Leserbrief

Die Tageszeitung „Die Presse“ veröffentlichte(27.08.2015) einen Leserbrief des Präsidenten der östereichisch-Israelischen Gesellschaft/Kärnten zu Berichten über ein geplantes Museum u.a. zur „Vertreibung“ der Palästinenser im Westjordanland…

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Einladung – „Israel vor neuen Herausforderungen“

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft

 in Kooperation mit dem

Center for Israel Studies

 lädt zur 3. DDr. Elfriede Sturm Gedächtnisvorlesung

Ulrich W. Sahm

 „Israel vor neuen Herausforderungen“

am Sonntag, 20. September 2015 um 19 Uhr

Presseclub Concordia

Bankgasse 8, 1010 Wien

Anmeldung erbeten: office.oeig@gmail.com

Ulrich W. Sahm ist freier Journalist und Buchautor. Seit Mitte der 1970er Jahre arbeitet Sahm als Nahost-Korrespondent für verschiedene deutsche Medien und Nachrichtensender. Er lebt in Jerusalem. (www.sahm.com)

Einladung 20.09.2015 pdf

ÖIG Presseaussendung zum Al-Quds Tag (2015)

 

Islamistischer Massenaufmarsch ruft mitten in Wien wieder zur Zerstörung Israels auf
ÖIG unterstützt Kundgebung am 11. 7. gegen antisemitischen Al-Quds-Marsch in Wien
Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft unterstützt das breite Bündnis „Gegen den Al-Quds-Tag in Wien“, das am Samstag, den 11. Juli, um 16 Uhr, am Stock-im-Eisen-Platz zur Kundgebung „Kein Al-Quds-Tag! Gemeinsam gegen Antisemitismus!“ aufruft. Das Bündnis besteht aus jüdischen, christlichen, kurdischen, antifaschistischen, gewerkschaftlichen und LGBT-Organisationen sowie Grünen-Bundesrat Marco Schreuder und SPÖ-Gemeinderat Peter Florianschütz.

Der so genannte Al-Quds-Tag wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Khomeini als politischer Kampftag für die „Eroberung Jerusalems“ und zur Zerstörung Israels eingeführt. Der am Ende des Ramadan mittlerweile weltweit inszenierte „Quds-Marsch“ wird am 11. Juli auch in Wien von Anhängern des iranischen Regimes organisiert. „Einer der größten regelmäßig stattfindenden islamistischen Aufmärsche, bei dem es jedes Jahr antisemitische und antiisraelische Parolen wie ‚Kindermörder Israel‘ gibt, wird also am Shabbat in unmittelbarer Nähe des IKG-Stadttempels vorbeiziehen. Dabei wird die Fahne der vom Iran finanzierten Terrororganisation Hisbollah mitgeführt, die weltweit für tödliche Anschläge gegen Jüdinnen und Juden verantwortlich ist. Das Innenministerium registrierte im Vorjahr bei der Demonstration auch Dschihadfahnen und antisemitische Transparente wie ‚Boykottiert das 4. Reich Zionisten = Nazis‘ mit Abbildung eines Davidsterns, der zum Hakenkreuz abgeändert wurde. Dem werden wir Widerspruch leisten“, erklärt ÖIG-Präsident Richard Schmitz.

Zu Jahresbeginn hat der Wiener Gemeinderat die „Wiener Erklärung zur Bekämpfung des Antisemitismus“ beschlossen, die sich explizit gegen „jede Form des Antisemitismus“ richtet. „Wir fordern daher alle antifaschistischen Wiener PolitikerInnen und die Zivilgesellschaft auf, sich dem Bündnis anzuschließen und sich klar und unmissverständlich gegen den Al-Quds-Marsch und gegen Antisemitismus zu positionieren. Weiters fordern wir die Wiener Polizei zum sofortigen Einschreiten bei antisemitischen und volksverhetzenden Sprüchen auf. Die Verwendung von Symbolen und Fahnen der terroristischen Hisbollah sollte zudem verboten werden. Gegenüber Antisemitismus darf es keine Toleranz und kein Wegschauen geben“, so Schmitz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:
Dr. Richard Schmitz
ÖIG-Präsident

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150709_OTS0042/islamistischer-massenaufmarsch-ruft-mitten-in-wien-wieder-zur-zerstoerung-israels-auf

 

Bericht des UNHRC

 

Verurteilungen des UN-Menschenrechtsrats nach Ländern, 2006-2015:

Das „United Nations Human Rights Council – UNHRC“, eine „Fachkommission“ der Vereinten Nationen zur Förderung und zum Schutz der völkerrechtlich verbindlichen Menschenrechte, ironischerweise 1946 Weiterlesen

Prosor: Israel der einzige Staat im Nahen Osten mit Religionsfreiheit

Prosor: Israel der einzige Staat im Nahen Osten mit Religionsfreiheit

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor, hat in der vergangenen Woche die folgende Rede vor dem UN-Sicherheitsrat gehalten:

„Herr Präsident,

nächste Woche feiern Juden in aller Welt das Pessach-Fest, das an die Geschichte des Exodus erinnert. In den vergangenen Jahren wurden wir Zeugen einer ganz anderen Exodus-Geschichte, verursacht durch die Plage der Verfolgung von Christen, Kurden, Jesiden, Bahai und natürlich Juden.
Botschafter Ron Prosor vor dem UN-Sicherheitsrat (Foto: Israelische Mission bei den UN)

Mehr als 2500 Jahre lang lebten eine Million Juden friedlich in arabischen Ländern. Im Jahr 1947 änderte sich die Lage dramatisch. Infolge des UN-Beschlusses zur Errichtung eines jüdischen Staates begannen die arabischen Regierungen, ihre jüdischen Bürger zu vertreiben. Von Bagdad bis Sanaa und Tripolis wurden Tausende von Juden bei gewaltsamen Unruhen ermordet und Hunderttausende zur Flucht gezwungen.

