Viktor Adler-Plakette für ÖIG Vorstandsmitglied Rudi GELBARD

15.02.2016 / 17:07 / POLITIK

Faymann/Bures: Rudolf Gelbard ist antifaschistisches Vorbild in Österreich

Nationalratspräsidentin Bures lud zum Empfang zu Ehren von Zeitzeugen Rudolf Gelbard – Kanzler Faymann überreichte Gelbard Victor-Adler-Plakette für Verdienste um ArbeiterInnenbewegung

Wien (OTS/SK) – „Als Bundeskanzler bin ich stolz darauf, dass wir in Österreich Menschen wie Rudi Gelbard haben, die mit aller Kraft antifaschistische Aufklärung leisten und somit als Vorbild für uns alle dienen“, hat Bundeskanzler Werner Faymann heute, Montag, bei der Verleihung der Victor-Adler-Plakette an Professor Rudolf Gelbard im Parlament erklärt. Diese ist die höchste Auszeichnung der SPÖ für besondere Verdienste um die österreichische ArbeiterInnenbewegung. „Immer dann, wenn die Dämonen der Vergangenheit neue Gestalt annehmen, erhebst du verlässlich deine Stimme. Denn du weißt nur zu gut: Nur was wir benennen, können wir auch bekämpfen“, bedankte sich Nationalratspräsidentin Dores Bures bei Gelbard. ****

Faymann lobte in seiner Rede Rudolf Gelbard für seine unermüdliche Aufklärungsarbeit. „Unser Land hat erst sehr spät begonnen, die nötige Aufklärungsarbeit zu leisten. Rudi Gelbard hat mit seinem Wirken hier eine große Rolle gespielt“, zeigte sich Faymann dankbar. Alleine gesellschaftliche Entwicklungen zu kritisieren, mache noch niemanden zum Demokraten und Antifaschisten, so der Bundeskanzler. Erst die „klare Abgrenzung zu Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus“ mache dies möglich. „Nicht zu vergessen, rechtzeitig aufmerksam zu machen und neuartige faschistische Strömungen nicht zuzulassen, ist unsere stärkste Kraft im Antifaschismus. Nur wer politisch so standfest ist wie du, Rudolf Gelbard, hat die Kraft, sich immer zu Wort zu melden und zu mahnen, dieses Kapitel unserer Geschichte nicht zu vergessen“, stellte Faymann fest.

„Manchmal macht es fast sprachlos, zu sehen, wie schamlos unantastbar geglaubte Tabugrenzen überschritten werden, wenn etwa wie zuletzt Holocaust-Opfer ungestraft als ‚Massenmörder‘, als ‚Landplage‘, als ‚Kriminelle‘ bezeichnet werden können“, stellte Nationalratspräsidentin Bures in Anspielung auf einen Artikel in der Zeitschrift „Aula“ fest. Deswegen sei es besonders wichtig, dass Menschen wie Gelbard ihre Stimme weiterhin unermüdlich erheben. Die Nationalratspräsidentin bedankte sich bei Gelbard dafür, auch im Lichte der aktuellen Entwicklungen „nie resigniert zu haben“.

Der geehrte Rudolf Gelbard nahm „diese größte Auszeichnung der Partei mit Freude und Demut entgegen“. In seiner Dankesrede erinnerte er sich an WeggefährtInnen und Vorbilder im Kampf gegen den Faschismus. „Das Leben hat mich zum Sozialisten gemacht. Ich bin, ich war und werde immer Sozialist bleiben“, bedankte sich Gelbard in den Worten der österreichischen Widerstandskämpferin Rosa Jochmann bei der sozialdemokratischen Partei.

