Alexander Zemlinsky war Jude. Ein Komponist, der die musikalische Welt der Jahrhundertwende verband und dennoch oft im Schatten großer Namen blieb. Wien war seine Heimat: hier lernte er, wirkte er und inspirierte andere. Doch der nationalsozialistische Terror zwang ihn, Österreich zu verlassen und ins Exil nach Amerika zu gehen, wo er seine letzten Jahre in künstlerischer Isolation verbrachte. Seine Musik, die einst viele seiner Zeitgenossen begeisterte, geriet fast in Vergessenheit.
Im Theater in der Josefstadt bekommt sie nun wieder Raum. Felix Mitterers gleichnamige Uraufführung zeigt Zemlinsky nicht nur als Komponisten, sondern als Menschen, der zwischen Hoffnungen, Verlusten und bedeutenden Begegnungen seinen Weg suchte. Das Stück eröffnet Einblicke in die Wiener Kulturszene der Jahrhundertwende rund um Alma Mahler, Franz Werfel, Arnold Schönberg und Richard Gerstl und macht die persönlichen wie künstlerischen Verstrickungen dieser Zeit lebendig.
Die Josefstadt hat seit jeher Geschichten von Vertreibung, Exil und Holocaust erzählt. Zemlinsky ist Teil dieser Erzählung. Seine Musik spricht von Verlust und Erinnerung, von jüdischem Leben zwischen Aufbruch und Unterdrückung. Es ist eine Stimme, die wieder gehört werden muss und die ab 19. März auf die Bühne gebracht wird!
Ein Auftragswerk des Zemlinsky-Fonds.