Herr Präsident,

radikale Islamisten pflegen zu sagen: „Erst die Samstag-Leute, dann die Sonntag-Leute.“ Nachdem sie die überwiegende Mehrheit von Juden aus den arabischen Ländern vertrieben haben, sind nun die Christen an der Reihe. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machten Christen noch 26% der Bevölkerung des Nahen Ostens aus. Heute liegt die Zahl bei unter 10%.

Die Ninive-Ebene im Irak war seit dem ersten Jahrhundert die Heimat von Christen. Der Islamische Staat hat die Region auseinandergerissen, hat Kirchen entweiht und Artefakte zerstört. Christen wurde die bittere Wahl gegeben, entweder zum Islam zu konvertieren oder durch Enthauptung, Steinigung oder Kreuzigung hingerichtet zu werden.

Aus Angst um ihr Leben sind Tausende Christen aus dem Nord-Irak geflohen und haben Zuflucht in Kurdistan gesucht. Die kurdischen Kräfte kämpfen tapfer, um ihre Heimat zu verteidigen und die extremistische Bedrohung abzuwehren.

Im Dezember durchbrachen kurdische Kämpfer die Belagerung des Berges Sinjar durch den IS und befreiten Tausende von Jesiden und Christen. Die Kurden sind die führende Kraft im Kampf gegen den IS. Sie haben ungeheuren Mut und Kraft bewiesen. Die Kurden brauchen die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und sie verdienen politische Unabhängigkeit.

Herr Präsident,

es sind nicht nur extremistische Gruppen, die Minderheiten verfolgen. Letztes Jahr stürmte die islamistische Polizei in Saudi-Arabien eine christliche Gottesdienst-Versammlung und verhaftete die gesamte Gemeinde, einschließlich Frauen und Kindern. Jemanden beim Gebet zu verhaften ist wie jemanden beim Essen zu verhaften – der eine stillt seinen Hunger nach Essen, der andere seinen Hunger nach Gebet.

Im Jahr 2013 wurden drei iranische Christen schuldig gesprochen, weil sie Bibeln verkauft hatten. Ihnen wurden „Verbrechen gegen die Staatssicherheit“ vorgeworfen und sie wurden zu zehn Jahren Haft verurteilt. Im selben Jahr gab Ayatollah Khamenei eine Fatwa heraus, in der er die Bahais als „abartig“ bezeichnete. Auf seinen Befehl hin wurden iranische Bahais verhaftet, gefoltert und es werden ihnen die grundlegendsten Rechte, wie das Universitätsstudium, verwehrt.

Herr Präsident,

es gibt nur einen Ort im Nahen Osten, an dem Minderheiten das Recht auf Glaubensfreiheit gewährt wird, ebenso die Freiheit, ihren Glauben zu wechseln oder überhaupt keinen Glauben zu praktizieren – und dieser Ort ist Israel.

Israel ist die Heimat des Bahai Weltzentrums; es ist der einzige Ort im Nahen Osten, wo Drusen bis in die höchsten Führungsetagen vordringen; und es ist der einzige Ort im Nahen Osten, an dem die christliche Bevölkerung zunimmt.

Seit der Errichtung des Staates Israel im Jahr 1948 hat sich die christliche Gemeinde in Israel vervielfacht und israelische Christen dienen im Parlament und im Obersten Gericht.

Dasselbe kann nicht von den Christen behauptet werden, die unter palästinensischer Verwaltung leben. Seit die Hamas den Gazastreifen kontrolliert (2007), ist die Hälfte der Christen geflohen. Nachdem die Palästinensische Autonomiebehörde 1995 die Kontrolle über Bethlehem übernommen hat, belagerten bewaffnete Palästinenser Häuser von Christen und plünderten die Geburtskirche. Aufgrund dieser Verfolgungen hat sich die christliche Bevölkerung um 70% verkleinert.

Herr Präsident,

egal, woher wir kommen, welcher Religion wir angehören oder welche Politik wir vertreten – kein ehrlicher Mensch kann das Elend ignorieren, dem die Minderheiten im Nahen Osten ausgesetzt sind. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt setzen ihre Hoffnung auf die Vereinten Nationen. Es ist Zeit, dass dieses Gremium sein Schweigen bricht und ihnen den Grund zur Hoffnung wiedergibt.

Danke, Herr Präsident.

(Außenministerium des Staates Israel, 27.03.15)

AMBASSADOR RON PROSOR‘ SPEECH TO THE UN ON MONDAY NOV. 24

(Originalversion im Anschluss)

Der Generalversammlung der Vereinten Nationen durch Botschafter Ron Prosor überbracht, heute (24. Nov. 2014) um ca. 16:00