Der 1930 geborene Rudolf Gelbard wurde im Oktober 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seit seiner Befreiung 1945 setzt er sich als Mitglied der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer/innen für die Aufklärung über die NS-Verbrechen ein. Seit 1975 arbeitete Gelbard als Journalist. Neben der Verleihung des Berufstitels „Professor“ hat Gelbard bereits mehrere Auszeichnungen, darunter das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich sowie das Große Goldene Ehrenzeichen der österreichischen Israelitischen Kultusgemeinde, erhalten. (Schluss) mr/ve

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Presseaussendung der ÖIG

15.02.2016 / 11:19 / POLITIK

KZ-Häftlinge als „Verbrecher“ zu bezeichnen ist ein Verbrechen

Zur Diskussion über einen Häftinge von Konzentrationslagern herabwürdigenden Artikel in der Zeitschrift ‚Aula‘

Wien (OTS) – Die österreichisch-Israelische Gesellschaft drückt ihre Solidarität mit den wenigen überlebenden Häftlingen der Konzentrationslager und ihrer Nachkommen aus und verwehrt sich gegen die pauschalierende Verunglimpfung von Überlebenden als „Landplage“ bzw. „Berufsverbrecher“. Weiterlesen

Einladung 4.Elfriede Sturm-Vorlesung der OEIG

Wir laden ein zu einer Vortragsveranstaltung  in die Räumlichkeiten von Or Chadasch, dem liberalen Judentum

Dr. Klaus Kreppel,
Historiker aus Bielefeld (Deutschland)

„Israels fleißige Jeckes“
Zur Geschichte der deutschsprachigen Juden in Israel
Moderation: Dr. Evelyn Adunka

am Dienstag, den 23. Februar, um 19 Uhr
Robertgasse 2, 1020 Wien
Wir bitten darum, einen gültigen Lichtbildausweis mitzubringen.

Die Elfriede Sturm Vorlesungen der ÖIG werden vom Zukunftsfonds der Republik Österreich gefördert

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Czech parliament votes against labeling West Bank settlement products

http://www.i24news.tv/en/news/international/europe/95973-151217-czech-parliament-votes-against-labeling-west-bank-settlement-products

Czech parliament votes against labeling West Bank settlement products
‚It starts with the marking of Jewish products, but how will it end?‘
The Czech Republic’s rejected the EU directive to label goods imported from the West Bank and the Golan Heights on Thursday.

Deputy Chairman of the Parliament Jan Brtosk called on the government not to implement the guidelines, saying that „it starts with the marking of Jewish products, but how will it end? We must reject all attempts to discriminate against the only democracy in the Middle East.“

BDS Propaganda mit gefälschten Zitaten

Seltsame schweigsame Gestalten traten vor einer Veranstaltung des Center for Israel Studies und der ÖIG an der Diplomatischen Akademie auf  und hielten auf etwas abgenudelten Kartons erfundene Zitate in den Himmel….

Die Israel-Boykott-Bewegung: Antisemitismus und gefälschte Zitate

Die Israel-Boykott-Bewegung: Antisemitismus und gefälschte Zitate
6. Dezember 2015 – 24 Kislev 5776
Gibt es schon 400.000 oder ‚nur‘ 350.000 Todesopfer in Syrien, 12 oder 14 Millionen Flüchtlinge? Sunniten kämpfen gegen Schiiten, Christen und Yeziden werden ethnisch gesäubert, es flüchten Hunderttausende nach Europa. Nirgendwo im Nahen Osten außerhalb Israels werden elementare Menschenrechte respektiert. Nirgendwo in der arabischen Welt gibt es Gleichberechtigung für Frauen, nirgendwo dort werden Homosexuelle toleriert. Dennoch hat eine kleine Gruppe von Österreichern nichts Wichtigeres zu tun, als ausgerechnet den Boykott des jüdischen und demokratischen Staates Israel zu propagieren: Am vergangenen Mittwoch protestierten sechs junge Leute gegen einen an der Diplomatischen Akademie gehaltenen Vortrag der israelischen Historikerin Anita Shapira über David Ben-Gurion…

