auseinandersetzungen im Nahen Osten sollten auf friedliche Weise vor Ort verhandelt werden.

Papst Franziskus und Theodor Herzl

 

Überraschungen beim Papstbesuch, von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 26. Mai 2014

Papst Franciskus hat am Montag Morgen den Tempelberg besucht, von den Moslems das „erhabene Heiligtum“ genannt. Nach einem Gespräch mit dem  Mufti von Jerusalem, Scheich Husseini, streifte der Papst seine Schuhe ab, um den Felsendom zu betreten.

In einem kleinen schwarzen gepanzerten Subaru ging es weiter zur Klagemauer, der wichtigsten Heiligen Stätte des Judentums. Nach dem Verlesen von Psalmen legte der Papst einen Zettel in eine Ritze der Klagemauer. Darin bat er Gott um Frieden. Im Jahr 2000 hatte sein Vorgänger Johannes Paul II Geschichte gemacht, indem er in einem ausführlichen Brief die Juden um Vergebung für die Sünden von Mitgliedern der katholischen Kirche an den Juden gebeten hatte.

In schneller Fahrt durch menschenleere abgesperrte Jerusalemer Straßen ging es weiter zu Grab des Theodor Herzl. Der hatte die jüdische Nationalbewegung, den Zionismus, begründet und mit dem Buch „Der Judenstaat“ die Idee der Schaffung eines jüdischen Nationalstaates erdacht hatte. Vor genau 110 Jahren hatte Herzl von Papst Pius X eine schroffe und aus heutiger Sicht „politisch inkorrekte“ Abfuhr erhalten. Der Vatikan könne Herzls Anliegen nicht unterstützen, weil die Juden seit 2000 Jahren die „Gottheit Jesu verleugnen“.

Papst Franziskus ließ schweigend von zwei israelischen Kindern einen Kranz mit weißgelben Blumen auf der schwarzen Marmorplatte niederlegen. Premierminister Benjamin Netanjahu reichte dem Papst und Staatspräsident Schimon Peres Steinchen, die sie nach jüdischer Sitte auf die Grabplatte legten.

Wortlos verschwand die Delegation aus dem Blickfeld der Fernsehkameras, die jeden Schritt des Papstes in Direktübertragung in alle Welt live übertragen. Auf Bitten des israelischen Premierministers hatte der Papst spontan einem Abstecher zum Denkmal für Israels Opfer des Terrors zugestimmt.

An die nächste Station, der Holocaust Gedenkstätte Jad Vaschem, hatten die Israelis große Erwartungen geknüpft, nachdem ausgerechnet der „deutsche“ Papst Benediktus XVI dort eine von peinlichem Unwissen und Auslassungen geprägte Rede gehalten hatte.

Nach dem Entzünden der ewigen Flamme vor den im Boden des „Gedenkzeltes“ eingelassenen Namen der Vernichtungslager hat Papst Franziskus in seiner kurzen theologischen Rede weder die Nazis, noch die sechs Millionen jüdischen Opfer, noch die Rolle der Kirche in der Zeit der „Schoah“ erwähnt, wie israelische Kommentatoren vermerkten. Der Papst fragte nicht, wo Gott während des Genozids war, sondern vielmehr: „Wo war der Mensch?“ Das fragte der Papst, entsprechend dem Ruf Gottes nach dem Sündenfall des Adam. Jad Vaschem Direktor Avner Schalev äußerte sich „zufrieden“ mit der „universalen“ Ansprache des Papstes.

Zuvor hatte Schalev dem Oberhaupt der katholischen Kirche sechs Überlebende des Holocaust vorgestellt. Der argentinische Papst verbeugte sich tief vor den vier Männern und zwei Frauen und küsste jedem die Hand. Das war die einzige emotionale Geste an dieser Stätte des Gedenkens an die Grauen des Holocaust.

Diesen eher religiösen wie symbolischen Stationen des Papstes folgten bis zu seinem Rückflug nach Rom noch ein Gespräch mit den beiden Oberrabbinern, ein Empfang beim Staatspräsidenten Peres und eine Privataudienz mit dem israelischen Regierungschef.

Politisch brisant galt noch eine Messe im kleinen Kreis im Abendmahlssaal auf dem Zionsberg. Über 100 jüdische Extremisten der benachbarten Jeschiva (jüdische Hochschule) sind am Wochenende von der Polizei verhaftet worden, weil sie gedroht hatten, den Besuch des Papstes stören zu wollen. Sie hatten mehrmals offiziell dementierte Gerüchte gestreut, dass Israels Regierung beabsichtige, den heute nur als Museum verwendeten Abendmahlssaal, ein Stockwerk über dem traditionellen Grab des Königs David gelegen, an den Vatikan übergeben und für christliche Gottesdienste freigeben zu wollen.

 

(C) Ulrich W. Sahm

 

Festival: Israel.Stücke.Aktuell

Vom 20.-23. Mai findet im Theater Nestroyhof Hamakom ein viertägiges Festival zur israelischen Gegenwartsdramatik statt. Es werden vor allem Stücke von jungen israelischen AutorInnen vorgestellt. Das Festival wird am 20. Mai mit einem Stück des 1999 verstorbenen israelischen Dramatikers Hanoch Levin eröffnet. Hanoch Levin gilt als führender Autor israelischer Gegenwartsdramatik. Die vorgestellten Stücke reflektieren in schonungsloser Offenheit die politische Situation Israels und zeigen wie beweglich und radikal der gesellschaftliche Diskurs in Israels dramatischer Literatur geführt wird.

http://www.hamakom.at/index.php?eid=177

Abseits aller Tagespolitik ist hebräisches Schreiben für das Theater immer auch ein Spiegel universeller Themen. Das Theater wird in Israel geliebt und als ein wichtiges gesellschaftliches Medium verstanden. Aufführungsserien von 300 Vorstellungen sind keine Seltenheit. Mit den vorgestellten Stücken und AutorInnen möchten wir eine Kostprobe dieser großen Vielfalt dramatischen Schaffens einem österreichischen Publikum näherbringen. Die AutorInnen, Oded Lipshitz, Gilad Evron und Ela Moskovitz Weiss sind nach den Lesungen Ihrer Stücke anwesend und beantworten Ihre Fragen! Prof. Gad Kaynar von der Universität Tel Aviv ist Kurator des Festivals und begleitet und moderiert die Veranstaltungen.

Theater Nestroyhof Hamakom in Kooperatioon mit der Österreichisch Israelischen Gesellschaft dem Institute of Isra Drama Tel-Aviv, der Universität Tel Aviv und dem Max Reinhardt Seminar.