Herr Präsident,
ich stehe als stolzer Vertreter des Staates Israel und der Juden vor der Welt.
Ich stehe aufrecht vor Ihnen, da ich Wahrheit und Moral auf meiner Seite weiß. Und doch stehe ich hier, wissend, dass in dieser Versammlung heute die Wahrheit auf den Kopf gestellt und die Moral beiseite geworfen wird.
Tatsache in diesem Punkt ist: Wenn Mitglieder der internationalen Gemeinschaft über den israelisch-palästinensischen Konflikt sprechen, so senkt sich Nebel herab, um jegliche logische und moralische Klarheit zu trüben. Das Ergebnis ist nicht Realpolitik, es ist Surrealpolitik.
Dass der israelisch-palästinensische Konflikt unnachlässig im Fokus der Welt steht, ist eine Ungerechtigkeit an vielen Millionen Opfern von Tyrannei und Terrorismus im Nahen Osten. Während wir hier sprechen, werden Jesiden, Bahai, Kurden, Christen und Muslime in einem Ausmaß von 1.000 Menschen pro Monat hingerichtet und von radikalen Extremisten vertrieben.
Wie viele Resolutionen haben Sie in der vergangenen Woche gefasst, um sich dieser Krise zu widmen? Und wie viele Sondersitzungen haben Sie einberufen? Die Antwort ist: null. Was sagt dies über die internationale Sorge um das menschliche Leben aus? Nicht viel, aber es spricht Bände über die Heuchelei der internationalen Gemeinschaft.
Ich stehe vor Ihnen, um die Wahrheit zu sagen. Von den 300 Millionen Arabern im Nahen Osten und in Nordafrika ist weniger als ein halbes Prozent wirklich frei – und sie alle sind Bürger Israels.
Israelische Araber zählen zu den am meisten gebildeten Arabern auf der Welt. Sie sind unsere führenden Ärzte und Chirurgen, sie werden in unser Parlament gewählt, und sie sind als Richter an unserem Obersten Gerichtshof tätig. Millionen von Männern und Frauen im Nahen Osten würden diese Chancen und Freiheiten begrüßen.
Nichtsdestotrotz wird eine Nation nach der anderen heute an diesem Podium stehen und Israel kritisieren – die kleine Insel der Demokratie in einer von Tyrannei und Unterdrückung geplagten Region.
Herr Präsident,
bei unserem Konflikt ging es nie um die Gründung eines palästinensischen Staates. Es ging immer schon um die Existenz des jüdischen Staates.
Diese Woche vor 67 Jahren, am 29. November 1947, stimmten die Vereinten Nationen dafür, das Land in einen jüdischen Staat und in einen arabischen Staat aufzuteilen. Ganz einfach. Die Juden sagten Ja. Die Araber sagten Nein. Aber sie sagten nicht einfach Nein. Ägypten, Jordanien, Syrien, Irak, Saudi-Arabien und Libanon lancierten einen Vernichtungskrieg gegen unseren neugeborenen Staat.
Das ist die historische Wahrheit, die die Araber zu verzerren versuchen. Der historische Fehler der Araber ist weiterhin zu spüren – in den Leben, die im Krieg ausgelöscht wurden, in den Leben, die dem Terrorismus zum Opfer fielen, und in den Leben, die durch die engen politischen Interessen der Araber von Narben entstellt sind.
Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in dem Krieg, der von den Arabern selbst initiiert wurde, etwa 700.000 Palästinenser vertrieben. Zur gleichen Zeit wurden rund 850.000 Juden gezwungen, aus den arabischen Ländern zu flüchten.
Wie kann es sein, dass die Institution 67 Jahre später die Vertreibung der Juden komplett vergessen hat, während die Vertreibung der Palästinenser Gegenstand einer jährlichen Debatte ist?
Der Unterschied besteht darin, dass Israel alle möglichen Kräfte aufwandte, um die jüdischen Flüchtlinge in die Gesellschaft zu integrieren. Die Araber taten genau das Gegenteil.
Die schlimmste Unterdrückung des palästinensischen Volkes findet in arabischen Ländern statt. In einem Großteil der arabischen Welt wird Palästinensern die Staatsbürgerschaft verweigert, und sie werden auf aggressive Weise diskriminiert. Es ist ihnen untersagt, Land zu besitzen, und die Ausübung bestimmter Berufe wird ihnen verwehrt.
Und doch findet keines – nicht ein einziges – dieser Verbrechen in den Ihnen vorliegenden Resolutionen Erwähnung.
Wenn Sie wirklich über die Not des palästinensischen Volkes besorgt wären, gäbe es eine – zumindest eine – Resolution, die sich den Tausenden Palästinensern widmet, die in Syrien getötet wurden. Und wenn Sie so ernsthaft über die Palästinenser besorgt wären, gäbe es zumindest eine Resolution, die die Behandlung der Palästinenser in libanesischen Flüchtlingslagern verurteilt.
Aber es gibt sie nicht. Der Grund dafür ist, dass es in der heutigen Debatte nicht darum geht, sich für den Frieden auszusprechen oder die Stimme für das palästinensische Volk zu erheben. Es geht darum, gegen Israel zu sprechen. Die Debatte ist nichts anderes als ein Hass- und Beschimpfungsfestival gegen Israel.