Von Karl Pfeifer

Die jungen österreichischen Israelfeinde, die nicht einmal den Mut hatten, ihr Flugblatt mit einem korrekten Impressum zu versehen, stellten nicht nur die fachliche Expertise der Wissenschaftlerin infrage, sondern „bezweifelten“ auch die „demokratische Grundhaltung“ der Vortragenden und der „OrganisatorInnen“ des Abends, also des Center for Israel Studies und der Diplomatischen Akademie. Bereits im Vorhinein, so war dem Flugblatt zu entnehmen, stand für die Aktivisten fest: „Die Veranstaltung dient weniger dem wissenschaftlichen Austausch und der politischen Debatte, als mehr der wiederholten Verbreitung von rassistischen und zionistischen Mythen.“

„Nationaler Sozialismus jüdischer Prägung“

Als Ben-Gurion nach Palästina gekommen sei, habe er die „gerade in Europa aufgekommene Idee eines nationalen Sozialismus mit jüdischer Prägung“ im Gepäck gehabt, den „sogenannten Zionismus“. [Hrvg. im Orig., K. P.] Nicht vorstellbar, dass die österreichischen Israelfeinde beispielsweise das Castro-Regime in Kuba oder den Chavismus in Venezuela als „nationalen Sozialismus“ bezeichnen würden – diese Diffamierung wird exklusiv gegen den jüdischen Staat gerichtet. Den Zionismus, die jüdische nationale Befreiungsbewegung, dergestalt mit dem Nationalsozialismus in Verbindung zu bringen, ist Ausdruck antisemitischer Gesinnung.

Als Kronzeuge diente, wie so oft, niemand anderer als der israelische Journalist Gideon Levy – der, obwohl er nicht Arabisch kann, in der Tageszeitung Haaretz als Fachmann für palästinensische Angelegenheiten fungiert. In einem seiner Artikel sah Levy die Zeit gekommen, um endlich Ben-Gurions „dunkle Seiten“ zu prüfen, und das sehen die jungen österreichischen Antisemiten genauso. Deshalb brachten sie einige angebliche Zitate, jedoch wohlweislich ohne Quellen zu nennen. Wie es Antisemiten über Jahrhunderte mit dem Talmud getan haben, aus dem sie allerlei gefälschte, sinnverdrehte und/oder aus dem Kontext gerissene Zitate brachten, so agieren diese jungen Österreicher, wenn es darum geht, den gehassten israelischen Staatsgründer zu verleumden.

Ein typisches Beispiel für BDS-Propaganda

Nehmen wir als Beispiel eines der Zitate, mit dem die Wiener Vertreter der „Boycott,-Divestment-and Sanctions“-Bewegung Ben-Gurion an den Pranger zu stellen versuchten:

„Wir müssen die Araber vertreiben und ihren Platz einnehmen“, soll Ben-Gurion also gesagt haben. Da die BDS-Aktivisten keine Quelle für diese angebliche Aussage angaben, will ich ein wenig behilflich sein: Die inkriminierte Passage stammt aus einem Brief Ben-Gurions an seinen Sohn Amos aus dem Jahr 1937. Tatsächlich lautet die englische Übersetzung: „We do not wish, we do not need to expel the Arabs and take their place. All our aspirations are built upon the assumption — proven throughout all our activity in the Land — that there is enough room in the country for ourselves and the Arabs.”

Ben-Gurion hatte also das genaue Gegenteil dessen geschrieben, was die Wiener BDS-Aktivisten ihm in den Mund legten: Statt der Aufforderung zu „ethnischen Säuberungen“ handelte es sich um einen Appell zum Zusammenleben mit den Arabern. Das inkriminierende angebliche Zitat ist eine schlichte Erfindung, darin aber typisch für den Wahrheitsgehalt dieser Art von Propaganda. Man beachte, dass die BDS-Aktivisten selbst mit Fälschungen operieren, sich aber erdreisteten, einer renommierten Historikerin wie Anita Shapira kurzerhand die fachliche Qualität abzusprechen.

BDS-Aktivist an „führendem Militärforschungszentrum“

Im weiteren Verlauf des Flugblatts war Erstaunliches über die Universität Tel Aviv (TAU) in Erfahrung zu bringen. Die sei nämlich ein „führendes Militärforschungszentrum“, an dem „palästinensische Studierende benachteiligt werden“. Warum dann ausgerechnet einer der Mitgründer der BDS-Bewegung, Omar Barghouti, an ebendieser Universität studiert, durften wir nicht erfahren. Dabei ist gerade dieser Fall typisch für die Absurditäten und die Doppelmoral von BDS: Während Barghouti um die ganze Welt reist, um Israel als Apartheidstaat zu diffamieren, profitiert er persönlich von dem Umstand, dass an der TAU selbstverständlich auch Araber studieren dürfen.

Die Wiener BDS-Aktivisten wärmten in ihrem Flugblatt die Mär von der gezielten „ethnischen Säuberung“ auf, die Israel 1948 unternommen habe. Und auch heute ziele die Politik Israels darauf ab, „das Leben der Palästinenser unmöglich zu machen“. Da heute rund 20 Prozent der Israelis Araber sind, muss Israel sich bei diesem angeblichen Vorhaben besonders dumm angestellt haben.

Als Beispiel diente der Brandanschlag im palästinensischen Duma vom vergangenen Juli, bei dem drei Menschen getötet wurden, darunter ein 18 Monate altes Kind. „Diese Gräueltat erfolgte nicht auf offiziellen Befehl der israelischen Armee, sondern von Extremisten – die jedoch kompromisslos von der israelischen Armee beschützt wurden / werden.“ So kompromisslos, dass in den vergangenen Tagen mehrere jüdische Israelis wegen ihrer vermutlichen Beteiligung an einem Terrorakt festgenommen wurden, der in ganz Israel aufs Schärfste verurteilt worden war. Das u. a. war auch in der von den österreichischen Israelfeinden zitierten Haaretz zu lesen – aber an der interessieren sie ja nur die anti-israelischen Tiraden eines Gideon Levy.

Keine Unterstützung für Israelfeinde durch Stadt Wien!

„Die Diplomatische Akademie Wien sollte den wissenschaftlichen und politischen Diskurs fördern. Sie sollte jedoch keinesfalls rassistische Institutionen hofieren, deren militärische und rassistische Logik nicht im Stande ist eine Perspektive basierend auf Gerechtigkeit zu entwickeln.“ [Fehlender Beistrich i. Orig., K. P.] Anders gesagt: Geht es nach den BDS-Aktivisten, sollte die Diplomatische Akademie also nicht israelische Gelehrte einladen, sondern israelfeindliche, von antisemitischen NS-Vergleichen durchsetzte und auf gefälschten Zitaten basierende Propaganda zur Diffamierung des jüdischen Staates betreiben. Warum das den Frieden befördern oder den Palästinensern helfen soll, bleibt ihr Geheimnis.

Eine Gruppe Österreicher, die kein anderes Ziel hat als die Bekämpfung des jüdischen Staates, kann sich – was ein wirklicher Skandal ist – im von der Stadt Wien subventionierten Amerlinghaus treffen. Eine Gruppe, die Israel als Apartheidstaat bezeichnet, den einzigen jüdischen Staat abschaffen möchte und nicht davor zurückschreckt, antisemitische Stereotypen zu benutzen, sollte weder direkt noch indirekt von der Stadt Wien gefördert werden.

© Karl Pfeifer

Ehrung für Rudi Gelbard

Faymann / Gelbard / Anti-Faschismus / Auszeichnung / Schulz

04.12.2015, 17:04 | OTS0192 | Bundespressedienst

Bundeskanzler Faymann ehrt Zeitzeugen Rudolf Gelbard

Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst

Wien (OTS) – „Wir stellen uns gegen jene, die den Schleier des Vergessen über unsere Geschichte breiten wollen. Denn wer seine Geschichte nicht kennt und nicht bereit ist, sich mit ihr auseinander zu setzen, der kann aus ihr nicht die richtigen Schlüsse ziehen“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Freitag, bei der Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst an Rudolf Gelbard im Bundeskanzleramt. „Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, den Jungen genauso wie den Älteren in Erinnerung zu rufen, wozu unser Europa fähig war. Wir müssen aufrichtig für das Vertrauen in die Demokratie und in Europa kämpfen, und hier zählt das Engagement jedes einzelnen. Rudolf Gelbard hat sich immer dafür eingesetzt. Das, was wir von ihm gelernt haben, gibt uns den Auftrag, in diesem Sinne weiterzukämpfen.“