Herr Präsident,
die europäischen Nationen behaupten, für Liberté, Égalité, Fraternité – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – zu stehen. Aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.
Ich höre oft, wie europäische Politiker verkünden, dass Israel das Recht darauf hat, in sicheren Grenzen zu leben. Das ist sehr schön. Aber ich muss sagen, das ergibt ungefähr so viel Sinn, wie wenn ich hier stünde und verkünden würde, dass Schweden ein Recht darauf hat, in sicheren Grenzen zu leben.
Wenn es um Fragen der Sicherheit geht, musste Israel auf schmerzhafte Weise lernen, dass wir uns nicht auf andere verlassen können – und mit Sicherheit nicht auf Europa.
Im Jahr 1973, am Jom Kippur, dem heiligsten Tag im jüdischen Kalender, lancierten die umliegenden arabischen Länder einen Angriff auf Israel. In den Stunden vor Kriegsbeginn traf Golda Meir, unsere damalige Ministerpräsidentin, die schwierige Entscheidung, keinen Präventivschlag zu starten. Die israelische Regierung hatte verstanden, dass wir bei der Initiierung eines Präventivschlags die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft verlieren würden.
Als sich die arabischen Armeen an allen Fronten näherten, wurde die Situation in Israel dramatisch. Unsere Opferzahl stieg an und unsere Waffen und Munitionen gingen gefährlich zur Neige. In dieser unserer Stunde der Not vereinbarten Präsident Nixon und Außenminister Henry Kissinger, mit Panzern und Munition beladene „Galaxy“-Transportflugzeuge zu senden, um unsere Truppen zu versorgen. Das einzige Problem war, dass die Galaxy-Flugzeuge auf dem Weg nach Israel wieder aufgetankt werden mussten.
Die arabischen Staaten kesselten uns ein, und unsere Existenz war bedroht – und dennoch war Europa nicht einmal dazu bereit, die Flugzeuge auftanken zu lassen. Die USA schalteten sich noch einmal ein und handelten die Erlaubnis aus, die Flugzeuge auf den Azoren aufzutanken.
Die Regierung und das Volk von Israel werden niemals vergessen, dass uns, als unsere Existenz auf dem Spiel stand, nur ein einziges Land zu Hilfe kam: die Vereinigten Staaten von Amerika.
Israel ist der leeren Versprechungen von europäischen Staats- und Regierungschefs müde geworden. Das jüdische Volk hat ein langes Gedächtnis. Wir werden niemals vergessen, dass Sie uns in den 1940er Jahren im Stich gelassen haben. Sie haben uns 1973 im Stich gelassen. Und Sie lassen uns auch heute wieder im Stich.
Jedes europäische Parlament, das vorzeitig und unilateral dafür stimmte, einen palästinensischen Staat anzuerkennen, gibt den Palästinensern genau das, was sie wollen: Staatlichkeit ohne Frieden. Indem Sie ihnen einen Staat auf dem Silbertablett servieren, belohnen Sie einseitige Aktionen und nehmen den Palästinensern jeglichen Anreiz zu Verhandlungen, Kompromissen oder dem Abschwören von Gewalt. Sie vermitteln die Botschaft, dass die Palästinensische Autonomiebehörde in einer Regierung mit Terroristen sitzen und zu Gewalt gegen Israel aufhetzen kann, ohne dass sie dafür einen Preis zu zahlen hat.
Das erste EU-Mitglied, das einen palästinensischen Staat offiziell anerkennen wollte, war Schweden. Man fragt sich, warum die schwedische Regierung so bestrebt war, diesen Schritt zu tun. Wenn es um andere Konflikte in unserer Region ging, rief die schwedische Regierung zu direkten Verhandlungen zwischen den Parteien auf. Aber für die Palästinenser – was für eine Überraschung – rollen sie den roten Teppich aus.
Außenministerin Söder könnte glauben, sie sei hier, um eine so genannte historische Anerkennung ihrer Regierung zu feiern, was in Wahrheit nichts anderes als ein historischer Fehler ist.
Die schwedische Regierung mag zwar die Nobelpreisverleihung veranstalten, aber es gibt nichts Nobles in ihrer zynischen politischen Kampagne zur Beschwichtigung der Araber, um einen Sitz im Sicherheitsrat zu erlangen. Nationen im Sicherheitsrat sollten Verstand, Sensitivität und Sensibilität haben. Nun, die schwedische Regierung zeigte keinen Verstand, keine Sensitivität und keine Sensibilität. Nur Unverstand.
Israel musste schmerzhaft erfahren, welche verheerenden Folgen es mit sich bringen kann, auf die internationale Gemeinschaft zu hören. Im Jahr 2005 bauten wir unilateral jede Siedlung im Gazastreifen ab und brachten alle Bürger von dort fort. Hat uns dies dem Frieden näher gebracht? Überhaupt nicht. Das ebnete dem Iran den Weg, seine terroristischen Vertreter zu schicken, um eine Terrorhochburg vor unserer Haustür zu errichten.
Ich kann Ihnen versichern, dass wir nicht wieder den gleichen Fehler begehen. Wenn es um unsere Sicherheit geht, können und werden wir uns nicht auf andere verlassen. Israel muss in der Lage sein, sich durch sich selbst zu verteidigen.

Herr Präsident,
der Staat Israel ist das Land unserer Vorväter Abraham, Isaak und Jakob. Es ist das Land, in das Moses das jüdische Volk führte, wo David seinen Palast baute, wo Salomo den jüdischen Tempel errichtete, und wo Jesaja eine Vision des ewigen Friedens hatte.
Tausende Jahre lang lebten Juden kontinuierlich im Land Israel. Wir überstanden den Aufstieg und Untergang der assyrischen, babylonischen, griechischen und römischen Imperien. Und wir überstanden Tausende Jahre der Verfolgung, Vertreibung und Kreuzzüge. Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem jüdischen Land ist unzerbrechlich.
Diese einfache Wahrheit kann durch nichts geändert werden – Israel ist unser Zuhause und Jerusalem ist unsere ewige Hauptstadt.
Gleichzeitig erkennen wir klar die besondere Bedeutung, die Jerusalem für andere Glaubensrichtungen hat. Unter israelischer Souveränität können alle Menschen – und ich betone: alle Menschen –, unabhängig von ihrer Religion und Nationalität, die heiligen Stätten der Stadt besuchen. Und wir haben die Absicht, das weiterhin so zu halten. Die einzigen, die versuchen, den Status quo auf dem Tempelberg zu ändern, sind die palästinensischen Führer.
Präsident Abbas teilte seinem Volk mit, dass die Juden den Tempelberg beschmutzen. Er rief zu Tagen des Zorns auf und forderte die Palästinenser auf, die Juden am Besuch des Tempelbergs zu hindern und dabei (Zitat) „alle erforderlichen Mittel aufzuwenden“. Diese Worte sind ebenso unverantwortlich wie inakzeptabel.
Man muss nicht katholisch sein, um den Vatikan besichtigen zu dürfen, man muss nicht jüdisch sein, um die Klagemauer besuchen zu können, aber so mancher Palästinenser wünscht sich, den Tag zu erleben, an dem nur Muslime den Tempelberg besuchen können.
Sie als internationale Gemeinschaft unterstützen Extremisten und Fanatiker. Sie, die Sie Toleranz und Religionsfreiheit predigen, sollten sich schämen. Israel wird das niemals geschehen lassen. Wir werden dafür sorgen, dass die heiligen Stätten für alle Zeiten für alle Menschen aller Glaubensrichtungen offen bleiben.