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, sprach von einer „großen Persönlichkeit“. Gelbard sei nach den schrecklichen Erlebnissen als Zeitzeuge „nicht verbittert, sondern zum Kämpfer geworden“. Die Menschen seien damals wie heute zu beidem fähig: Zu den edelsten wie zu den abscheulichsten Taten. Das „Dämonische“ sei stets vorhanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätte Europa diese Dämonen zwar „gebannt, aber nicht weggezaubert“. Man müsse daher ganz genau hinhören, denn die Leute, die Europa und die Errungenschaften der Europäischen Integration zerstören wollten, seien die „gleichen Leute, die Fremdenfeindlichkeit und Hass predigen“. Rudolf Gelbards Beitrag zur Versöhnung und gegenseitigen Respekt sei „Grundlage der Gesellschaft“.

Staatssekretärin Sonja Steßl bezeichnete in ihrer Einführungsrede „die Erfahrung, das Wissen und die Analyse“ Rudolf Gelbards von „unschätzbarem Wert“. Österreich verdanke ihm mehr, als es ein Ehrenzeichen je ausdrücken könne.

Der Geehrte Rudolf Gelbard nahm die Auszeichnung „mit Freude und gebotener Demut“ an und erinnerte sich in seiner Dankesrede an Vorbilder und Weggefährten sowie an den wichtigen Einsatz für Anti-Faschismus in der Nachkriegszeit. Er bedankte sich bei seiner Gattin, die ihm stets „Stütze und Hilfe“ war und Stärke gegeben hätte. Abschließend bedankte Gelbard sich auch bei der „tiefberührenden Laudatio“ des Bundeskanzlers sowie Faymanns „klarer, anti-faschistischer Absage an Rassismus, Verhetzung und Antisemitismus“.

Für den musikalischen Rahmen der Feierlichkeit sorgten die Sopranistin Ethel Merhaut und Vinzenz Praxmarer am Klavier.

Der 1930 geborene Rudolf Gelbard wurde im Oktober 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seit seiner Befreiung 1945 setzt er sich als Mitglied der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer für die Aufklärung über die NS-Verbrechen ein. Seit 1975 arbeitete Gelbard als Journalist. Neben der Verleihung des Berufstitels „Professor“ hat Gelbard bereits mehrere Auszeichnungen, darunter das Goldene Verdienstzeichens der Republik Österreich sowie das Große Goldene Ehrenzeichen der österreichischen Israelitischen Kultusgemeinde, erhalten.

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Leserbrief Die Presse Tempelberg

Presse. 10.11.2015,S.22

30DEBATTE
Falschinformation löste „Gewaltwelle“ aus
Zur Berichterstattung über den Nahost-Konflikt
Zu den häufig zu lesenden Formulierungen: „Gewaltwelle . . . entzündete sich“/„Streit um Nutzungsrechte auf dem Juden wie Muslimen gleichermaßen heiligen Tempelberg . . .“ darf ergänzend Folgendes angemerkt werden:

Der Tempelberg ist Juden und Muslimen nicht, wie suggeriert wird, gleichermaßen heilig. Beim Tempelberg resp. der Klagemauer (Western Wall) handelt es sich, auch wenn es nach (wiederholter) palästinensischer Lehrmeinung dort nie einen Tempel gab, um das wichtigste Heiligtum gläubiger Juden. Für Muslime handelt es sich nach eigenen Angaben, unbestritten um das – und das erst auch später definiert – drittheiligste „Heiligtum“ nach Mekka und Medina. Der historische (Prophet) Mohammed war auch physisch nie in Jerusalem. Weiters, um genau zu sein, entzündete sich eine Welle der Gewalt nicht so von selbst, sondern die „Gewaltwelle“ wurde durch gezielte Falschinformation zahlloser palästinensischer Politiker und Prediger über angeblich von Israel geplante geänderte Nutzungsbestimmungen bewusst in Bewegung gesetzt. Ein Streit über die Nutzung des Tempelbergs zwischen dem Staat Israel und Jordanien ist mir nicht bekannt.