Herr Präsident,
keiner wünscht sich Frieden so sehr wie Israel. Niemand muss erklären, wie viel Frieden den Eltern bedeutet, die ihre Kinder schickten, um unsere Heimat zu verteidigen. Niemand kennt die Einsätze von Erfolg oder Misserfolg besser als wir Israelis es tun. Israels Volk hat zu viele Tränen vergossen und zu viele Söhne und Töchter begraben.
Wir sind bereit zum Frieden, aber wir sind nicht naiv. Israels Sicherheit ist von höchster Bedeutung. Nur ein starkes und sicheres Israel kann umfassenden Frieden erreichen.
Aufgrund des vergangenen Monats sollte es jedem klar sein, dass Israel sofortige und dringende Sicherheitsbedürfnisse hat. In den letzten Wochen wurden unsere Bürger von palästinensischen Terroristen erschossen und erstochen. Zwei Mal fuhren Palästinenser mit ihren Autos in eine Menge an Fußgängern. Gerade vor ein paar Tagen griffen mit Äxten und einer Pistole bewaffnete Terroristen jüdische Gläubige auf brutalste Weise beim Morgengebet an. Wir haben den Punkt erreicht, an dem Israelis nicht einmal mehr Zuflucht vor dem Terrorismus in der Zufluchtsstätte einer Synagoge finden können.
Diese Angriffe gingen nicht aus einem Vakuum hervor. Sie sind das Ergebnis jahrelanger Indoktrinierung und Hetze. Ein jüdisches Sprichwort lehrt: „Das Werkzeug zu Tod oder Leben besteht aus der Kraft der Zunge.“
Als Jude und Israeli weiß ich mit absoluter Sicherheit: Wenn unsere Feinde sagen, dass sie uns angreifen wollen, dann ist das ernst zu nehmen.
Die völkermörderische Charta der Hamas fordert die Zerstörung Israels und die Ermordung von Juden auf der ganzen Welt. Jahrelang schickten die Hamas und andere Terrorgruppen Selbstmordattentäter in unsere Städte, starteten Raketenangriffe auf unsere Städte und schickten Terroristen, um unsere Bürger zu entführen und zu ermorden.
Und was ist mit der Palästinensischen Autonomiebehörde? Sie führt eine systematische Hetzkampagne. In den Schulen wird den Kindern gelehrt, dass sich „Palästina“ vom Jordan bis zum Mittelmeer erstrecken wird. In Moscheen verbreiten religiöse Führer bösartige Verleumdungen, in denen sie Juden beschuldigen, heilige muslimische Stätten zu zerstören. In Sportstadien werden Mannschaften nach Terroristen benannt. Und in den Zeitungen drängen Cartoons die Palästinenser dazu, Terroranschläge gegen Israelis zu begehen.
Die Kinder in vielen Teilen der Welt wachsen mit Zeichentrickfilmen wie dem singenden und tanzenden Micky Maus auf. Auch palästinensische Kinder sehen sich Micky Maus an, aber im nationalen Fernsehen der Palästinenser tanzt eine pervertierte Figur als Micky Maus verkleidet, die einen Sprengstoffgürtel trägt und singt „Tod Amerika und Tod den Juden“.
Ich fordere Sie auf, sich hier und heute für eine Veränderung einzusetzen und etwas Konstruktives zu tun. Gewalt öffentlich zu verurteilen, Aufhetzung zu verurteilen und Hasskultur zu verurteilen.
Die meisten Menschen sind der Meinung, dass der Konflikt in seinem Kern aus einem Kampf zwischen Juden und Arabern oder Israelis und Palästinensern besteht. Sie irren sich. Der Kampf, den wir miterleben, ist ein Kampf zwischen jenen, die das Leben heiligen und denjenigen, die den Tod feiern.
Nach dem brutalen Angriff in einer Synagoge in Jerusalem wurde in palästinensischen Städten und Dörfern gefeiert. Die Leute tanzten auf der Straße und verteilten Süßigkeiten. Junge Männer posierten mit Äxten, aus den Lautsprechern an den Moscheen wurden Glückwünsche geäußert, und die Terroristen wurden als „Märtyrer“ und „Helden“ gefeiert.
Das war nicht das erste Mal, dass wir sahen, wie die Palästinenser die Ermordung unschuldiger Zivilisten feierten. Wir sahen sie nach jedem Terroranschlag auf israelische Zivilisten frohlocken, und sie gingen sogar auf die Straße, um die Anschläge vom 11. September auf das World Trade Center, die direkt hier in New York passierten, zu feiern.
Stellen Sie sich vor, welche Art von Staat diese Gesellschaft hervorbringen würde. Braucht der Nahe Osten wirklich noch eine weitere Terror-kratie? Einige Mitglieder der internationalen Gemeinschaft helfen bei ihrer Erschaffung und begünstigen sie.

Herr Präsident,
als wir in die Vereinten Nationen kamen, kamen wir an den Flaggen aller 193 Mitgliedstaaten vorbei. Wenn Sie sich die Zeit nehmen nachzuzählen, werden Sie sehen, dass es 15 Flaggen mit einem Halbmond gibt, und 25 Flaggen mit einem Kreuz. Und dann gibt es eine Flagge mit einem jüdischen Davidstern. Inmitten all der Nationen der Welt gibt es einen Staat – nur einen kleinen Nationalstaat für das jüdische Volk.
Und für manche Menschen ist das einer zu viel.
Sowie ich heute vor Ihnen stehe, erinnert mich das an all die Jahre, als Juden für die Ignoranz und Gleichgültigkeit der Welt mit Blut bezahlten. Diese Zeiten sind vorbei.
Wir werden uns nie dafür entschuldigen, dass wir ein freies und unabhängiges Volk in unserem souveränen Staat sind. Und wir werden uns niemals dafür entschuldigen, dass wir uns verteidigen.
Den Nationen, die es zulassen, dass sich Vorurteile gegenüber der Wahrheit durchsetzen, sage ich „J’accuse“.
Ich klage Sie der Heuchelei an. Ich klage Sie der Doppelzüngigkeit an.
Ich klage Sie an, jenen Legitimität zu verschaffen, die unseren Staat zu zerstören versuchen.
Ich klage Sie an, dass Sie in der Theorie über das Recht Israels auf Selbstverteidigung sprechen, es uns in der Praxis aber aberkennen.
Und ich klage Sie an, Zugeständnisse von Israel zu fordern, aber nichts dergleichen von den Palästinensern.
Angesichts dieser Vergehen, ist das Urteil klar. Sie sind nicht für den Frieden und Sie sind nicht für das palästinensische Volk. Sie sind einfach gegen Israel.
Die Mitglieder der internationalen Gemeinschaft haben eine Entscheidung zu treffen.
Sie können Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes anerkennen, oder der palästinensischen Führung erlauben, ohne Folgen unsere Geschichte zu verleugnen.
Sie können öffentlich verkünden, dass der so genannte „Anspruch auf Rückkehr“ ein Rohrkrepierer ist, oder Sie können zulassen, dass dieser Anspruch weiterhin das Haupthindernis in jedem Friedensabkommen darstellt.
Sie können sich dafür einsetzen, die palästinensische Hetze zu beenden, oder zusehen, wie Hass und Extremismus sich in den kommenden Generationen verwurzeln.
Sie können vorzeitig einen palästinensischen Staat anerkennen, oder Sie können die Palästinensische Autonomiebehörde ermutigen, ihren Pakt mit der Hamas zu brechen und zu direkten Verhandlungen zurückzukehren.
Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Sie können fortfahren, die Palästinenser vom Kurs abzubringen, oder den Weg zu echtem und dauerhaftem Frieden ebnen.

Danke, Herr Präsident.

 

“I stand before the world as a proud representative of the State of Israel and the Jewish people. I stand tall before you knowing that truth and morality are on my side. And yet, I stand here knowing that today in this Assembly, truth will be turned on its head and morality cast aside.
The fact of the matter is that when members of the international community speak about the Israeli-Palestinian conflict, a fog descends to cloud all logic and moral clarity. The result isn’t realpolitik, its surrealpolitik. Weiterlesen

Presseaussendung der ÖIG-5.11.2014

Wiener SPÖ steht offenbar zu Al-Rawis antiisraelischer Agitation
Beglaubigte Übersetzung belegt einseitige Äußerungen
Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft bleibt bei ihrer Kritik an den antiisraelischen Äußerungen von GR Omar Al-Rawi in einem Interview mit einer ägyptischen Nachrichtenagentur. Diese stellen leider keinen Einzelfall dar und tragen wieder einmal den Nahostkonflikt in die österreichische Innenpolitik.

Die Wiener SPÖ stört offenbar nur der Vergleich mit einem österreichischen Gesetz, nicht jedoch die antiisraelische Obsession ihres Abgeordneten an sich. Wie eine beglaubigte Übersetzung belegt, bezeichnete Al-Rawi den jüngsten Gaza-Krieg einseitig als israelische „Aggression gegen den Gazastreifen“. Diese verzerrende und einseitige Formulierung dient höchstens der Weiterverbreitung antiisraelischer Ressentiments, nicht jedoch einer gerechten Beurteilung der Situation.

Dazu ÖIG-Generalsekretärin Susi Shaked: „Hunderte Raketen wurden von palästinensischen Terrororganisationen aus Gaza nach Israel abgefeuert, bevor Israel überhaupt militärisch reagierte. Daher eine ‚Aggression‘ Israels zu implizieren, ist eine offensichtlichen Ressentiments geschuldete Darstellung der Ereignisse. Es würde einem gewählten österreichischen Politiker gut anstehen, zur Verständigung und zum Abbau von Ressentiments beizutragen, anstatt diese zu schüren. Antiisraelische Agitation gefährdet das friedliche Miteinander in Wien und ist verantwortungslos, wie wir bei den antiisraelischen und antisemitischen Ausschreitungen im Sommer gesehen haben. Hier sind die Wiener Politiker gefordert, zu deeskalieren anstatt anzufachen. Die ÖIG wird in solchen Situationen auch weiterhin ihre Stimme erheben.“

Die ÖIG erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass Al-Rawi bereits in der Vergangenheit mit einschlägigen Äußerungen auffiel. So sprach er etwa 2010 vor antiisraelischen Demonstranten in Wien davon, dass neun von der israelischen Marine auf der als „Hilfsflotille“ getarnten Mavi Marmara getötete Dschihadisten „nicht umsonst gestorben“ seien und versprach: „Wie werden euren Weg weiterführen“. Von Beobachtern wurde dies als öffentliche Solidarisierung mit gewaltbereiten Islamisten gesehen. Diese hatten vor ihrem Tod ihren Wunsch auf Video aufgezeichnet, im Kampf gegen Israel als „Märtyrer“ zu sterben. Mindestens einer der Mavi Marmara-„Friedensaktivisten“, die von Al-Rawi als „tapfere Menschen“ gehuldigt wurden, schloss sich übrigens dem verbrecherischen Islamischen Staat (ISIS) an und wurde vor kurzem bei US-Luftschlägen in Syrien getötet.

Presseaussendung ÖIG zu den Äusserungen Al Rawis (30.10.14)

ÖIG verurteilt GR Al-Rawis erneute Hetze gegen Israel und fordert Konsequenzen

Wiener Politiker heizt Nahostkonflikt in Interview mit ägyptischer Agentur an
Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft zeigt sich schockiert über ein Interview des Wiener Gemeinderats und Landtagsabgeordneten Omar Al-Rawi (SPÖ) mit der ägyptischen Mena-Agentur, in dem dieser den Staat Israel als Aggressor darstellt. Weiterlesen

Presseaussendung

ÖIG: Angriff auf Maccabi Haifa Spieler abscheulich, rasche Aufklärung gefordert
Kundgebung am 26.7. gegen Antisemitismus und Islamismus! Für Solidarität mit Israel!