Die religiöse Hoheit wurde großzügig unmittelbar nach dem Sechstagekrieg den Jordaniern im Wege des Wafq (der Religionsbehörde) kultur- und religionssensibel übertragen und seither nicht angetastet. Zum Vergleich: Auch der Zweite Weltkrieg „brach“ bekanntlich, wie oft dümmlich geschrieben wird, nicht aus oder entzündete sich (selbst), sondern wurde vom Deutschen Reich begonnen. Manchmal muss der Aggressor auch benannt werden.

Jegliche Provokation (weniger) israelischer Extremisten, wobei die Provokation im Besuch des Plateaus bestand, wurde vom Staat Israel unterbunden, während in der al-Aqsa-Moschee fast täglich zu Messerstechereien (Morden) aufgerufen wird. Mit Erfolg.
Mag. Hans-Jürgen Tempelmayr,

Beiratsmitglied Österreichisch-Israelische Gesellschaft, 1050 Wien

Buchpräsentation 16.11.15

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft

lädt zur Buchpräsentation

Prof. Anton Pelinka

„ISRAEL – Ausnahme oder Normalstaat“
Braumüller Verlag. Oktober 2015. 240S

Montag, 16. November 2015, um 17 Uhr s.t.

Presseclub Concordia
Bankgasse 8, 1010 Wien
Anmeldung erbeten: office.oeig@gmail.com

Presseaussendung

Tödliche Terrorwelle in Israel: ÖIG ist entsetzt und mahnt Medien zu fairer Berichterstattung
Palästinensische Propaganda wird ungeprüft wiedergegeben – Abbas befeuert tödliche Attentate, statt diese zu verurteilen
Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft zeigt sich schockiert über die tödlichen palästinensischen Terroranschläge und erklärt sich solidarisch mit allen vom Terror betroffenen Bürgern Israels. Die österreichischen Medien sind aufgerufen, eine faire Berichterstattung zu gewährleisten, Behauptungen ausreichend zu prüfen und eine Opfer-Täter-Umkehr zu unterlassen.

Wie die Medienbeobachtungsstelle Naher Osten aufdeckte, konnte der palästinensiche Außenminister Riyad Malki im ORF-Radio Ö1 unwidersprochen behaupten, Israels Premier Netanyahu habe Juden erlaubt, auf dem Tempelberg vor der al-Aqsa-Moschee zu beten, was die jüngste Gewalt verursacht habe. Tatsächlich bekräftigte Israels Regierung, den status quo nicht verändern zu wollen. Mit Lügen soll offenbar gegen Israel Stimmung gemacht werden. Israelische Opfer bleiben oft unerwähnt. Wenn israelische Sicherheitskräfte gefährdete Zivilisten gegen palästinensische Täter verteidigen, gibt es hingegen einen Aufschrei. Für die ÖIG ist klar: Die israelische Regierung ist verpflichtet, seine Bürger vor den grauenvollen Anschlägen zu schützen.