Die brutalen Angriffe auf Spieler des israelischen Fußballklubs Maccabi Haifa müssen rasch untersucht und die Täter zur Verantwortung gezogen werden. „Wir verurteilen Angriffe auf Israelis und Juden in Österreich und sind aufgrund der aktuellen Vorkommnisse sehr besorgt“, zeigt sich ÖIG-Präsident Dr. Richard Schmitz eschüttert.

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft und viele andere Gruppen der Zivilgesellschaft protestieren gemeinsam gegen die antiisraelische und antisemitische Hetze in Österreich. Am Samstag, den 26. Juli, wird es um 16:30 Uhr am Lugeck eine Kundgebung gegen den islamistischen Al-Quds-Tag geben, der vom Iran weltweit zur Beseitigung Israels inszeniert wird. Seitens der ÖIG werden ÖIG-Vorstandsmitglied und SPÖ-Gemeinderat Peter Florianschütz, Vorstandsmitglied und ehemaliger Botschafter Österreichs in Israel Dr. Kurt Hengl sowie der KZ-Überlebende und ÖIG-Beiratsmitglied Prof. Rudi Gelbard sprechen.

Die ÖIG fordert eine klare und deutliche Stellungnahme der österreichischen Politik zum gesicherten Existenzrecht Israels und zum Recht auf Selbstverteidigung gegen die Angriffe auf israelische Zivilisten. „Die zivilen Opfer des derzeitigen Konflikts sind von den Terrororganisationen wie Hamas und Islamischer Dschihad zu verantworten, die palästinensische Zivilisten als menschliche Schutzschilder für ihre Angriffe auf israelische Zivilisten benutzen – ein doppeltes Kriegsverbrechen! Laut gestrigem Bericht der Süddeutschen Zeitung ist der Flughafen Teheran ein Umschlagplatz für Waffen und Raketen, mit denen diese Terrorgruppen versorgt werden. Vor diesem Hintergrund und aufgrund unserer historischen Verantwortung ist es untragbar, dass Österreich das Regime im Iran hofiert und Bundespräsident Fischer im September in den Iran reisen möchte“, erklärt ÖIG-Präsident Schmitz.

Österreichisch-Israelische Gesellschaft

Vortrag und Diskussion zum Al-Quds-Tag in Wien/

„Al-Quds-Tag: Antisemitischer Feiertag des iranischen Regimes. Rechte, Linke & Islamisten gegen Israel“

DO 24.7.2014, 19:00 Uhr

Grünes Haus, Lindengasse 40, 1070 Wien

Vorträge & Diskussion mit Soma Mohammad Assad, Stephan Grigat & Heribert Schiedel

Moderation: Fanny Rasul


Seit der islamischen Revolution im Iran finden alljährlich am sogenannten „Al-Quds-Tag“ weltweit Demonstrationen statt, auf denen zur Vernichtung Israels aufgerufen wird. Seit Jahren marschieren an diesem Tag auch in Wien Unterstützer des iranischen Regimes, das sich derzeit abermals als seriöser Verhandlungspartner bei den Atomgesprächen inszenieren darf, durch die Innenstadt. Das wollen wir zum Anlass nehmen, über den Charakter der antisemitischen, misogynen und homosexuellenmordenden Herrschaft der Ajatollahs im Iran zu informieren, einen kritischen Blick auf den europäischen Kulturrelativismus zu werfen und die rechten und linken Freunde dieser islamistischen Diktatur ins Visier zu nehmen, deren „Oberster geistlicher Führer“ Ali Khamenei zum diesjährigen iranischen Neujahrsfest abermals die historische Realität des Holocaust in Frage gestellt hat.
Soma Mohammad Assad studiert Politikwissenschaft, schreibt an ihrer Masterarbeit über „Holocaust-Wahrnehmung junger Muslime in Österreich“ und arbeitet für dieMedienbeobachtungsstelle Naher Osten.
Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, wissenschaftlicher Direktor von STOP THE BOMB und Mitherausgeber von „Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur & ihrer europäischen Förderer“.
Heribert Schiedel ist Rechtsextremismusexperte des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands, in der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich und derForschungsgruppe Ideologien & Politiken der Ungleichheit aktiv und Autor von „Extreme Rechte in Europa“. In dem Band „Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes & Perspektiven der Freiheitsbewegung“ hat er einen Beitrag über das Verhältnis europäischer Rechtsextremer zum iranischen Regime veröffentlicht.
 
Bündnis gegen den Al-Quds-Tag in Wien: Israelitische Kultusgemeinde, Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Grüne & Alternative StudentInnen, Or Chadasch – Jüdisch-Liberale Gemeinde Wien, Junge Linke, SoHo – Sozialdemokratische Lesben-, Schwulen- und Transgenderorganisation, Die Grünen Andersrum Wien, Jüdische Österreichische HochschülerInnen, STOP THE BOMB, HOSI-Homosexuelle Initiative Wien, Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich, Kurdische Gesellschaft für Bildung, Integration und Kultur, ÖIG – Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Club der Freunde Israels, Zionistische Föderation in Österreich, Bund sozialdemokratischer Juden – Avoda, QueerHebrews, Women’s International Zionist Organisation – European Council of WIZO Federations, Haschomer Hatzair, Basisgruppe Politikwissenschaft, Bnai Brith, exsuperabilis.blogspot.com, LICRA-Österreich, Österreichischer Auslandsdienst, Cafe Critique, Verein Mesusa, Kommunistischer Student_innenverband Linke Liste, monochrom, Republikanischer Club – Neues Österreich, Misrachi Österreich, Bnei Akiva, WIFNO – Wissenschaft für Frieden in Nahost, u.a.

Leserbrief zum Gazakrieg, Presse Printausgabe 29.07.2014

Israel „überrascht“ nicht mit Angriffen, es reagiert

„Die Furcht vor Palästinas Einheit!“, GK von Raed Sabbath, 25.7.
Zum o. a. Gastkommentar ist Folgendes anzumerken:–Israel „überrascht“ nicht mit Angriffen, sondern reagiert (spät) nach zahlreichen Raketenangriffen auf seine Zivilbevölkerung, und dies nach vorhergehender telefonischer/elektronischer Ankündigung, welche Abschussrampen und militärischen (zivil getarnten) Ziele bombardiert werden.–Israel bekämpft somit nicht die Bevölkerung Gazas, sonst würde es nicht Strom usw. liefern und sogar die von der Hamas zerbombte Stromzufuhr unter Armeeschutz reparieren.

–Nebstbei wird die Bevölkerung von der Hamas sehr wohl aufgefordert, als Schutzschilde zu fungieren, dies zu bestreiten zeugt von Realitätsverlust. Dazu: Die UNO beschwert sich über den Missbrauch der Lagerung von Raketen in ihren (schulischen) Einrichtungen.

–Israel hat sehr bald die Mörder des Palästinensers ausgeforscht und festgenommen, die Mörder der Israelis werden nicht einmal gesucht bzw. begrüßte die Hamas diese Morde.

–Der Vorwurf, Israel wehrt sich unverhältnismäßig gegen Terror, ist absurd, genauso als würde man die Überlegenheit der amerikanischen Streitkräfte im Kampf gegen Nazi-Deutschland als unfair bezeichnen. Ein Vergleich zeigt die Verhältnismäßigkeit und Zurückhaltung der israelischen Armee: Unter den 700 Toten sind bedauernswerterweise eine von der Hamas gemeldete Anzahl von Zivilisten. Wie viele Zivilisten, darunter Frauen, Kinder, sind unter den hunderttausend(en) Toten im syrischen Bürgerkrieg?

Fazit: Israel-Kritik ist erlaubt. Ich warte allerdings auf den Tag, an dem ein in Österreich lebender Palästinenser die Hamas öffentlich kritisiert – und sei es nur für die Hinrichtung von Homosexuellen (nach dem Vorbild des Geld- und Raketenbringers Iran)…

Mag. Hans-Jürgen Tempelmayr, 1050 Wien

 

BÜNDNIS GEGEN DEN AL QUDS TAG IN WIEN

Gegen Antisemitismus und Islamismus

KUNDGEBUNG GEGEN DEN AL-QUDS-TAG IN WIEN:

SA 26.7., 16:30 Uhr, Infotisch 16:00 – 18:00 Uhr

Graben/Stock-im-Eisen-Platz (bitte beachten Sie kurzfristige Ortsänderungen – zeitgerechte Information wird ausgeschickt)

Aufruf zur Kundgebung

Am 26. Juli 2014 wird der so genannte „Al-Quds-Tag“ zum wiederholten Mal auch in Wien stattfinden. Eingeführt wurde er 1979 nach der islamischen Revolution im Iran von Ayatollah Khomeini. Der „Tag zur Befreiung Jerusalems von der zionistischen Besatzung“, also die Propaganda zur Vernichtung Israels, sollte jährlich am Ende des Ramadans abgehalten werden. Eine von Mullahs angeführte, nach Geschlechtern getrennte Demonstration folgt diesem Ruf alljährlich auch in Wien. Im Jargon des Friedens wird die Auslöschung Israels gefordert. Dabei wird die Fahne jener Organisation mitgeführt, die weltweit für zahlreiche tödliche Anschläge, insbesondere gegen Juden und Jüdinnen, verantwortlich ist: Die der Hisbollah.

Unter dem dauerlächelnden neuen Präsidenten Hassan Rohani hat sich im Iran nichts Substantielles geändert. Die Hinrichtungszahlen steigen und weiterhin wird unter dem Deckmantel der „friedlichen Nutzung“ der Atomenergie in Teheran an jener Atombombe gearbeitet, die das Ende Israels besiegeln soll. Ganz so wie seine Vorgänger wird auch Rohani, für den Israel eine „alte Wunde im Körper des Islam“ ist, am diesjährigen Quds-Marsch in Teheran teilnehmen.

Es waren und sind die europäischen Staaten und insbesondere Österreich, die durch ihre politische Kooperation in den letzten 30 Jahren und durch den fortgesetzten Handel mit dem iranischen Regime die Ajatollahs überhaupt in die Lage versetzen, ihr Atom- und Raketenprogramm, ihre Propaganda und die Repression gegen die Bevölkerung fortzusetzen. Die Aggressionen des iranischen Regimes, dessen „Oberster geistlicher Führer“ Ali Khamenei zum diesjährigen iranischen Neujahrsfest erneut die historische Realität des Holocaust in Frage gestellt hat, richten sich nicht nur gegen den jüdischen Staat. Betroffen vom blutigen Terror sind auch all jene Iraner und Iranerinnen, die sich der Reglementierung ihres Lebens durch das Regime zu entziehen versuchen – egal, ob es sich um politisch Aktive, Gewerkschafter_innen, Homosexuelle, religiöse Minderheiten oder einfach nur Jugendliche handelt, die ihr Leben selbstbestimmt und ohne dem andauernden Zwang der Sharia leben wollen.

Kein Al-Quds-Tag in Wien und anderswo!

Solidarität mit der Freiheitsbewegung im Iran und der säkularen Opposition im Iran und im Exil!

Solidarität mit Israel! Gegen jeden Antisemitismus!

Keine Geschäfte mit antisemitischen Regimes und Bewegungen!

Aufrufende Gruppen:

Israelitische Kultusgemeinde, Grüne & Alternative StudentInnen, STOP THE BOMB, Aktion gegen den Antisemitsmus in Österreich, Club der Freunde Israels, Zionistische Föderation in Österreich, Bund sozialdemokratischer Juden – Avoda, QueerHebrews, Women’s International Zionist Organisation – European Council of WIZO Federations, Hashomer Hatzair, Basisgruppe Politikwissenschaft, Bnai Brith, exsuperabilis.blogspot.com, SoHo – Sozialdemokratische Lesben-, Schwulen- und Transgenderorganisation, ÖIG – Österreichisch-Israelische Gesellschaft, LICRA-Österreich, u.a.