ÖIG-Präsident Richard Schmitz erklärt zur aktuellen Situation: „Alle Bürger Israels sind unabhängig von ihrer Religion von palästinensischem Terror betroffen, aber das Ziel der Terroristen ist es, gezielt Juden zu töten. Die palästinensische Bevölkerung wird von ihren Anführern mit antisemitischer Propaganda dazu animiert. Palästinenser-Präsident Abbas sprach unlängst davon, dass ‚dreckige jüdische Füße‘ niemals die Al-Aqsa-Moschee ‚beschmutzen‘ dürften und huldigt Terroristen, die israelische Zivilisten töten, als Märtyrer. Dennoch wird Abbas von Medien und Politikern hierzulande als Friedenspolitiker dargestellt. Das ist keine ausgewogene Haltung. Voraussetzung für eine nachhaltige politische Lösung sind die Anerkennung Israels als jüdischer Staat durch die Palästinenser und die Absage an antisemitische Hetze.“ (14.10.2015)

Rückfragen & Kontakt:
Susi Shaked
ÖIG-Generalsekretärin
Tel: +43 1 405 66 83
www.oeig.at

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151014_OTS0162/toedliche-terrorwelle-in-israel-oeig-ist-entsetzt-und-mahnt-medien-zu-fairer-berichterstattung

 

Leserbrief

Die Tageszeitung „Die Presse“ veröffentlichte(27.08.2015) einen Leserbrief des Präsidenten der östereichisch-Israelischen Gesellschaft/Kärnten zu Berichten über ein geplantes Museum u.a. zur „Vertreibung“ der Palästinenser im Westjordanland…

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Einladung – „Israel vor neuen Herausforderungen“

Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft

 in Kooperation mit dem

Center for Israel Studies

 lädt zur 3. DDr. Elfriede Sturm Gedächtnisvorlesung

Ulrich W. Sahm

 „Israel vor neuen Herausforderungen“

am Sonntag, 20. September 2015 um 19 Uhr

Presseclub Concordia

Bankgasse 8, 1010 Wien

Anmeldung erbeten: office.oeig@gmail.com

Ulrich W. Sahm ist freier Journalist und Buchautor. Seit Mitte der 1970er Jahre arbeitet Sahm als Nahost-Korrespondent für verschiedene deutsche Medien und Nachrichtensender. Er lebt in Jerusalem. (www.sahm.com)

Einladung 20.09.2015 pdf

ÖIG Presseaussendung zum Al-Quds Tag (2015)

 

Islamistischer Massenaufmarsch ruft mitten in Wien wieder zur Zerstörung Israels auf
ÖIG unterstützt Kundgebung am 11. 7. gegen antisemitischen Al-Quds-Marsch in Wien
Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft unterstützt das breite Bündnis „Gegen den Al-Quds-Tag in Wien“, das am Samstag, den 11. Juli, um 16 Uhr, am Stock-im-Eisen-Platz zur Kundgebung „Kein Al-Quds-Tag! Gemeinsam gegen Antisemitismus!“ aufruft. Das Bündnis besteht aus jüdischen, christlichen, kurdischen, antifaschistischen, gewerkschaftlichen und LGBT-Organisationen sowie Grünen-Bundesrat Marco Schreuder und SPÖ-Gemeinderat Peter Florianschütz.

Der so genannte Al-Quds-Tag wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Khomeini als politischer Kampftag für die „Eroberung Jerusalems“ und zur Zerstörung Israels eingeführt. Der am Ende des Ramadan mittlerweile weltweit inszenierte „Quds-Marsch“ wird am 11. Juli auch in Wien von Anhängern des iranischen Regimes organisiert. „Einer der größten regelmäßig stattfindenden islamistischen Aufmärsche, bei dem es jedes Jahr antisemitische und antiisraelische Parolen wie ‚Kindermörder Israel‘ gibt, wird also am Shabbat in unmittelbarer Nähe des IKG-Stadttempels vorbeiziehen. Dabei wird die Fahne der vom Iran finanzierten Terrororganisation Hisbollah mitgeführt, die weltweit für tödliche Anschläge gegen Jüdinnen und Juden verantwortlich ist. Das Innenministerium registrierte im Vorjahr bei der Demonstration auch Dschihadfahnen und antisemitische Transparente wie ‚Boykottiert das 4. Reich Zionisten = Nazis‘ mit Abbildung eines Davidsterns, der zum Hakenkreuz abgeändert wurde. Dem werden wir Widerspruch leisten“, erklärt ÖIG-Präsident Richard Schmitz.

Zu Jahresbeginn hat der Wiener Gemeinderat die „Wiener Erklärung zur Bekämpfung des Antisemitismus“ beschlossen, die sich explizit gegen „jede Form des Antisemitismus“ richtet. „Wir fordern daher alle antifaschistischen Wiener PolitikerInnen und die Zivilgesellschaft auf, sich dem Bündnis anzuschließen und sich klar und unmissverständlich gegen den Al-Quds-Marsch und gegen Antisemitismus zu positionieren. Weiters fordern wir die Wiener Polizei zum sofortigen Einschreiten bei antisemitischen und volksverhetzenden Sprüchen auf. Die Verwendung von Symbolen und Fahnen der terroristischen Hisbollah sollte zudem verboten werden. Gegenüber Antisemitismus darf es keine Toleranz und kein Wegschauen geben“, so Schmitz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:
Dr. Richard Schmitz
ÖIG-Präsident

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150709_OTS0042/islamistischer-massenaufmarsch-ruft-mitten-in-wien-wieder-zur-zerstoerung-israels-auf

 

Bericht des UNHRC

 

Verurteilungen des UN-Menschenrechtsrats nach Ländern, 2006-2015:

Das „United Nations Human Rights Council – UNHRC“, eine „Fachkommission“ der Vereinten Nationen zur Förderung und zum Schutz der völkerrechtlich verbindlichen Menschenrechte, ironischerweise 1946 Weiterlesen

Flagge zeigen

Flaggen-Ultimatum: ÖIG entsetzt über antiisraelischen Vorfall in Wien

Mieter soll Israel-Fahne abnehmen oder ausziehen
Wien (OTS) – Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft zeigt sich entsetzt über das Ultimatum an einen jüdischen Mieter in Wien, der während des Eurovision Song Contest eine israelische Fahne Weiterlesen

Jom Jeruschalajim

Jom Jeruschalajim – Jerusalemtag

Am 28. Ijar wird der Wiedervereinigung Jerusalems nach dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 gedacht. Nach dem israelischen Sieg über die Armeen von Ägypten, Jordanien und Syrien wurde die geteilte Stadt Jerusalem wiedervereinigt. Weiterlesen

„Jerusalem für Alle“

JERUSALEMTAG 2015

Aviso: Veranstaltung der ÖIG im Palais Schönborn/ Laudongasse 15-19, 1080 Wien

am Mittwoch, 10. Juni 2015, um 18 Uhr

 

Sechs-Tage-Krieg, 7. Juni 1967 - Kurz nach der Eroberung von Jerusalem schreiten Verteidigungminister Moshe Dayan (mi.), Generalstabschef Yitzhak Rabin (re), und Jerusalem-Kommandant Uzi Narkis  durch das Löwentor in die Alstadt von Jerusalem. Foto: Ilan Bruner/GPO
Sechs-Tage-Krieg, 7. Juni 1967 – Kurz nach der Eroberung von Jerusalem schreiten Verteidigungminister Moshe Dayan (mi.), Generalstabschef Yitzhak Rabin (re), und Jerusalem-Kommandant Uzi Narkis durch das Löwentor in die Alstadt von Jerusalem. Foto: Ilan Bruner/GPO

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Moderate Schlafapnoe kann Leben verlängern

Untersucht wurde das an Erwachsenen von Peretz Lavie (jetzt Leiter des Technion Haifa) in einer Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Schlafapnoe ist „im Schlaf auf’s Atmen vergessen“. Sie führt zu wiederholtem kurzem Sauerstoffmangel im Gehirn, man wacht auf, um nach Luft zu schnappen und fühlt sich tagsüber unausgeschlafen.

In einer Studie mit 611 älteren Patienten mit leichter, moderater und schwerer Schlafapnoe im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne Schlafapnoe fand Lavie heraus, dass jene mit moderater Schlafapnoe vergleichsweise länger lebten. Weiterlesen